Susan Kaufman: New York. Wie es keiner kennt

Lausbergs Buchtipp

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Susan Kaufman: New York. Wie es keiner kennt, Midas Verlag, Zürich 2022, ISBN: 978-3-03876-215-7, 25 EURO (D)


Auf ihrer Reise mit der Kamera durch New York lädt langjährige Moderedakteurin und Fotografin Susan Kaufman die Leser ein, die Stadt auf ihre Weise zu sehen: vom Fußweg aus. Sie will ihre Faszination für die Schönheit und den Charme der Stadt jenseits der Hektik vermitteln.

Neben Greenwich Village, wo die Autorin wohnt, werden die Stadtteile East und West Village, SoHo, NoHo, Nolita, Gramercy Park, Murray Hill, Upper East Side und Brooklyn Heights präsentiert.

Die Stadtteile werden in einzelnen Kapiteln dargestellt. Sie werden immer von kurzen, oft persönlich verfassten Beschreibung eingeleitet. Danach folgen die Kollektionen ihrer Bilder, zusätzlich dazu wird unter den jeweiligen Bildern der Stadtort angegeben, um die Möglichkeit zu bieten, es selbst entdecken zu können. Am Ende der Kapitel gibt es eine illustre Karte mit den Lieblingsstraßen der Autorin.

Die Bilder nehmen den größten Teil des Buches ein. Entstanden sind zum Teil beeindruckende Bilder mit Sinn für Ästhetik, die oft großformatig sind oder  eine ganze Seite umfassen. Manchmal sind vier Bilder auf einer Seite zu sehen.

Zu sehen sind historische Stadthäuser, Hauseingänge, kreative Schaufenster, Parkimpressionen, Straßenszenen zu verschiedenen Jahreszeiten, geschmückte Fassaden, Backstein-Kutschenhäuser und weitere historische Architektur.


Der Buch richtig sich an Leute, die schon in New York waren und mehr von der Stadt erleben und sehen wollen. Der Fokus liegt klar auf Orte oder Gebäude, die man so schnell nicht findet und die es zu entdecken gilt. Es fehlt wohl eine Übersichtskarte von New York City, wo die einzelnen Stadtteile markiert sind.

Dieses Porträt hat den Vorteil, dass es von einer Einheimischen verfasst wurde, und zeigt neue unbeachtete Facetten von Stadtvierteln und kann durchaus als alternativer Reiseführer dienen.

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Über Michael Lausberg 557 Artikel
Dr. phil. Michael Lausberg, studierte Philosophie, Mittlere und Neuere Geschichte an den Universitäten Köln, Aachen und Amsterdam. Derzeit promoviert er sich mit dem Thema „Rechtsextremismus in Nordrhein-Westfalen 1946-1971“. Er schrieb u. a. Monographien zu Kurt Hahn, zu den Hugenotten, zu Bakunin und zu Kant. Zuletzt erschien „DDR 1946-1961“ im tecum-Verlag.