FAITH in Berlin: Wenn Glaube zu Farbe, Glanz und Form wird

Galerie Mond Fine Art präsentiert im LIVING BERLIN: FAITH- Ein Ausstellungsprojekt mit MANZUR KARGAR (Malerei) und ULRIKE BUHL (Skulptur)

Galerie Mond Fine Art präsentiert im LIVING BERLIN: FAITH- Ein Ausstellungsprojekt mit MANZUR KARGAR (Malerei) und ULRIKE BUHL (Skulptur)

Die Galerie Mond Fine Art bringt mit FAITH Malerei und Skulptur in einen spannungsreichen Dialog. Manzur Kargar und Ulrike Buhl zeigen im LIVING BERLIN, wie Bilder, Oberflächen, Körper und Zeichen unsere Vorstellungen von Glauben, Schönheit, Wirklichkeit und Verführung prägen.

Figurative Post-Pop-Malerei in kräftigen Farben, metallische oder lackierte Skulpturen mit markanten, quellenden Volumen: FAITH, Glaube, das lässt sich bei dieser dialogischen Ausstellung von Ulrike Buhl und Manzur Kargar weniger als religiöses Bekenntnis verstehen, sondern als Auseinandersetzung mit Kräften, Vorstellungen und Überzeugungen, die das menschliche Leben prägen.

Bei Ulrike Buhl zeigt sich dies in ihrem Interesse an den Zusammenhängen zwischen Natur, Wachstum und Transformation. Ihre glänzenden, organisch anmutenden Skulpturen in starker Koloratur verweisen auf Prozesse, die sich der vollständigen Kontrolle und dem rationalen Verständnis entziehen. Diese Skulpturen wirken, als folgten sie einer eigenen, inneren Dynamik, welche die Künstlerin selbst nicht beeinflussen kann.

Manzur Kargars mehrschichtige, figurative und kalligrafische Ölmalerei fragt danach, woran Menschen glauben und welche Bilder sie verehren – in einer von Medien geprägten Gegenwart. Glaube wird in der Ausstellung FAITH als menschliches Grundbedürfnis sichtbar: als Suche nach Bedeutung. Die Arbeiten der beiden fragen danach, welchen Bildern wir vertrauen und welche Fiktionen unsere Wirklichkeit strukturieren. FAITH bedeutet für beide, das Gegebene zu überschreiten, neue Wirklichkeiten zu entwerfen.

Kargars Malerei untersucht die Verbindung von Verführung, Spiritualität und medialen Bildwelten. Seine großformatigen Arbeiten greifen Symbole religiöser und popkultureller Ikonografie auf und zeigen, wie Glaube sich in Bildern manifestiert — zwischen Hingabe, Inszenierung und Begehren.

Im Dialog dazu stehen Ulrike Buhls skulpturale Arbeiten. Ihr Werk operiert an Übergängen zwischen organischer, biomorpher Anmutung und technischer Präzision, zwischen Wachstum und Konstruktion. Oberflächen reflektieren zugleich Natürliches und Künstliches und verweisen auf die Ambivalenz einer Welt, in der biologische und technologische Systeme zunehmend ineinandergreifen. Formen zeigen sich im Werden – Schönheit trifft auf latente Bedrohung.

Was beide Künstler verbindet, ist der Reiz der Oberfläche, der tiefe Glaube an die reine Oberfläche: Glamour ist hier System, Glaube an die Sinnlichkeit, ohne das Tiefere oder Kritische zu eliminieren. Dieser Werke ziehen Aufmerksamkeit an, ihr Glanz, ihre Textur, ihre Farben. Die glänzende Oberfläche fesselt das Auge, doch zieht auch hinein in die Werke, ist Brücke zwischen sinnlicher Wahrnehmung und inhaltlicher Interpretation. Jetzt kann man sie im Original erleben!

Künstler

Manzur Kargar
Manzur Kargar, geboren 1965 in Kabul, lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Malerei an der HBK Braunschweig und an der Universität der Künste Berlin. In seinen Arbeiten verbindet er klassische Maltechnik mit digitalen Bildwelten und untersucht den Einfluss medialer, religiöser und kultureller Bildcodes auf unsere Wahrnehmung. Seine Werke wurden international ausgestellt und sind in privaten sowie öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter die Berlinische Galerie.

Ulrike Buhl
Ulrike Buhl lebt und arbeitet in Berlin sowie im Münsterland. In ihrer skulpturalen und installativen Praxis erforscht sie Übergänge zwischen organischer Form, Materialität und Raum. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Skulptur, Relief und Installation und thematisieren Prozesse von Transformation, Balance und Fragilität. Buhl erhielt u. a. ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats und zeigt ihre Arbeiten in nationalen und internationalen Ausstellungen.

Ausstellung Galerie Mond: FAITH im LIVING BERLIN
4. Juli bis 13. September, Mo – Sa 11 bis 19 Uhr
Kantstr. 17, 10623 Berlin
Telefon: +49(0)171 917 63 47
www.galeriemond.de
Instagram: @Galerie_Mond_Finearts

Galerie Mond Fine Art präsentiert im LIVING BERLIN: FAITH- Ein Ausstellungsprojekt mit MANZUR KARGAR (Malerei) und ULRIKE BUHL (Skulptur)
Über Marc Peschke 49 Artikel
Marc Peschke, 1970 geboren, Kunsthistoriker, Texter, Kulturjournalist und Künstler, lebt in Wertheim am Main, Wiesbaden und Hamburg. Er hat in Mainz Kunstgeschichte, Komparatistik und Ethnologie studiert. Seitdem schreibt der gebürtige Offenbacher unter anderem über Bildende Kunst, Fotografie, Fotokunst und Popmusik. Gelegentlich arbeitet er auch als freier Kurator, war Mitinhaber und Mitbegründer der Fotokunst-Galerie KUNSTADAPTER in Wiesbaden und Frankfurt am Main – sowie der Kultur-Bar WAKKER in Wiesbaden. In Wertheim am Main ist er Kurator des exklusiven Kunstraum ATELIER SCHWAB. Seit 2008 zahlreiche eigene Ausstellungen im In- und Ausland. Marc Peschkes künstlerische Arbeiten entstehen zumeist auf seinen zahlreichen Reisen und sind in verschiedenen nationalen und internationalen Sammlungen vertreten. Seit 2020 ist Marc Peschke unter dem Namen MASCHERA auch wieder als Musiker aktiv. Im Jahr 2022 wird er kuratorisch die Wiesbadener Fototage unterstützen. www.marcpeschke.de