MEISTERWERKE MODERN 5. April – 22. Juni 2019

“I can't stand cool paintings.“ Robert Motherwell Orange Personage (1947) Galerie Thomas

Herausragende Werke der zeitgenössischen Kunst
Galerie Thomas Modern zeigt Dine, Fontana, Francis, Graubner, Halley, Motherwell, Polke, Uecker und Warhol
München, 28. März 2019

Das Spektrum der Galerie Thomas Modern umfaßt Werke der Pop Art, der Künstlerbewegung ZERO, der US-Nachkriegskunst und des Amerikanischen Abstrakten Expressionismus. Darüber hinaus vertritt die Galerie individuelle Positionen etablierter deutscher Künstler nach 1945. In der aktuellen Ausstellung „Meisterwerke Modern“ zeigt die Galerie Thomas Modern Arbeiten von Jim Dine, Lucio Fontana, Sam Francis, Gotthard Graubner, Peter Halley, Imi Knoebel, Robert Motherwell, Sigmar Polke, Günther Uecker und Andy Warhol.

Robert Motherwells Orange Personage aus dem Jahr 1947gehört zeitlich und inhaltlich in eine äußerst bedeutsame Zeit für sein künstlerisches Werk. Er beginnt in dieser Zeit Surrealismus und Konstruktivismus in die von ihm gesuchte lyrische Sprache einer neuen, ungegenständlichen Malerei zu übersetzen – und führt den Betrachter damit ganz unmittelbar an den Ursprung des Amerikanischen Abstrakten Expressionismus.
Lucio Fontana Concetto Spaziale, Attesa (1964, li.)
Imi Knoebel Figur 15 (1985)
„Concetti Spaziali“ – der Raum im Bild wird real
Lucio Fontana schuf zwischen 1958 und 1968 die Werkgruppe der Concetti Spaziali, der Raumkonzepte, die der Künstler selbst einfach „tagli“, „Schnitte“, nannte. Mit dem körperlichen Durchdringen der einstmals zweidimensionalen und in der figürlichen Darstellung illusionistischen Bildfläche zerstörte er nicht nur den begrenzten Darstellungsraum des Bildes, sondern auch die Bildfunktion der Darstellung endgültig: „(…) von jetzt an sind wir frei zu tun, was immer wir wollen. Die  Oberfläche kann nicht durch die Ränder der Leinwand begrenzt sein, sie dehnt sich auf den sie umgebenden Raum aus“, so Fontana 1967.
 
Vexierspiel mit Raum und Perspektive
Die sogenannten Figurenbilder, die der Beuys-Schüler Imi Knoebel ab 1985 geschaffen hat, thematisieren die Urfrage der Kunst: Was ist ein Bild? Und ab wann ist ein Bild ein Bild? Knoebel nähert sich diesem Problem auch ganz physisch durch die mechanische Verschachtelung einzelner Bildflächen, durch die Befreiung des Bildes, der Malerei von räumlichen Grenzen. Zudem versteht Knoebel das Gemälde nicht mehr als bemalte Bildfläche, sondern als Objekt, das zum Raumobjekt werden kann, und zwar durch einen virtuellen Raum erweitert, der in der Vorstellungswelt des Betrachters liegt.

Im Jahr 2009 haben Silke Thomas und Raimund Thomas in ihrer 1964 gegründeten Galerie Thomas eine Sektion für moderne und zeitgenössische Kunst eröffnet: „Ich freue mich sehr“, sagt Silke Thomas, „dass wir dieses Jubiläum mit hochkarätigen Kunstwerken feiern können, die nicht nur unser vielseitiges Programm unterstreichen, sondern auch im kunsthistorischen Kontext eine phänomenale Geschichte erzählen.“ Zur Ausstellung erscheint ein hochwertiger Katalog mit ausführlichen Hintergrundinformationen und kunsthistorischen Essays.

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