Was bleibt aber stiftet der Dichter:Erinnerungen an Samuel Beckett

Unverständlichkeit wird dem vor hundert Jahren geborenen Samuel Beckett von vielen Kritikern, ausgenommen den Philosophen, vorgeworfen; seine Stücke seien von Absurditäten durchtränkt, so dass es kaum gelänge, Sinnzusammenhänge, Sinnhaftigkeit, all dem zu entnehmen. Ein Blick in die Texte mag die Betroffenheit manches Lesers unterstreichen, der sich anschickt, hier lebensweltliche Kost – gleichsam vom Lehnsessel der Bequemlichkeit – als Häppchen zu erhalten. Ideen-Zapping für ein spießbürgerliches Denken, das sich auf den Status quo seiner heimatlichen Existenz verschränkt, um der Tristesse des Alltags schlagkräftig zu entgegnen, dafür steht Beckett eben nicht. Gerade in der Verweigerung, ein brauchbares und vor allem unhinterfragbar-bestehendes Lebenskonzept vorzulegen, darin zeigt sich der aus Irland stammende Denker als profunder Kenner des Absurden.

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Stefan Groß-Lobkowicz
Über Stefan Groß-Lobkowicz 2072 Artikel
Dr. Dr. Stefan Groß-Lobkowicz, M.A., DEA-Master, geboren 1972, studierte Philosophie, Theologie und Kunstgeschichte an den Universitäten Jena und München. 1992 gründete er die Tabula Rasa. Seit Jahren arbeitet er für die WEIMER MEDIA GROUP, so zuerst als Chef vom Dienst, später als stellvertretender Chefredakteur für The European und die Gazette.

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