Challenge Ironman. Auf der Suche nach Sinn

von Frank-Martin Belz

Bild von Russell Holden auf Pixabay

Frank-Martin Belz: Challenge Ironman. Auf der Suche nach Sinn, 2. Auflage, Sportwelt Verlag, Frankfurt/Main 2021, ISBN: 978-3-941297-49-4, 19,90 EURO (D)

Frank-Martin Belz, Professor an der Technischen Universität München (TUM School of Management)  betreibt seit über 20 Jahren Triathlon über die Langdistanz. Bis heute hat er 24 Rennen auf vier Kontinenten beendet und 2016 seinen großen Traum – der Teilnahme am legendären Ironman auf Hawaii – verwirklicht.

Als Triathlet und Wissenschaftler machte er sich in den letzten Jahren systematisch auf die Suche nach dem Sinn eines Ironman. Er beschäftigt sich mit der Bedeutung, die Athleten einer Sportart beimessen, die häufig mit außergewöhnlichen körperlichen Leistungen verbunden ist.

Es werden wesentlichen Facetten, die das Leben, Denken und Handeln von Triathlet*innen ausmachen, in einzelnen Porträts vermittelt, ohne Vollständigkeit anzustreben. Neben den eigenen Erfahrungen des Autors kommen verschiedene Athlet*innen aus den Bereichen Breiten-, Leistungs- und Profisport zu Wort. Die Gründe, warum Langdistanztriathlon betrieben wird, sind ganz unterschiedlich. Neben der Liebe zum Sport und außergewöhnlichen Herausforderungen spielen Ehrgeiz, sich und anderen etwas beweisen zu wollen, das Glücksgefühl, es geschafft zu haben, Selbstverwirklichungsaspekte und auch der Spirit unter den Athlet*innen eine Rolle.

Dabei wird der Weg und die Phasen der Entwicklung von Athleten hin zum Triathlon und dann zu immer längeren Distanzen beschrieben.

Es wird deutlich, dass Triathlon zu betreiben, eine Lebensentscheidung ist. Dem müssen berufliche Aspekte und private Aspekte angepasst und auch untergeordnet werden, wenn es sich dabei nicht um Profis handelt. Die Akzeptanz von Freunden und Familie muss vorhanden sein, andere Dinge wie Freizeit werden zurückgestellt. Regelmäßiges Training  nimmt einen großen Raum ein, dabei werden sowohl das physische als auch mentale Training geschildert. Auch die unmittelbare Vorbereitung auf den Wettkampf und der Umgang mit Krisen innerhalb dessen werden vorgestellt.

Das Buch lebt nicht wie andere von spektakulären Bildern wie andere oder von Berichten außergewöhnlicher Erfolge. Hier erhalten Leser*innen einen authentischen Einblick in deren Motivation und Anreize und vor allem die Faszination des Sports. Dabei kommt auch die Mentalität und die Persönlichkeit über das Sportliche hinaus zum Tragen.

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Über Michael Lausberg 552 Artikel
Dr. phil. Michael Lausberg, studierte Philosophie, Mittlere und Neuere Geschichte an den Universitäten Köln, Aachen und Amsterdam. Derzeit promoviert er sich mit dem Thema „Rechtsextremismus in Nordrhein-Westfalen 1946-1971“. Er schrieb u. a. Monographien zu Kurt Hahn, zu den Hugenotten, zu Bakunin und zu Kant. Zuletzt erschien „DDR 1946-1961“ im tecum-Verlag.