Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse hat in der „Die Welt“ die Europäische Union gegen die Kritik, die Jürgen Habermas und Hans Magnus Enzensberger formuliert haben, verteidigt. Wie der 1954 in Wien geborene Menasse betonte, seien die Defizite der EU eine Folge des Widerstands der Nationalstaaten, ohne den das Europäische Parlament jedenfalls freier und die Kommission stärker wäre. „Es ist ein Unterschied, ob man, wie Deutschland 1945, eine Demokratie geschenkt bekommt, oder ob man unter völlig veränderten Bedingungen ein demokratisches System entwickeln muss.“ Auch mit Blick auf die Bürgerrechte ist die Europäische Union oft fortschrittlicher und rationaler als jeder einzelne Mitgliedsstaat. Der Schriftsteller arbeitet derzeit an einem neuen Roman und hat sich in das Milieu der Brüsseler EU-Behörden begeben.
Robert Menasse kontra Habermas und Enzensberger
Finanzen
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