Walter Ulbricht & Angela Merkel: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

DDR-Sandmaennchen, Foto: Stefan Groß

Die 764 Kilometer lange und 3 Meter hohe unüberwindliche, mit Stacheldraht und Todesstreifen bewehrte Mauer entlang der syrisch-türkischen Grenze ist von der EU bezahlt worden. Die Anlage dient den gutmenschlichen EU-Heuchlern, den flüchtenden Massen den Weg von Syrien in die Türkei zu versperren. Die Todesmauer ist in Folge des EU-Flüchtlingsdeals gebaut worden. Der Partner Erdogan hat gedroht, ansonsten die Massen, die in die Türkei einströmen, Richtung Europa zu befördern.

Die Bundesregierung behauptet, dass der Türkei-Deal die Flüchtlingskrise (sprich: die Flüchtlingsströme) eingedämmt habe. Viel Leid wird den Syrern erspart: Denn nun sterben die Flüchtlinge nicht mehr in der Ägäis, sondern bereits vorher an der türkisch-syrischen Grenze. Genauso wie die DDR-Grenzsicherung Richtung Westen handelt es sich auch hier um einen modernen Todesstreifen, der seine Aufgabe effektiv erfüllt. Erdogans muslimische Soldaten schießen auf jeden Migranten, der sich der Grenze nur nähert, ob Gläubiger oder Kurde. Die türkische Armee spricht von „gezielten Warnschüssen“. Offiziell dient die Mauer an der Grenze zu Syrien dem Schutz vor Terroristen. Die EU akzeptiert dankbar die Todesschüsse an der Grenze.

Internationale Organisationen schätzen, dass über eine halbe Million flüchtende Syrer im Grenzgebiet ausharren, die in die Türkei fliehen wollen. Die syrischen Lager an der Grenze sind überfüllt. Die Schwachen (Frauen und Kinder) schlafen im Gebüsch, junge kräftige Männer schlafen in Zelten. Nahrung ist knapp. Der Schlepperpreis hat sich von 100 € auf 1.000 € verzehnfacht.

Die EU begrüßt die Menschenrechtsverletzungen an der syrisch-türkischen Grenze. Weder die Bundesregierung, noch die EU-Kommission haben sich für die Beendigung der Massaker eingesetzt. Kanzlerin Merkel will, dass NATO-Partner Erdogan die Flüchtlinge von Europa fernhält, gleichgültig mit welchen Mitteln. In Europa wird das Bollwerk gegen Flüchtlinge von den Gutmenschen schweigend geduldet.

Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.