Deutschlands Ostgebiete

Grüne Wiese, Foto: Stefan Groß

Erzreaktionäre in Deutschland und anderswo bereiten sich vor, das Rückkehrrecht der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen von 1945 in die (ehemaligen) Ostgebiete des Deutschen Reiches zu erwirken. Damals waren es zwölf Millionen Deutsche, die es aus verschiedenen Gründen vorgezogen haben, ihrer Heimat den Rücken zu kehren und zu fliehen. Was ein Rückkehrrecht für das heutige Polen, die EU und den Weltfrieden bedeuten würde, interessiert die ewig Gestrigen nicht. Die meisten Flüchtlinge und Vertriebenen von 1945 sind bereits tot, haben jedoch Nachkommen. Wenn jeder Deutsche den Flüchtlingsstatus vererbt bekäme, so könnte man heute mit etwa 30 Millionen Flüchtlingsberechtigten rechnen.

Der Grund, warum die deutschen „Herrenmenschen“ am Kriegsende und anschließend westwärts geflohen sind und nicht die slawischen „Untermenschen“ Richtung Osten, ist bedingt durch den Umstand, dass Deutschland den Krieg verloren und Russland den Krieg gewonnen hat. Zudem hat Deutschland Russland angegriffen und nicht umgekehrt.

Doch halt! Die Nachkommen der Ostvertriebenen von 1945 wollen gar nicht zurück nach Pommern, Ostpreußen oder Schlesien. Ihnen geht es in der neuen deutschen Restheimat zu gut um zurückzukehren. Zurückkehren wollen hingegen die Nachkommen der Palästinenser, die aus dem jetzigen Staat Israel geflohen sind und die in ihrer neuen Heimat unter muslimischen „Brüdern“ brutal unterdrückt werden. Die Umstände ähneln dem Zustand zwischen Deutschland und Russland: Die Araber erklären den Juden den Krieg, die Juden besiegen die Araber, die sicherheitshalber geflohenen arabischen Palästinenser, die damals noch nicht so geheißen haben („Palästinenser“ werden erst später erfunden), dürfen nicht zurückkehren. Und heute noch pochen deutsche Linke, Grüne, Demokraten und Erzreaktionäre auf das Rückkehrrecht der Palästinenser! Natürlich nicht der Deutschen, denn die sind Bäh.

Wer einen Krieg beginnt und verliert, wird mit denselben Konsequenzen leben wie die Deutschen. Diejenigen Deutschen, die dem verlorenen Weltkrieg II nachtrauern, sind die ärgsten Revisionisten und Hitleristen. Nicht anders verhält es sich mit denjenigen Deutschen, die dem verlorenen Krieg der Araber gegen die Juden nachtrauern und die das Rückkehrrecht der n-ten Nachkommenschaft der arabischen Flüchtlinge aus Israel fordern. Auch diese Gerechten-Frieden-Deutschen sind Juden hassende Revisionisten, die die Welt in einen neuen Krieg stürzen wollen. Wer gegen die Rückeroberung von Teilen Polens ist, darf nicht das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlingen nach Israel fordern. Wer es dennoch tut, ist kein Demokrat, sondern ein Erzreaktionär und Nazi, nebenher ein Judenhasser.

Selbst der Bundestag hat dies erkannt. Ganz im Gegensatz zu manchen deutschen Kirchen, politischen Parteien und selbstherrlichen Friedensaktivisten.

Das könnte interessant sein Powered by AdWol Online Werbung

Boris Palmer – Erst die Fakten, dann die Moral! Warum Politik mit der Wirklichkeit beginnen muss

Boris Palmer ist ein ungewöhnlicher Politiker, der mit vielen Eigenschaften aufwartet. Manche wid...

Ein Kampf für die Wahrheit und gegen die Lüge

Jutta Ditfurth ist eine mutige Frau, die das ausspricht und schreibt, was sie denkt. Sie ist nicht ...

Dass auch Deutsche sterben müssen, um den Plan der Judenvernichtung zu verwirklichen, ist Hitler gleichgültig. Er liebt nicht die Deutschen – er hasst die Juden

Weg und Ziel sind in bestimmten Fällen identisch, in den meisten Fällen nicht. Für Anarchisten ...

Nathan Warszawski
Über Nathan Warszawski 385 Artikel
Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.