Was Merz von Merkel lernen kann

merkel Ex-Bundeskanzlerin Politikerin Deutschland, Quelle: MIH83, Pixabay License, Freie kommerzielle Nutzung, Kein Bildnachweis nötig

In einer Sonder-Folge seines Podcastes „Machtwechsel“ fasst Robin Alexander heute noch einmal das Spahn-Drama zusammen (https://youtube.com/watch?v=pvytkn2QSsY…). Dabei öffnet er einen interessanten Blick auf die Schwächen im Führungsstil von Friedrich Merz.

Schon zehn bis vierzehn Tage vor der öffentlichen Ankündigung in „Bild“ hatte Jens Spahn den Bundeskanzler und CDU-Chef über die Leihmutterschaft für seinen Sohn informiert. Aber Merz behielt das für sich und gab die Information weder an die Parteispitze noch das Kanzleramt weiter. Dass Merz selbst damit nicht in die Öffentlichkeit geht, mag angesichts seiner verunglückten Bemerkung, n der er vor einigen Jahre Homosexualität die Nähe von Kindesmissbrauch rückte, verständlich sein. Aber umso notwendiger wäre es gewesen, sich in Kanzleramt und Parteizentrale darauf einzustellen und zu beraten, wie sie damit umgehen. Doch Merz fehlt, wie in dieser Frage auch Söder, das Gespür für die Stimmungslagen seiner Partei. Er hat das aufziehende Gewitter überhaupt nicht erkannt.

In solchen Fragen unterscheidet Merz sich grundlegend von seiner christdemokratischen Vorgängerin Angela Merkel. Die Ostdeutsche verfolgte nach ihrer durch einen „marktradikalen“ Wahlkampf beinahe gescheiterten ersten Kanzlerkandidatur die öffentliche Wirkung ihrer Politik oft mit beinahe manischer Aufmerksamkeit und beschäftigte sich und viele in ihrem Umfeld damit.

Davon kann Merz nur lernen, um so mehr, als soziale Netzwerke den Stimmungen des Volkes, in diesem Fall des Parteivolkes, eine ganz andere Dynamik verleihen.

Quelle: Facebook