Der Philosoph und Medientheoretiker Norbert Bolz polarisiert, und das ist gut so. Bei Anne Will kritisierte er die Bundesrepublik am Sonntagabend als Meinungsdiktatur, und zwar so rigoros, daß die Gutmenschen Wowereit und die Grünen-Abgeordnete Göring-Eckhardt nichts mehr hinzufügen konnten. Geradezu grotesk war auch das Bekenntnis von Berlins Bürgermeister, daß für ihn die Immigration intakt und gelungen sei, hatte er sich doch davon bei einem Einkaufsbummel in seinem Bezirk überzeugen können. Sich politisch äußern zu dürfen, darauf hatte Bolz hingewiesen, ohne die PC zu verletzen, dieses Recht der Meinungsfreiheit einzuklagen, dies sei das Geheimrezept von Sarrazins Buch, mit dem er zumindest eins gezeigt hat: Die Deutschen lassen sich nicht mehr alles gefallen, ohne dabei ins rechte Lager abzuwandern. Die Tabula Rasa hat sein Religionsbuch rezensiert.
Norbert Bolz kritisiertden Nachtwächterstaat
6. September 2010 Stefan Groß-Lobkowicz Allgemein, Politik 0
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