Vergangene Woche ist Frieder Burda gestorben- Sein letzter Austellungskatalog

Die Brücke: Katalog zur Ausstellung im Frieder Burda Museum Baden-Baden

Foto: Stefan Groß

Die Brücke 1905-1914. Katalog zur Ausstellung im Frieder Burda Museum Baden-Baden, Hirmer, München 2018, ISBN: 978-3-7774-3152-9, 45 EURO (D)

Nach der Ausstellung zur Künstlervereinigung „Blauer Reiter“ im Jahr 2009 ist nun auch der anderen einflussreichen Vereinigung des deutschen Expressionismus, „Die Brücke“ im Frieder Burda Museum in Baden-Baden zu sehen. Neben Werken aus der Sammlung Frieder Burda und der Sammlung Franz Burda sind auch bedeutende Leihgaben aus internationalen Sammlungen dabei, von denen einige seit etlichen Jahren nicht mehr öffentlich zu sehen waren. Die Mehrzahl der in der Sonderausstellung ausgestellten Werke kommt aus dem Brücke Museum Berlin. Diese rund 120 Werke umfassen den Zeitraum von der Gründung der Künstlergruppe 1905 bis 1914, dem Jahr nach der offiziellen Auflösung. Die Ausstellung findet vom 17.11.2018  bis zum 24.3.2019 statt, dies ist der offizielle Begleitkatalog, der von der Kuratorin und langjährige Direktorin des Brücke Museum Berlin Magdalena M. Moeller konzipiert wurde.

Sie hat das Buch nach folgenden Leitlinien aufgebaut: „(…) dass er einerseits als Monographie zur „Brücke“ gelten kann, andererseits aber auch durch die in sich abgeschlossenen Texte ein Lesebuch darstellt, ohne allerdings eine bestimmte Leserichtung vorzugeben.“ (S. 13) In mehr als 30 einzelnen Kapiteln werden der „Innovationscharakter“ (S. 22) und ihr Beitrag zum internationalen Ansehen des deutschen Expressionismus dargestellt. Dabei werden Gründung, Programm, der Zusammenhalt der Gruppe ebenso wie die einzelnen Künstler, ihre Lebensstationen und ihre Werke beleuchtet. Ihre Anregungen von anderen Kunstrichtungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Selbstbildnisse und die zeithistorischen Zusammenhänge werden ebenfalls präsentiert.

Nach über zehn Jahren ist sie die erste umfassende Ausstellung der Künstlervereinigung „Die Brücke“. Alle bedeutenden Werke von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Emil Nolde sind vertreten, die notwendigen Hintergrundinformationen zu den Bildern und den unterschiedlichen Schaffensperioden der einzelnen Künstler findet man hier. Die Werke sind hier großformatig und sehr scharf abgedruckt, so dass deren Farbenvielfalt und Ausdrucksstärke gut zum Tragen kommt.

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Michael Lausberg
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Dr. phil. Michael Lausberg, studierte Philosophie, Mittlere und Neuere Geschichte an den Universitäten Köln, Aachen und Amsterdam. Derzeit promoviert er sich mit dem Thema „Rechtsextremismus in Nordrhein-Westfalen 1946-1971“. Er schrieb u. a. Monographien zu Kurt Hahn, zu den Hugenotten, zu Bakunin und zu Kant. Zuletzt erschien „DDR 1946-1961“ im tecum-Verlag.