Wie im Sommer 2021…

Krieg: Quelle: ChatGPT

Vieles in diesem Sommer 2026 erinnert an den vor fünf Jahren, als Putin und Russland begannen, den Angriff auf die Ukraine mit Erklärungen, Vertragsentwürfen und Grundsatztexten politisch und publizistisch vorzubereiten.

Heute behauptet „der russische Auslandsgeheimdienst SWR, dass Litauen, Lettland und Estland ihren Luftraum für ukrainische Drohnenangriffe auf Russland zur Verfügung stellen würden. Außerdem plane die Ukraine, Drohnenangriffe auch direkt vom Territorium der baltischen Staaten aus zu starten. Das russische Außenministerium nannte in einer Stellungnahme Anfang der Woche mehrere lettische Militärbasen und Kommandozentren, die angeblich dafür genutzt würden und drohte mit vermeintlichen Vergeltungsschlägen: »Eine Mitgliedschaft in der Nato schützt Komplizen von Terroristen nicht vor ihrer gerechten Vergeltung«, sagte die Sprecherin des Moskauer Außenministeriums Marija Sacharowa“ (https://www.zeit.de/…/ukrainische-drohnen-russland…).

Es bleibt nicht bei russischer Propaganda. Kaum ein Tag vergeht ohne Luft-Alarm in den baltischen Staaten durch offensichtlich von Russland aufs Baltikum umgeleitete ukrainische Drohnen Zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden forderte Russland alle ausländischen Bürger und das Personal der diplomatischen Vertretungen auf, Kiew zu verlassen. Während das deutsche Außenamt vor einer Verletzung des Völkerrechts warnt, reagiert Polens Außenminister Radoslaw Sikorski scharf: „Jeder Angriff auf polnische diplomatische Missionen wird von uns als vorsätzliche Aggression behandelt werden.“ Sikorski beschreibt das russische Vorgehen genau: „Erst kommt die Propaganda, dann der Vorwand, dann die Eskalation.“

In den zurückliegenden Jahren hat sich die hiesige Öffentlichkeit an den Krieg gewöhnt. Damit wächst die Gefahr, dass eine weitere Eskalation durch Russland nicht erkannt wird. Anders als im Sommer 2021, als Putin noch damit rechnete, die Ukraine in wenigen Tagen nieder werfen zu können, handelt Russland heute aus einer geschwächten Position. Die politische Unruhe im eigenen Lande über Opfer und Dauer des Krieges wächst. Der Ukraine scheint sich durch den klugen Einsatz digitaler Technik militärisch behaupten zu können.

Gerade das könnte Russland verleiten, den Krieg in welcher hybriden Form auch immer nach Westen auszuweiten. Putin kann davon ausgehen, dass die USA als Schutzmacht weitgehend ausfällt. Erst vor wenigen Tagen hatte US-Außenminister Marco Rubio angekündigt, sich aus den Ukraine- Verhandlungen zurück zu ziehen (https://www.n-tv.de/…/USA-verhandeln-nicht-mehr-mit…).

Daran gemessen wirkt die hiesige Sommerruhe gespenstisch. Bemerkenswerterweise ist es die taz, deren Auslandsressortchef Dominic Johnson unter dem Titel „Däumchen drehen für den Frieden“ eindringlich davor warnt, dass „Europa keine angemessene Antwort auf Russlands militärische Eskalation findet“ (https://taz.de/Russlands-Raketen-auf-Kyjiw/!6181657/).

Quelle: Facebook