Am 30. April 1911 wurde die Schriftstellerin Luise Rinser in Landsberg am Lech geboren. Sie galt als eine der prominentesten Autorinnen der Nachkriegszeit, gescholten und geliebt gleichermaßen. Mit ihren Romanen, Erzählungen, Tagebüchern und Briefen erlangte sie Weltruhm. Und dennoch war ihr Leben ambivalent. Einerseits war sie eine Vertreterin des Linkskatholizismus, kämpfte für die Rechte der Frauen, andererseits sind ihre Texte von einer religiösen Mystik durchdrungen. 1984 kandidierte Rinser als Präsidentschaftskandidatin für die Grünen, aber sie sympathisierte auch mit Diktator Kim Il Sung, verfaßte eine Ode auf Hitler und hatte Kontakte zu DDR-Staatschef Erich Honecker. Eine neue Biographie von José Sánchez de Murillo, die im März 2011 erschien, Luise Rinser – Ein Leben in Widersprüchen, setzt sich kritisch mit dem politischen Selbstverständnis Rinsers auseinander.
Luise Rinser – 100. Geburtstag
Finanzen
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