FRANCO MARIA RICCIS GRÖSSTES LABYRINTH DER WELT UND LUXUSAUSGABEN VON KLASSIKERN DER WELTLITERATUR IN MÜNCHEN NEBEN KÜNSTLERPOSITIONEN AUS ITALIEN

Die Bewahrung vom zunehmend gefährdeten Kulturerbe und somit der eigenen Identität wie das Bestreben, die Natur an die künftigen Generationen unberührt weiterzugeben, sind die tragenden Ideen, die den italienischen Verleger, Designer und Sammler Franco Maria Ricci dazu bewogen haben, auf einem 8 Hektar großen Grundstück, das seit Generationen seiner Familie angehört, das größte Labyrinth der Welt entstehen zu lassen. Realisiert wurde die Parkanlage mit der Form eines achtzackigen Sterns und einer Pyramide in ihrer Mitte von den Architekten Pier Carlo Bontempi und Davide Dutto. Gestaltet wurde es mit 200.000 bis zu 5 Metern hohen Bambus-Pflanzen, die den drei Kilometer langen Parcours begleiten. Aus der exotischen Pflanze, wofür FMR seit den achtziger Jahren eine wahre Leidenschaft entwickelt hat, sind auf dem Gelände zwanzig unterschiedliche Sorten vorhanden; bekannt ist sie wegen ihrer Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit, da sie in der Lage ist, eine beachtliche Menge Kohlendioxide zu absorbieren. Aus Bambus ist auch das Parkett des Bauwerks hergestellt, das großräumige Säle für Konzerte und Veranstaltungen jeder Art beherbergt. Darin befindet sich die mit 15.000 Bänden – u.a. mit 1.2000 Exemplaren von Gianbattista Bodoni – bestückte Bibliothek und eine eigene Kunstsammlung, die 500 Exponate zählt. Eine erste Wechselausstellung mit dem Titel „Arte e Follia“ (Kunst und Wahnsinn) wurde im Mai vom Starkritiker Vittorio Sgarbi eröffnet. Mit dem „Labirinto del Masone“ das zehn Jahre Arbeit und zwölf Millionen Euro gekostet hat, löst Franco Maria Ricci ein Versprechen ein, das er im fernen 1977 dem argentinischen Schriftsteller Jorge Louis Borges gemacht hatte. Das Labyrinth als Metapher des Lebens, als Ort, wo man sich verliert, um sich wieder zu finden, ist von dessen berühmter Erzählung „El jardin de senderos que se biforca“ (Der Garten der Pfade, die sich verzweigen) inspiriert.

www.labirintodifrancomariaricci.it

Eine Auswahl von Luxusausgaben aus den Editionen „SCRIPTA“ des legendären VerlagsFMR ART'È,mit demFranco Maria Ricci sich vorgenommen hatte, die so genannten „Testi della Coscienza“ – „Texte des Gewissens“zu verbreiten, waren aucham OPEN-ART-Wochenende in München zu sehen. Die in Schreinen aufbewahrten bibliophilen Ausgaben in limitierter Auflage von Meisterwerken der Weltliteratur -u.a. von Boccaccios „Decameron“, Manzonis „Verlobten“ und Dantes„Göttlichen Komödie“ – gehören mit ihren edel verzierten Buchdecken und Illustrationen von Elvio Marchionni, Alberto Sughi und Mario Donizetti zu den Highlights einer opulenten Schau, die am 12. September im Hotel Angelo in Sendling eröffnet wurde.
Zum dritten Mal in München präsentiert die seit Jahren als Berater für Kunstsammler
und Kunstliebhaber etablierte Internationale Gesellschaft Re d'Italia Art einen Querschnittzeitgenössischer Werke aus ihren Beständen, der einen Bogen von der Klassischen Moderne bis hin zur Pop Art spannt. Beispiele der Malerei und Bildhauerei aus Italien vermitteln ein interessantes Bild der Vielfalt, die die heutige Kunstszene in der Halbinsel bestimmt. Neben einem Gemälde von Filippo De Pisis und einem kostbaren Druck von Giovannni Battista Piranesi, der auf das faszinierende Labyrinth-Thema zurückgreift, sind die Arbeiten namhafter zeitgenössischen Künstler zu entdecken wie Nerone, Mario Schifano oder Sandro Chia, den man schon von der Biennale in Venedig kennt.Ein Basrelief von Salvatore Fiume gesellt sich zu einer Figur von Luciano Minguzzi: beide gehören zu der reichlich bestückten Reihe von Skulpturen profaner und religiöser Inspiration, die sichin die langjährige Tradition Italiens einfügen.
Anwesend bei der Vernissage waren zwei jüngere Künstler, die der Präsident von Red'Italia Art Marco Giordano bei der Münchner Ausstellung persönlich vorgestellt hat: Sarah Arnaut, die von der Kinowelt inspirierte Mixed-Media-Arbeiten aus Papier zeigt, in denen sie sich an die in Italien geborene Kunstrichtung der „Arte Povera“ orientiert, und Antonello Capozzi, der mit seinen im luftleeren Raum schwebenden Figuren in den hellen, ephemeren Farbtönen an den Abstrakten Expressionismus anknüpft.

www.reditaliaart.com

Re d'Italia Art
GALA -ABEND
Zeitgenössische Italienische Künstler
1900- 2015
12. September 2015, 17.00 Uhr
Hotel Angelo – München – Albert-Rosshaupter-Straße 45
U-Bahn-Haltestelle: U6 – Harras
www.reditaliaart.com

Von lnks: Sara Arnaout, Künstlerin, Marco Giordano , Präsident von Re d'Italia Art, Anna Zanco-Prestel, Publizistin, Antonello Capozzi, Maler.

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Anna Zanco-Prestel
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Dr. Anna Zanco-Prestel, hat Literaturwissenschaften (Deutsch, Französisch und Italienisch) und Kunstgeschichte in Venedig, Heidelberg und München studiert. Publizistin und Herausgeberin mit Schwerpunkt Exilforschung. U.d. Publikationen: Erika Mann, Briefe und Antworten 1922 – 69 (Ellermann/DTV/Mondadori). Seit 1990 auch als Kulturkoordinatorin tätig und ab 2000 Vorsitzende des von ihr in München gegründeten Kulturvereins Pro Arte e.V.

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