Rückblick auf Friedenspreis-Verleihung

Viel ist seinerzeit darüber geschrieben worden, ob die Verleihung des Friedenspreises an Anselm Kiefer Sinn macht oder nicht. Erstmalig ging die Ehrung an einen bildenden Künstler, nach grands hommes de lettres wie Friedländer, Habermas oder Martin Walser. Wer Kiefers Auftritt in der Paulskirche mitverfolgt hat – was dadurch erschwert wurde, dass die ARD nach 15 min die Berichterstattung abbrach, als der erste von drei Vorrednern noch am Podium weilte – konnte sich davon überzeugen, dass hier weniger ein Mann des Friedens geehrt wurde als einer, dessen äußerliche Unscheinbarkeit über eine wogende Innerlichkeit hinwegzutäuschen erlaubte.

Robert Lembke: Weltschmerz schlägt Ware

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Dr. Dr. Stefan Groß-Lobkowicz, M.A., DEA-Master, geboren 1972, studierte Philosophie, Theologie und Kunstgeschichte an den Universitäten Jena und München. 1992 gründete er die Tabula Rasa. Seit Jahren arbeitet er für die WEIMER MEDIA GROUP, so zuerst als Chef vom Dienst, später als stellvertretender Chefredakteur für The European und jetzt für die Gazette.

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