Wie gefährlich ist die Grippeimpfung?

Der Mangel an Grippeimpfstoffen erregt die Republik. Wer fragt, ob die Grippeimpfung einen Vorteil erbringt?
Die Wirkung der Grippeimpfung ist schlecht belegt, da wissenschaftliche Vergleiche zu einem nicht-geimpften Kollektiv inkohärente Ergebnisse liefern. Bezeichnend lassen sich nur ein Viertel des medizinischen Personals impfen, welche mit Kranken in Berührung kommt. Die beste randomisierte Studie zeigt eine Reduktion von Influenza-Erkrankungen im Kleinkindesalter, dennoch wird in Deutschland die Grippeimpfung von Kleinkindern im Alter von 6 Monaten bis 23 Monaten nur in Ausnahmefällen empfohlen. Wissenschaftlichen Vergleiche zwischen einem geimpften und einem naturheilkundlich behandelten Kollektiv fehlen gänzlich, obwohl naturheilkundliche Verfahren bei Patienten wie Gesunden in Deutschland zur Vorbeugung der Influenza angewandt werden.
Bei Nicht-Geimpften sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Die negativen Folgen der Schweinegrippe-Impfung von 2009 sind gesundheitspolitisch vergessen.
Die Grippeimpfung an sich kann eine allergische Reaktion auslösen, die selten tödlich endet. Eine Ausflockung ist hierzu nicht notwendig. Die Inhalte der Impfung können verständlicherweise nur gegen bekannte alte Viren angehen, da der nächste gefährliche Winter-Virus noch unbekannt ist. Durch die Impfung wird der Körper gegen bekannte Viren immunisiert, was nicht nur theoretisch dem neuen unbekannten Virus einen Konkurrenz-Vorteil um den Körper des Geimpften verschafft.
Schließlich darf der finanzielle Aspekt nicht unterschlagen werden. Pharmafirmen profitieren davon, auch Ärzte verdienen sich durch Grippeimpfung ein Zubrot. Doch auch wenn diverse Ärzteorganisationen die finanziellen Anreize für nicht als notwendig erwiesene ärztliche Behandlungen bedauern, werden Gesunde, die nicht winterkrank werden wollen, den Pharmafirmen ihr Geld anvertrauen. Denn der Glaube versetzt Berge, während Grippe vorbeugende Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems, wie Bewegung an frischer Luft, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, frisches Obst, Salat und Gemüse, den meisten Menschen allzu schwer fällt.

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Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.

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