Deutsche Bundesregierung will Enteignung von Flüchtlingen in Syrien verhindern

Foto: Stefan Groß

Syrische Flüchtlinge werden durch eine Verordnung des Diktators Assad ihr Haus mit Grund und Boden in Syrien verlieren. Das Auswärtige Amt in Berlin will deshalb die UN einschalten. Die USA, Großbritannien und Frankreich verweigern sich dem Ansinnen Merkels, Syrien zu bombardieren.

Als Assad einen mörderischen Krieg gegen Minderheiten in Syrien befiehlt, schweigt die deutsche Bundesregierung.

Als Assad den Krieg auf die sunnitische Mehrheitsbevölkerung ausweitet, sieht die deutsche Bundesregierung vornehm darüber hinweg.

Als Assad mit russischer Hilfe Giftgas auf Kinder, Alte und andere Wehrlosen abwerfen lässt, weigert sich die deutsche Bundesregierung, den Massenmörder zu bestrafen. Viele deutsche Gurtbürger bezweifeln, dass Onkel Assad aus der „Bunten“ zu einer solchen Tat überhaupt fähig ist und verlangen im Schutt, Blut und Tod nach Beweisen der bösen Tat, die glücklicherweise niemand in diesem Chaos und Dreck auftreiben kann. Nicht einmal die Palästinenserlager mit Tausenden von Toten und Vertriebenen lässt die Deutsche Bundesregierung genau inspiziert, denn sie liegen a) nicht in Palästina und b) deren Zerstörung kann nicht den Juden angelastet werden.

Doch nun, als der ruhm- und siegreiche syrischen Präsident Baschar al-Assad ein Stück Papier unterzeichnet, welches ihm ermöglicht, für den Wiederaufbau des Landes möglichst schnell, mit möglichst wenig Korruption und komplikationslos Ruinen zu beseitigen und zerstörten Städte wieder aufzubauen, regen sich Merkel & Co erbarmungslos auf. Sobald ein Neubaugebiet in den Kriegsruinen ausgewiesen ist, müssen sich die Eigentümer binnen 30 Tagen vor Ort melden und ihre Ansprüche belegen. Millionen von Syrern, die vor dem Krieg meist nach Deutschland geflohen sind, können die Bedingungen auf Grund des weiten Weges und der nachweislich verlorenen Papiere kaum erfüllen. Auf der Flucht vor dem Mörder Assad haben viele Syrer ihre Grundstücke, ihre Häuser und ihre Wohnungen in Syrien gelassen. Merkel schließt deshalb scharf, dass Baschar al-Assad die Flüchtenden enteignen will und zumindest die Grundstücke – die Häuser sind gewöhnlich unbewohnbar und müssen abgerissen werden – für sich und seine Familie unter die sauberen Fingernägel reißen wird.

Die Bundesregierung ist darob höchst verärgert und will gemeinsam mit dem seit Gabriels und Schulzens Abgang nun mächtigen Auswärtigen Amt diesem perfiden Vorhaben entgegentreten.

Mit großer Sorge sehen wir Merkel die Versuche des Assad-Regimes, mittels fadenscheiniger gesetzlicher Regelungen die Eigentumsrechte vieler geflüchteter Syrerinnen und Syrer infrage zu stellen. Offensichtlich versucht das siegreiche Regime, die Verhältnisse vor Ort grundlegend zu seinen Gunsten und zum Vorteil seiner Unterstützer zu verändern. Die Unterstützer des Regimes, allen voran Russland, rufen wir eindringlich auf, die Umsetzung der Dekrete zu verhindern. Es geht um das Schicksal und die Zukunft von Menschen, die seit mehr als sieben Jahren großes Leid und Entbehrung durchmachen, auch in den heruntergekommenen Flüchtlingslagern Deutschlands, wo neben Überbelegung und mangelnden Toiletten Vergewaltigungen und Schlägereien zwischen den einst friedliebenden Volks- und Religionsgruppen Syriens grassieren.

Für Mutti sind die Flüchtlinge, selbst die aus Syrien, ihre Schützlinge. Deshalb ist sie böse, dass ihren Lieblingen, die wertvoller als Katzengold sind, das letzte Hemd, das letzte Grundstück und die letzte Villa geraubt wird. Andrerseits handelt Assad wie alle Politiker, die einen großen Krieg überlebt haben. Der Wiederaufbau eines ganzen Landes erfordert Kraft und kann nicht wie in Berlin auf die lange Bank geschoben werden. Die Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf und keinen unnötigen Flughafen, an dessen Nicht-Bau sich Kleptomanen von Politik und Wirtschaft bereichern. Und schließlich: Wieso interessiert sich Merkel plötzlich dafür, in welchem pompösen Luxus aus 1001 Nacht die einstigen Flüchtenden wohnen werden?

Der kluge Leser hat schon längst erraten, warum die Bundeskanzlerin so sehr geifert und sich ereifert. Zu Recht befürchtet sie, dass die Flüchtenden, die nicht rechtzeitig ihre Besitzansprüche im befreiten Syrien anmelden, es vorziehen werden, ganz in Deutschland zu bleiben.

(Merkel: „Die Rückkehr einer gewaltigen Zahl von Syrern, deren Hoffnung darin besteht, irgendwann wieder ein friedliches Leben in Syrien zu haben, wird erschwert“). Merkel ist eine der wenigen politisch Herrschenden, die noch glaubt, dass die Flüchtlinge nach Abschluss des Krieges in ihre kaputte Heimat zurückkehren werden.

Findige geldgeile deutsche Anwälte wollen die Bundesregierung zwingen, den Schaden zu begleichen, den die Flüchtenden wegen Untätigkeit und Unfähigkeit der deutschen Bundesregierung und ihrer Behörden erlitten haben. Manche gelehrte und geschwätzige Juristen sprechen von einer persönlichen Mithaftung der verantwortlichen Politiker. Das arbeitende und Steuer zahlende Volk haftet bereits jetzt.

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Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.