Kauft nicht bei Juden! Kein Handel mit Juden!

denkmal denkmal für die ermordeten juden mahnmal, Quelle: Ildigo, Pixabay License Freie kommerzielle Nutzung Kein Bildnachweis nötig

Unabhängig von der Religion und der Ethik der Täter werden Juden seit mehr als 2.000 Jahren verfolgt und ermordet. Es sollte erstaunen, dass heute noch Juden leben, die zudem seit über 70 Jahren über einen eigenen Staat verfügen, den sie ununterbrochen militärisch und wirtschaftlich verteidigen müssen.

Es ist müßig zu fragen, ob Verfolgung und Ermordung von Juden rechtens ist: Sie findet statt! Auch ist es reine Zeitverschwendung darüber zu sinnieren, ob und wie man die Verfolgung und die Ermordung von Juden beenden kann. Wir können davon ausgehen, dass auf „gute“ Zeiten mit weniger und verträglichen Verfolgungen und Ermordungen schlimme Zeiten mit mehr Verfolgungen und Ermordungen folgen. Deus lo vult!

Da die Juden nach einer Unterbrechung von 2.000 Jahren über einen eigenen Staat verfügen, dürfen sie sich gegen Angriffe militärisch verteidigen. Die Judenhasser müssen sich anstrengen. Sie wollen zudem die Juden wirtschaftlich in die Knie zwingen, was ihnen glücklicherweise bisher nur unvollkommen gelingt. Dennoch ist es von Vorteil, wenn nicht nur Juden, sondern auch nicht Juden hassende Nichtjuden über die antisemitische Judenboykott-Bewegung objektiv unterrichtet sind. Es wäre schön, wenn das Buch offene Türen eintreten würde. Doch dem ist nicht so.

Die Israel-Boykottbewegung: Alter Hass in neuem Gewand
von Feuerherdt und Florian Markl
Hentrich und Hentrich Verlag Berlin November 2020
ISBN-13 : 978-3955653965
196 Seiten  20 €

Die antisemitische, international agierende Israel- und Juden-Boykottbewegung nennt sich BDS: Boycott, Divestment and Sanctions (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen). Politisch sind die BDS-Anhänger bürgerlich bis extrem links, aber auch Rechte bis Nazis. Insbesondere israelkritische Juden sind willkommen. Den Wirtschaftsboykott durch arabische und muslimische Staaten gibt es offiziell seit über 70 Jahren, spätestens mit der Staatsgründung Israels im Jahre 1948, doch eigentlich bereits zuvor, bevor Israel existiert! 1922 organisieren Araber die ersten Judenboykotte in Britisch-Palästina, als über Hitler noch niemand nachdenkt. Der arabische Boykott hat das Ziel, jegliche Jüdische staatsähnliche Organisation zu verhindern oder zu vernichten:

Niemand kann gezwungen werden mit Juden zu handeln. Es ist aber kriminell, Dritte zu zwingen, nicht mit Juden zu verkehren. Die zweite Hälfte des Statements wird von Judenhassern negiert. 

Im Februar 2001 findet im islamischen Iran die erste offizielle antisemitische Konferenz statt, wozu auch Kostümjuden eingeladen werden. Kostümjuden sind gewöhnlich Nichtjuden, die gegen Bezahlung und anderen Vorteilen in die Rolle von Juden schlüpfen. Unterstützer der Juden heißen im Iran „Zionistenschweine“ und „Jew-lover“ (Judenliebchen). Die iranischen Konferenzen finden regelmäßig einmal jährlich statt, sogar während Corona! Zeitlich versetzt besuchen viele europäische Politiker (gerne deutsche Grün*innen mit schicken grünen Kopftüchern) den Iran auf (Grün ist die Farbe des Islam). Der Geburtsort der BDS liegt jedoch in Durban, SA.

Die 1. BDS-Forderung lautet: Kein Israel!
Das BDS-Kredo lautet: Die Juden Israels und weltweit sind an allem Schuld
Die 2. BDS-Forderung lautet: Die Verteidigung Israels ist verboten!
Das BDS-Ziel lautet: Die Vernichtung Israels!
Weitere BDS-Kredos: Israel hat keine Existenzrecht. Israel ist der Jude unter den Nationen.

Am 19.05.2019 distanziert sich eine Mehrheit des Deutschen Bundestages vom BDS mit der Begründung, dass die Organisation antisemitisch sei. Aus Israel selbst kommt eine einfache Darstellung der BDS, bekannt unter „3D“:
Dämonisierung, double Standards, Delegitimierung = Israel bezogener Antisemitismus.
Das Überleben des jüdischen Volkes weltweit hängt von der Existenz Israels ab.

Gedankenexperiment:
Wenn es nur eine einzige schwarze Nation gäbe, die schwarz bleiben wollte …

Die BDS-Bewegung ist in vielen Universitäten der USA verbreitet, in Spanien unter den Linken (Podemos mit Regierungsbeteiligung). Den extremsten Antisemitismus in der EU findet man derzeit in der Republik Irland. BDS in Deutschland hört man oft in Kirchengemeinden. Selbst bekennende Rechtsextremisten unterstützen BDS. Die EU unterstützt offen und finanziell BDS-Sympathisanten. Somit subventioniert die EU die Ermordung von Juden. Auch Nichtjuden leiden unter der BDS.

Über Nathan Warszawski 535 Artikel
Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.