Erleben wir erneut eine Renaissance des Totalitären?

DDR, Foto: Stefan Groß

Es spitzt sich schon wieder etwas zu, und das besonders in Deutschland. Erleben wir erneut eine Renaissance des Totalitären? Und das 30 Jahre nach der ersten Revolution, die zumindest den Mit-teldeutschen gelungen war, und das sogar in einer völlig unerwarteten und neuen Qualität, nämlich in einer friedlichen Revolution? Waren wir Deutschen denn nicht am Tag nach dem Mauerfall vom 9. November 1989 „das glücklichste Volk der Welt“, wie es der stets rotbeschalte Regierende SPD-Bürgermeister von Berlin-West, Walter Momper, damals in die Mikrofone rief?

Natürlich war das eine dumme Übertreibung, denn wie sollten die ehemaligen Profiteure und deren Handlanger über den Sturz oder Zusammenbruch ihres „ersten Arbeiter-und-Bauer-Staates auf deut-schem Boden“ glücklich sein? Und nicht nur das, denn der ganze Ostblock mit der Hauptstadt Moskau brach in sich zusammen. Die linke „Intelligenzija“ des Westens war entsetzt. Wer wollte denn von denen gar noch die Wiedervereinigung? Herr Momper, Oskar Lafontaine, Nobelpreisträger Günter Grass, Willy Brandt und sein ehemaliger Staatssekretär und persönlicher Freund Egon Bahr wollten sie wie die meisten anderen Sozialdemokraten jedenfalls nicht. Noch im Spätherbst 1988 bezeichnete Bahr die Forderungen nach der Wiedervereinigung als „politische Umweltverschmutzung“. Selbst noch fünf Tage nach dem Fall der Mauer nannte er es eine „Lebenslüge, über Wiedervereinigung zu reden“. Brandt sagte im September 1988 in einem Vortrag der Friedrich-Ebert-Stiftung: „Durch den Kalten Krieg und seine Nachwirkungen ist die Hoffnung auf Wiedervereinigung geradezu zu einer spezifischen Lebenslüge der 2. Republik geworden“. Doch nur sein nachträglicher Satz, als die Einheit nicht mehr zu verhindern war, hat sich ins Gedächtnis der Nation eingebrannt: „Es wächst zusammen, was zusammengehört“. In diesem Stil der verwirrenden Widersprüche stolperten die ideologisch zumeist vernagelten Politiker in die ungewollte, aber von den demonstrierenden Massen vor allem in Leipzig, Dresden und Plauen erzwungene Einheit Deutschlands hinein. Wobei auch nicht vergessen werden darf, dass die meisten durchaus mutigen Bürgerrechtler, die später mit Orden und Ehrenzeichen dekoriert wurden, anfangs weder die Wiedervereinigung noch die Abschaffung des Sozialismus anstrebten, den sie lediglich im Sinne Rudolf Bahros oder Robert Havemanns reformieren wollten. Doch solche Halbheiten bilden in brenzligen Situationen oft eine Brücke zwischen den Extremen und können dadurch eine gewaltsame Eskalation verhindern.

Axel Springer, der Feind aller fortschrittlichen Intellektuellen des Westens, verlegte nach dem Bau der Mauer sein Verlagshaus von Hamburg nach Berlin-West direkt an die Mauer und sendete per Leuchtschrift seine Nachrichten in den Osten Berlins, so dass die SED-Regierung sich veranlasst sah, auf die Leipziger Straße Hochhäuser zu bauen, deren Wohnungen nach dem Westen nur von Parteifunktionären und Stasi-Offizieren bewohnt werden durften. Schon ab 1968 galt derjenige als kalter Krieger, Nationalist oder bestenfalls als Spaßvogel, der gegen die deutsche Teilung wetterte und an die Wiedervereinigung glaubte. Axel Springer, der das verkörperte, wurde deshalb als „Der Brandenburger Tor“ verspottet. Linke und Liberale bekamen sich kaum noch ein vor diesem Spott.

Ab 1970 galt das Schlagwort „Anerkennung der Realitäten“ und charakterisierte die neue Ostpolitik von SPD-Kanzler Willy Brandt. Darauf Springer: „Auch Rauschgifthandel ist eine Realität“. Eine Weisung in seinem Haus lautete: „Die Einheit des Vaterlandes in Freiheit – das ist unser Auftrag.“ Sozialdemokraten und Freie Demokraten, Deutschlands neue herrschende Klasse samt ihrer auflagenstärksten Medien wie „Spiegel“, „Stern“ und „Zeit“, aber auch viele Professoren, Publizisten und Schriftsteller fühlten sich einer solchen einfältiger Visionen total überlegen. Das war der Schnee von gestern, versuchten die Volkserzieher dem Volke einzureden. Sie kannten ja mit Marx den Lauf der Weltgeschichte. Der Sozialismus war in ihren irren Augen die unbesiegbare Kraft der Zukunft. Denen konnte man nur mit Hayek schnippisch entgegnen: „Sozialismus ist nie ein bisschen richtig, sondern immer ganz falsch!” Und der spätere Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass warnte eindringlich: „Bei einer Wiedervereinigung wären die Deutschen bald wieder zum Fürchten.“ Der bundesdeutsche Leiter der Ständigen Vertretung in Ost-Berlin, Günter Gaus, prophezeite kühn: „Die DDR wird genauso lange existieren wie die Bundesrepublik“. Der damalige SPD-Politiker Oskar Lafontaine, der den Austritt aus der Nato forderte, traf sich mit dem SED-Generalsekretär Erich Honecker öfter als jeder andere westdeutsche Politiker – außer dem DKP-Chef Mies. 1985 sprach sich Lafontaine sogar für eine Anerkennung der Staatsbürgerschaft der „DDR“ aus. Im selben Jahr beendete das Saarland als einziges Bundesland Zahlungen an die bis dahin von allen Bundesländern gemeinsame getragene Zentrale Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen, die Menschenrechtsverletzungen in der „DDR“ dokumentierte. Alle weiteren von der SPD regierten Bundesländer folgten dem, denn es sei ein „Relikt des Kalten Krieges“, so der spätere Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Der „Zeit“-Journalist Theo Sommer sekundierte damals, als schon jeder Sensible das Ende der SED-Diktatur erahnen konnte: „Die Bürger des anderen deutschen Staates bringen ihm (Honecker) fast so etwas wie stille Verehrung entgegen“. Diesen Blödsinn von marxistisch verseuchten, doch großbürgerlich prassenden Gesinnungsjournalisten und den jakobinischen Tugendterroristen im „Kampf gegen rechts“ setzte Axel Springer mit Kurt Schumacher die simple Tatsache entgegen, dass Kommunisten überall, wo sie an die Macht gelangten, sich als „rotlackierte Nazis“ entlarvten. Der SED-Staat war demzufolge nicht nur für den Verleger Springer ein Verbrecherregime, sondern besonders für deren Widerständler und vielen Opfer, denen Springer gern Chancen in seinem Verlag einräumte, darunter Günter Zehm, Ulrich Schacht, Lutz-Peter Naumann oder den Perser Hossein Yazdi, der 16 Jahre als politischer Häftling einsaß und dann 36 Jahre für Springer als Journalist arbeitete. Jeder, der dort als Journalist arbeiten wollte, musste folgende vier Punkte unterschreiben: 1. Das unbedingte Eintreten für die friedliche Wiederherstellung der Deutschen Einheit in Freiheit. 2. Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes. 3. Die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus. 4. Die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft.

In der Springer-Zeitschrift „Kontinent“, in der vor allem die osteuropäischen Dissidenten zu Wort kamen, veröffentlichte Springer 1977 wie ein Prophet das Folgende: „Wenn es gelingt, die Völker Osteuropas, einschließlich der Sowjetunion, gegen die Lüge der Gewalthaber immun zu machen, indem wir die Wahrheit als Elixier der Freiheit auf allen Wegen über Mauern und durch Zäune schaffen, dann bereiten wir jene Revolution des Geistes vor, die noch immer die Lüge außer Kraft gesetzt und Diktatoren, Gewaltregime und Unterdrücker gestürzt hat. Das klingt heute wie ein Märchen. Ist es nur ein Märchen? Es gab einmal einen Mann namens Theodor Herzl. In scheinbar aussichtsloser Lage versprach er den Juden einen Staat, auf den sie seit 2000 Jahren tagtäglich – vergeblich – hofften. Herzl hämmerte den Juden ein: ,Wenn ihr es wollt, ist es kein Märchen.‘ Das heißt für uns: Wenn wir nur wollen, wenn wir alles wagen, dann ist die Freiheit kein Märchen. In Deutschland nicht. In Polen nicht. In Ungarn, Rumänien, der Tschechoslowakei und den baltischen Staaten nicht. Und nicht in Russland.“ Schade, dass Axel C. Springer, der 1985 verstarb, das nicht mehr auf Erden erleben durfte, was er vorausgesehen hatte. Auch Matthias Walden und Franz Joseph Strauß hätte ich das sehr gegönnt.

In Osteuropa hat der Marxismus in seinen verschiedenen Auslegungen faktisch ausgedient, denn mit den marxistischen Altkadern, die noch überdurchschnittlich in allen möglichen Verwaltungen unterkamen, sogar in der Stasi-Unterlagen-Behörde, stirbt er nun größtenteils ab, weil diese Funktionäre selber wegsterben. Doch in den westeuropäischen und amerikanischen Hochschulen erfreut sich der Marxismus ansteigender Beliebtheit. Das alles dient dazu, die westliche „Wertegemeinschaft“ noch weiter zu spalten, was den nächsten Weltenbeglückern unter dem Ruf „Allahu Akbar!“ nur recht sein kann. Der westliche „Gutmensch“, vor allem in seiner Extremform als „Besser-mensch“ verharmlost nicht nur die islamische Gefahr, sondern wird – bewusst oder unbewusst – zu ihrem Werkzeug. Die Grundlage, die sie verbindet, ist die totalitäre Deutungshoheit mit dem anknüpfenden Herrschaftsanspruch. Doch ich möchte lieber nah an der mich umgebenden Gegenwart bleiben, denn geist- und gefühlsverwirrte Gefälligkeitskünstler und ebensolche Politiker und Wissenschaftler hatten ausgerechnet den SED-Juristen Gregor Gysi mit zum Festredner des 30. Jahrestages der friedlichen Revolution ausgerechnet in der ehemaligen „Heldenstadt“ Leipzig auserkoren, also jenen Mann, der die totalitäre SED und deren Vermögen gerettet hat, obwohl diese Partei verboten gehört hätte, wie 30 Jahre zu spät Theo Waigel, der ehemalige Spitzenfunktionär und spätere Ehrenvorsitzende der CSU, selbstkritisch zugab. Zum Glück haben sich viele ehemalige Bürgerrechtler und Dissidenten zu einem Protestschreiben aufgerafft, mit dem dieser Skandal gerade noch verhindert werden sollte.

Doch warum konnte niemand der Bundeskanzlerin Einhalt gebieten? Würde man allein die völlig gegensätzlichen Aussagen der ersten deutschen Bundeskanzlerin aneinanderreihen, dann käme eine lange Litanei zustande. Hier nur ein Aspekt: Im Oktober 2000 sagte sie deutlich, dass „die multikulturelle Gesellschaft keine lebensfähige Form des Zusammenlebens ist, und das glaube ich auch.“ 2004 tritt sie entschlossen vorm Bundestag für die „Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung“ ein. Noch 2010 beteuert sie, dass der „Ansatz Multikulti (…) absolut gescheitert“ sei. Fünf Jahre später lässt sie gegen sämtliche Vernunft und alle bestehenden Gesetze, natürlich ohne den Willen des Souveräns einzuholen, 1,5 Millionen illegale Einwanderer, überwiegend junge Männer ohne Pass, aber mit modernen Handys ins Land und in die deutschen Sozialsysteme strömen. Schlepperbanden machen riesige Geschäfte, Tausende ertrinken deshalb im Mittelmeer. Plötzlich werden Milliarden Euros locker gemacht, obwohl für die maroden Schulen, Straßen, Brücken, für die Wohnungsnot und Aufstockung erbärmlicher Renten bisher keine Gelder übrig waren.

Merkels politische Leitlinie besteht lediglich darin, sich opportunistisch jedem anzubiedern, möglichst wenig zu ändern, denn eigene Ziele oder Entscheidungen zu vertreten, dazu hat sie kein Talent. Ihr Leitmotiv ist unter Politikern nur allzu bekannt: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“ Aber eins beherrscht sie bestens: in fast jede Aussage eine Einschränkung einzubauen, die es möglich macht, bei Bedarf genau die gegenseitige Position vertreten zu können. Katastrophal wird es, wenn grundsätzliche Entscheidungen verlangt werden, die nicht mit einer pro-forma-Konzession an Gegner in der Koalition zu bewältigen sind. Und für diese katastrophale Politik „verdient“ diese gewählte Frau täglich über 1.100 Euro, die immer weniger Rentner im Monat bekommen. Ich gönnte ihr noch viel mehr, wenn sie wenigstens ihren Eid einhalten würde, nämlich dem deutschen Volk zu dienen und nicht nur global vernetzten Gutverdienern, die sich die Selbstauflösung des deutschen Volkes ebenso wünschen wie die Selbstabschaffung der christlichen Religion.

Zunehmend verstärkt sich bei vielen verantwortlich denkenden Menschen der Eindruck, in Absurdistan zu leben oder gar in einem Irrenhaus, dessen Ärzte sich zudem noch anschicken, sich einem neuen Totalitarismus zu ergeben, der als Religion daherkommt und eine brutale Welteroberungspolitik betreibt, sobald er sein Lehrbuch, den Koran, auch nur halbwegs ernst nimmt. Damit das nicht so auffällt, wird nach den folgenlos verpufften Waldsterben- und Ozonloch-Katastrophen ein CO2-Gespenst aufgeblasen, welches wieder einmal die Welt retten soll und natürlich die Zukunft unserer Kinder, die sich dafür mit einem abnormen Schulmädchen an der Spitze den Freitag zum Schulstreiktag „erkämpft“ haben.

Freilich, diesem Jetztzustand gehen immer unkorrigierte Fehler und fehlgeleitete Ideologien voraus.

Diese alle aufzuzählen übersteigt die Kraft und Zeit eines Einzelnen. Doch es bleibt, um es noch ganz allgemein zu sagen, folgende Beobachtung im Raum: Wenn Menschen, die sich dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlen und politische Ämter anstreben, nicht mehr prinzipiell denken und damit auch keinen Überblick über allgemeine Zusammenhänge erlangen können, dann ist es kein Wunder, dass sie Wesentliches nicht mehr von Unwesentlichen unterscheiden können. Sie wollen populär sein, um die mildeste Variante anzunehmen, stempeln zugleich selber jeden Kritiker als Populisten ab.

Unter solchen konturlos-unberechenbaren Regenten bildet sich immer auch eine konturlose Mehrheit von verschiedensten Mitläufern, die sich wie in jeder Diktatur rasch und billig auf Schlag-Worte einigen, mit denen nicht nur drohend herumgefuchtelt, sondern auch durch die Antifa-SA kräftig zugeschlagen wird. Das erhöht das Selbstwertgefühl minderwertiger Kreaturen, die nun im Herdengefühl unter jeder dummen Kuh den Kampf ausrufen, in allererster Linie natürlich „gegen Rechts“, deren extremen Vertreter dadurch wiederum zum Gegenterror aufgerufen werden:

„Ob friedlich oder militant – wichtig ist der Widerstand!“,

„Ob Ost, Ob West – nieder mit der Nazipest!“,

„Nazis gibts in jeder Stadt – bildet Banden macht sie platt!“,

„Grenzen von der Karte streichen – Staaten müssen Menschen weichen!“,

„Die Bullen üben fleißig für ein neues dreiunddreißig!“,

„Gegen das Konstrukt aus Rasse und Nation – Für die soziale Revolution!“,

„Lasst es krachen, lasst es knallen, Deutschland in den Rücken fallen!“,

„Kapitalismus, scheiße wie noch nie! Für den Kommunismus und die Anarchie!“,

„Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland – Schwarz, Rot, Gold wird abgebrannt!“,

„Ich war, ich bin, ich werde sein – Die Revolution wird die Menschheit befreien!“…

„Erst kommt das Essen, dann kommt die Moral – Wohlstand für alle – Kampf dem Kapital!“

Nach der Ausschaltung der Roten Armee Fraktion (RAF) verschob sich die Aufmerksamkeit auf das Gefahrenpotenzial des braunen (NSU-Morde und Politikermord) und des islamischen Terrors. Brandanschläge auf die Stromversorgung, zerstörte Bahngleise, krankenhausreif geprügelte Politiker, Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte, Ehrenmorde, Messerattacken, Vergewaltigungen, Erpressungen, Sprengungen von Geldautomaten und dergleichen mehr überlasten nicht nur die Polizei sowie das gesamte Justizsystem, während die zunehmenden Übergriffe aus dem linksextremen Spektrum verharmlost werden und demzufolge kaum erforscht sind. An die sich immer weiter ausbreitenden arabischen und kurdischen Gangster-Clans will ich gar nicht erinnern.

Immerhin, Prof. Klaus Schroeder, der an FU Berlin ziemlich einsam über Linksextremismus forscht, weist nach, dass sich im Jahr 2017 1200 Gewalttaten von rechts fast doppelt so vielen Ausschreitungen von links gegenüberstehen. Doch in unseren Erziehungsmedien wird das genau andersherum dargestellt. Eine riesige Lobby-Gruppe mit der ehemaligen Stasi-Mitarbeiterin Anetta Kahane an der Spitze verdient sich dumm und dämlich im bewusst einseitigen und damit totalitären „Kampf gegen rechts“. In einem demokratischen Staat, für den ich mich wie jeder andere Liberal-konservative auch einsetze, müsste ein erbarmungsloser Kampf gegen alle Extremisten geführt werden, die kriminell, also revolutionär mit Terror und Gewalt den vernünftigen Ordnungsrahmen unseres Grundgesetzes bewusst zerstören oder außer Kraft setzen wollen.

Natürlich bin ich mir bewusst, dass die Demokratie immer nur eine zum Durchschnitt neigende Diktatur der Mehrheit ist, wenn… Ja, wenn es keinen Verfassungsrahmen gäbe, der dem Ordnungs-rahmen aller Freiheiten bildet, damit keine Willkür oder Anarchie, also das primitive Recht des Stärkeren und der Reichsten herrschen kann. Freiheit ohne Disziplin und Verantwortung führt ins Chaos und bereitet Terror vor. Es lässt sich auch verkürzt sagen: Chaos neigt dem weiblichen Wesen zu, Ordnung dem männlichen. Das provoziert und: soll es auch! Es besteht durchaus die berechtigte Frage, ob vielleicht erst das Chaos das Denken nährt. Insofern bestand schon zwischen Adam und Eva eine unzertrennbare Einheit, vor allem als sie noch nackt waren und sich nicht schämten.

Wer sich als gemäßigter Linker nicht vom Kulturmarxismus abgrenzt, will die Grundlagen der westlichen Welt, die sich sowohl durch Freiheit als auch durch Wohlstand charakterisiert, unter-minieren. Linke Utopisten laufen gegen jedes machbare System an, das irgendetwas mit Kapitalismus oder Marktwirtschaft zu tun hat. Was bleibt davon übrig, wenn die soziale Marktwirtschaft ab-geschafft würde? Planwirtschaft, Diktatur der Bürokratie und ideologischer Machtterror. Das heißt Armut, Zerstörung der Umwelt, der Kultur und Tradition. Was blüht stattdessen auf? Angst, Miss-trauen, Ideologie und Verlogenheit. Viele in Mitteldeutschland und Osteuropa dachten, dass hätten sie endlich hinter sich. Die Diktatur der Bürokratie hat hier und heute schon jede Dimension einer Diktatur überflügelt. Der freie Meinungsstreit wird besonders in den Medien, die sich von unseren Zwangsgebühren mästen, so eingeschränkt, dass der Weg zum Meinungsterror schon geebnet ist. Was folgt? Ein Bankencrash? Stromausfälle, überbordende Kriminalität? Das Abrutschen in die 3. Welt? Dorthin, wo unser Bildungssystem fast schon gelandet ist? Marxismus ist alternativlos. Da hat Frau Dr. Merkel völlig recht. Opportunisten haben immer recht.

Schon jahrelang erlaubte es sich Deutschlands erste Kanzlerin zu machen, was sie will. Doch das Schönste ist ja, sie weiß gar nicht, was sie will. Ideen? Prinzipien? Visionen? Lehren aus der Ge-schichte? Sie merkelt nur, dass ihr die Basis unter den Füßen wegschmilzt. Da weiß sie plötzlich wieder, was sie will: Macht haben, Recht haben, Ruhm haben. Nicht nur Verfassungsrechtlern der CDU stehen zu diesem Weiberregiment die Haare zu Berge. So dominiert (oder regiert?) heute vor allem eine Walküre-Willkür. Doch wenn Frau Merkel gar noch wegen der ihr verhassten deutschen Nationalhymne auf- und stillstehen muss und sich nicht selber mit ihrer heiligen Raute präsentieren darf, bekommt sie das große Zittern. Doch fortschrittliche Professoren und Journalisten applaudieren. Der Beamten-Unwirtschaft unter Olaf, dem Steuereintreiber, kann es nur recht sein, den privilegierten Lakaien ohnehin, denn sie müssen ja nicht viel leisten, hauptsächlich zustimmen, abnicken, dann sieht man bald aus wie Peter Altm… Ach, und der süße Heiko Maa…Maa…. passt gut in die Handtasche unserer großen Vorsitzenden und hält deren Lippenstift frisch. Und der kleine verbiesterte Wolfgang Schäu… – schäumt er wieder? Der wird mitleidig in seinem Kinderwagen hin und her geschoben. Schlauheit bleibt dreist im Lande, Intelligenz wandert aus.

Keine Diktatur mit Planwirtschaft konnte bisher wirtschaftlich überleben. Nur die Despotie blüht in verschiedenen Größen wie Unkraut in solchen Ländern, sodass sich dieses sogar an den Klassen-feind exportieren lässt. Doch Individualismus ist jedem Kollektivismus haushoch überlegen. Aus-nahmen waren Pinochets Diktatur und neuerdings diejenige Chinas oder die der feudalistischen Ölscheichmilliardäre, die sich mithilfe der besten Ingenieure, Architekten, Künstler und Wissenschaftler aus dem Westen Huxleys „Schöne neue Welt“ in die Wüste bauen lassen. Wer schon ein-mal Dubai besucht hat, der sieht, wie uns heute undemokratische, totalitär strukturierte Feudalsysteme mit unseren eigenen Waffen schlagen und zeigen, wie wir mit unserer verkommenen Bürokraten-Demokratien immer weiter zurückfallen, gewissermaßen abgehängt werden. Überall wollen bei uns demokratisch gewählte Politiker mit hineinreden, obwohl sie zumeist nur von einem viel verstehen – von nichts! So entstehen in jahrelanger Verspätung die teuersten Philharmonien oder Flugplätze der Welt auf niedrigem Niveau. Die Bundeswehr ist zur Lachnummer verkommen, zu lange regiert von einer eingeadelten Frau, die durchaus zur Familienministerin taugen würde, aber nun gar noch die Chefin der EUdSSR geworden ist.

Doch selbst Blödsinn zu befehlen ist einfacher als den neuen „Goldstücken“ aus fremden Kultur-kreisen Deutsch beizubringen. Nicht vergessen! Denn es war der ebenfalls wahrnehmungsgestörte SPD-Schulz, der 2016 gesagt hatte: „Was die Flüchtlinge uns bringen, ist wertvoller als Gold. Es ist der unbeirrte Glaube an den Traum von Europa.“ Glaube und Traum sind für mich zwei verschiedene Schuhe. Und was uns die Flüchtlinge bringen? Was könnte denn wertvoller als Gold sein? Platin? Wahrlich, uns stehen harte Zeiten bevor!

Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks vor 30 Jahren kriechen immer mehr Neomarxisten aus ihren universitären Brutstätten und bedrohen mit „political correctness“ die größte Errungenschaft der westlichen Zivilisation: die Gedanken- und Redefreiheit. Sie wollen nicht nur den Studenten ihre marxistischen Geschichtsgesetze beibringen, nein, sie der ganzen Gesellschaft aufdrängen. Ist es schon völlig aus der Mode gekommen, auch Zeitgenossen von Marx/Engels zu lesen?

Friedrich Nietzsche wies schon 1878 unter der Überschrift „Der Sozialismus in Hinsicht auf seine Mittel“ darauf hin, dass der Sozialismus der jüngere Bruder des fast abgelebten Despotismus sei, den er beerben wolle. Er brauche eine Fülle an Staatsgewalt und strebe die Vernichtung des Individuums an. Der erwünschte Gewaltstaat brauche die untertänigste Niederwerfung aller Bürger und könne sich nur durch äußersten Terrorismus Hoffnung auf Existenz machen. Er bereite sich im Stillen auf eine Schreckensherrschaft vor und verwende missbräuchlich den Begriff der Gerechtigkeit. Der Sozialismus lehre lediglich die Gefahr der Anhäufung von Staatsgewalt und werde den Ruf nach so wenig Staat wie möglich provozieren.

Karl Poppers „offene Gesellschaft“ steht bekanntlich in der Tradition des Liberalismus und ist für Marxisten reaktionär, weil sie die kritischen Fähigkeiten der Bürger freisetzen will. Dazu soll auch noch die Gewalt des Staates geteilt werden, um Machtmissbrauch vorzubeugen. Wo käme man denn da hin, wenn doch die Fortschrittsfanatiker mit den Geschichtsgesetzen von Marx immer wissen, wo es langgeht? Da die Marxisten es zu wissen vorgeben, sollten wir ihre Ersatzreligion durchaus ernst nehmen, aber zugleich wissen, dass die Marx-Exegese und die Fundamentalkritik der „bürgerlicher Wissenschaft“ begleitet war von einem gesellschaftlichen Bedeutungsverlust der Geisteswissenschaften. Gleichheit, Gleichheit über alles, über alles in der Welt. Immer wieder soll am nichtdeutschen Wesen die Welt genesen. Wer kann das so ausdauernd genießen?

Natürlich die deutschen Politiker der sogenannten Altparteien, die in der Regel einfach zu arrogant, ungebildet und ideologisch verblendet, aber auch total überfordert werden, um zur Wiedererweckung der einst vorbildlich funktionierenden Demokratie unter Adenauer und dem Wirtschaftsminister Ludwig Erhard fähig zu sein. Als letzte Hoffnung bleibt nur die neue Oppositionspartei, deren Namen ich, so warnen mich gute Freunde, am liebsten nie wieder in den Mund nehmen sollte, um nicht noch weitere Einschränkungen meines ohnehin bescheidenen Lebensstils hinnehmen zu müssen. Doch wie heißt es im Psalm 18? Auf die heutige Zeit übertragen würde ich es so aussprechen:

„Es ist besser, Gott zu vertrauen als sich auf Menschen zu verlassen. Es ist besser Gott zu trauen als sich auf Politiker zu verlassen. Viele Parteien hatten mich umringt. Im Namen Gottes – ja, ich wehrte sie ab. Sie hatte mich umringt, ja, mich eingeschlossen. Im Namen Gottes – ja, ich wehrte sie ab. Die Stasi-Knechte hatten mich umringt wie Bienen. Sie sind erloschen wie Dornenfeuer. Im Namen Gottes – ja, ich wehrte sie ab. Hart hat man mich gestoßen, um mich zu Fall zu bringen.“

Und? Ich lebe noch – gesund und flexibel. Selbst mein Dreivierteljahrhundert sehen mir nur wenige an. Dass ich selber kein Parteien-Mensch bin, erfuhr ich, nachdem ich zweimal in den 80er und 90er Jahren der Berliner FDP beigetreten war, in deren Parteinamen mich vor allem das Attribut „frei“ faszinierte, aber vor allem, um den nationalliberalen Flügel um Alexander von Stahl, Hermann Oxfort, Heiner Kappel, Rainer Zitelmann und Klaus Rainer Röhl zu stärken. Ja, Röhl, der ehemalige linke Journalist und „konkret“-Herausgeber hatte sich ebenfalls gewandelt und publiziert nun selbst als hochbetagter Mann noch in so genannten „rechten“ Zeitungen, um über die „tiefgreifenden, zum Teil verheerenden Folgen der kommunistischen und links-utopischen Aktivitäten“, an denen er selber einst „als Herausgeber und Kommentator beteiligt gewesen war“, aufzuklären.

Ansonsten interessiert mich Macht- und Parteienpolitik kaum. Mir geht es vor allem um Erkenntnisse, die nicht immer leicht zu verdauen sind. Dazu muss der Mut aufgebracht werden, auch mit Menschen, die einem unsympathisch sind, oder mit politischen Gegnern, manchmal sogar mit verkappten Feinden zu diskutieren. Vor dem Entscheiden kommt das Verstehenwollen, das Infragestellen eigener Klischees und Gewohnheiten, das Abwägen gegensätzlicher Auffassungen. Das kann durchaus zu neuen Kompromissen führen, auf alle Fälle zu einer begründeten Positionierung.

Doch Menschen, die unter dem Schild der guten Moral und des überheblichen Bewusstseins, etwas für die Zukunft der Menschheit zu leisten, sich totalitären Systemen und ihren Methoden zur Verfügung stellen, sind es der kurzen, wertvollen Lebenszeit nicht wert, sich mit ihnen einzulassen, bevor sie sich nicht selber ihren Irrtum eingestanden haben. Jeder kennt den von Fallersleben zugeschriebenen Spruch „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!“ Zu die-sen Lumpen gehören auch die Rilotius-Decker-Journalisten, die massenhaft herangezüchtet wurden, nachdem Matthias Walden, Heimo Schwilk, Günter Zehm, Ulrich Schacht und andere hervorrag-ende Journalisten mit Charakter, Talent und Scharfsinn das Feld verlassen hatten. Sie konnten Wesentliches durchschauen und wussten noch, welche Gefahren von der Verharmlosung des Marxismus-Leninismus und den verschiedenen Sozialismus/Kommunismus-Varianten ausgingen. Mit ihnen verband mich auch eine persönliche Freundschaft.

Matthias Walden (1927-1984, eigentlich Otto Baron von Saß) floh als junger Redakteur 1950 aus Dresden in den Westen nachdem er als Gerichtsreporter mitbekam, wie brutal gegen Oppositionelle in der SBZ/“DDR“ vorgegangen wurde und wie ihn schließlich selber FDJ-Kampfgruppen bedrohten. Sein Lebensziel war die Wiedervereinigung Deutschlands, die er selber nicht mehr erlebte. Ab 1980 war er Mitherausgeber der „Welt“ und war als Nachfolger in der Konzernleitung Springers vorgesehen, doch er starb noch ein Jahr vor Springer.

Günter Zehm (*1933) war Lieblingsschüler des Utopie-Philosophen Ernst Bloch in Leipzig, saß dann drei Jahre in Zuchthäusern, folgte Bloch in den Westen und wurde nach seiner Promotion zu Sartre Feuilleton-Redakteur der „Welt“ und stieg bis zum stellvertretenden Chefredakteur auf. Nach dem Zusammenbruch der „DDR“ wurde er Honorarprofessor in Jena und schrieb viele Philosophiebücher und „Pankraz“-Kolumnen.

Ulrich Schacht (1951-2018) wurde sogar im Frauenzuchthaus Hoheneck geboren. Sein Vater war ein sowjetischer Offizier. Schacht wurde selber wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren verurteilt, kam 1976 als Freigekaufter in den Westen und wurde Feuilleton-Redakteur und Chefreporter für Kultur der Zeitungen „Die Welt“ und „Welt am Sonntag“; trat auch als erfolgreicher Dichter und Schriftsteller hervor.

Heimo Schwilk (*1952) ist ein waschechter Schwabe und war bis Oktober 2015 Leitender Redakteur der „Welt am Sonntag“. Er lebt heute bei Berlin und schreibt Biografien. 2014 wurde ihm in Treviso/Italien der Premio Comisso für die beste Biografie verliehen. 2019 unterzeichnete er einen Aufruf zur Unterstützung der AfD.

Alle hier Aufgezählten Journalisten und Autoren wurden von den ach so fortschrittlichen Linken im Westen diffamiert und zum Teil auch bedroht, jedoch vergebens. Selbst die ehemalige Kommunistin und Bundestagsabgeordnete der Linken, Christine Ostrowski, hat ihre rosarote Brille abgelegt und ruft in tiefster Verzweiflung dazu auf, die AfD zu wählen.

Kommunisten, die während der Nazi-Zeit im Moskauer Hotel „Lux“ Quartier nahmen, mussten ihre Genossen, Freunde und Verwandten denunzieren, um selber überleben zu können – völlig im Gegensatz zu den christlich geprägten Widerständlern der Weißen Rose in München. Solche vom Marxismus geprägten Denunzianten durften dann im Auftrag des Massenmörders Stalin die sowjetische Besatzungszone regieren, die sich dann dummfrech Deutsche Demokratische Republik nannte, wo kein Begriff der Wahrheit entsprach. Der Ex-Kommunist Prof. Hermann Weber fasste es exakt zusammen: „Mehr als sechzig Prozent der KPD-Funktionäre, die vor dem Zugriff der Gestapo in die Sowjetunion geflüchtet waren, sind von Stalins Schergen ermordet worden oder im Gulag umgekommen. Von den Mitgliedern des Politbüros der KPD hat Stalin mehr ermorden lassen als Hitler (…) Fünf Namen stehen auf dem Blutkonto der Gestapo, sieben auf dem des Tscheka-Nachfolgers GPU. Von den Familienangehörigen der Ermordeten sind mindestens 31 in der Sowjetunion gewaltsam umgekommen.“

Nur die Springer-Zeitungen setzten im Westen noch dieses stalinistische Gebilde „DDR“ wenigstens in Anführungszeichen, während die SPD sich soweit von ihrem ersten und mutigen SPD-Vor-sitzenden nach dem Krieg, Kurt Schumacher, entfernt hatte, dass sie diese „DDR“ 1987 in ihrem SPD-SED-Papier gar auf Augenhöhe mit der Demokratie zu heben versuchte und Honecker für ei-nen ehrenwerten Mann hielt. Diese Diktatur bestimmte sogar die Politik der Bundesrepublik – mehr als es sich heute viele vorstellen möchten.

1972 wäre der CDU-Politiker Rainer Barzel beinahe Bundeskanzler geworden, nachdem Brandts SPD-FDP-Koalition Abgeordnete an die CDU/CSU-Fraktion verloren hatte. Beim entscheidenden Misstrauensvotum fehlten ihm plötzlich zwei Stimmen. Später kam heraus, dass zwei Abgeordnete von der Stasi bestochen worden waren. So blieb der von der SED bevorzugte Willy Brandt an der Macht, der den Zustrom von Jungmarxisten in die SPD zuließ. Auch der Bundespräsident Lübke wurde durch Stasi-Fälschungen zum Rücktritt veranlasst. Oder denken wir an den Ehrenpräsidenten der FDP, William Born, dessen Antrittsrede im neugewählten Deutschen Bundestag direkt aus der Feder des stellvertretenden Stasi-Ministers Markus Wolf stammte! Und wer erinnert sich noch an den „Krefelder Appell“, mitinitiiert von dem mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichneten General Gert Bastian, der dann auch mit anderen Generälen die Vereinigung „Generäle für den Frieden“ begründete? Auch dieses Projekt wurde von der Stasi angeregt und mitfinanziert. Dieser Verräter im Generalsrang, der sich 1992 und seine Lebensgefährtin Petra Kelly erschoss, war von 1983 bis 1987 grünes Mitglied des Bundestages. Man stelle sich nur solch eine Gestalt in der heute einzigen Oppositionspartei vor…

Diejenigen, die diese rotfaschistische Diktatur bekämpften oder ihr wenigstens zu entfliehen suchten, fanden im Westen zunehmend weniger Gehör. Bundestagspräsident Schäuble ehrte 2018 den Mut derjenigen, die Widerstand geleistet haben. Doch er meinte lediglich diejenigen, die das NS-Regime bekämpften, nicht diejenigen, die sich in der 2. deutschen Diktatur das ebenfalls erlaubten. Der Aufarbeitungssenior Friedrich-Wilhelm Schlomann schrieb dazu in der Zeitschrift „der stachel-draht“: „Jedes Volk der Erde würde jene Patrioten ehren, die voller Idealismus ihr Leben einsetzten, doch in Deutschland werden sie faktisch totgeschwiegen. Ein recht stolzer Teil des Lebens in der DDR bleibt ungeschrieben zurück – eine Verzerrung und damit letztlich Verfälschung der DDR-Geschichte!“

Doch für jene Gender- und Klima-Infantilisten, um die harmloseste Bezeichnung zu wählen, bürgt schon das Reizwort „Patrioten“ dafür, dass es sich hier nur um Nazis handeln kann. Auf diesem Niveau ist Deutschland mittlerweile mit der Denke aller Altparteien gelandet. Eine schweizer Zeitung resümierte deutlich: „Eine Schande für Deutschland.“

Meine Vorbilder sehe ich nach meiner Abkehr vom Marxismus vor allem in den Ordoliberalen. Ihre Position verkörpert die „zivilisierte Marktwirtschaft“ gegenüber dem Neoliberalismus als einer Position der „totalen Marktwirtschaft“. Funktioniert die „soziale Marktwirtschaft“ – dieser Begriff setzte sich schließlich durch – dann bedarf es kaum noch einer Sozialpolitik, die heutzutage aber völlig im Vordergrund steht und vor allem Bequemlichkeit, ja sogar Faulheit und Betrug fördert auf Kosten derer, die als Steuerzahler immer mehr geschröpft werden. Da selbst die Banken von Politikern und verbeamteten Bürokraten bevormundet werden, also die marktwirtschaftlichen Grundsätze ausgeschaltet worden sind, ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann diese Planwirtschaft jämmerlich zusammenbricht.

In der SED-Diktatur wurde der Begriff „Sozialpolitik“ erst in den 1960er Jahren eingeführt – zuvor hieß es, dass der Begriff überflüssig sei, da ja in der „DDR“ ohnehin der Sozialismus als Vorstufe des Kommunismus aufgebaut werde, wo bald das Geld neben der bürgerlichen Arbeitsteilung abgeschafft würde und der Staat, den nach Lenin auch jede Köchin leiten könne, ohnehin absterben wird. An diesen Schwachsinn können eigentlich nur noch Gehirnamputierte glauben. Denkbar wäre hingegen, dass wir künftig bald von Robotern regiert werden, die als unbestechlich programmiert oder als solche gehalten werden könnten. Doch eins sollten wir schon jetzt wissen: Es gibt keine absolute Lösung unserer menschlichen Probleme im irdischen Leben. Etwa auf dem Mars?

Das erfolgreiche Modell des deutschen „Wirtschaftswunders“ scheint heute kaum noch Anhänger zu haben, denn die ordoliberale Wirtschafts- und Rechtswissenschaft ist gewissermaßen durch verdünnte sozialistische Theorien und entsprechende Experimente verdrängt worden. Erst vor dem Hintergrund der anschwellenden Finanzkrise ab 2007 würdigten solche unterschiedlichen Autoren wie Hans-Werner Sinn oder später sogar die linke Ikone Sahra Wagenknecht die Aktualität des Ordoliberalismus, zu dem sie sich promovieren ließ. Für beide war es einsehbar, dass mit der auf eine äußerst lockere Geldpolitik ausgerichteten Krisenpolitik gegen wesentliche ordnungspolitische Grundprinzipien verstoßen wurde, die den Rückgang der Produktivitätsgewinne, wachsende Ungleichheit und damit auch eine zunehmende politische Polarisierung hervorrufen mussten.

Wie das ausgeht, lässt sich nicht genau voraussagen, denn selbst eine politische Wende brächte keinen schnellen Erfolg, weil erst einmal das verwahrloste, weil linksutopisch orientierte Bildungssystem reformiert werden müsste. Sind neue Fachkräfte herangewachsen, kann der neue Kurs nur heißen: Freiheit statt Bevormundung! Entrümpelung der überbürokratisierten Verordnungs- und Gesetzesflut! Das alles bei strengster Einhaltung der Gesetze, bei Gewährung aller Freiheit der Meinungen, die nur im fairen Meinungsstreit der Wahrheit nahekommen. Alle Beamten, also Richter, Staatsanwälte, Offiziere, Professoren usw. haben unparteiische Staatsdiener zu sein, deshalb darf keiner von ihnen einer Partei angehören. Wer trotzdem ein politisches Amt anstrebt, darf nicht verbeamtet, sondern nur angestellt sein. Wer uns, also das Volk, regieren will und einen Eid leistet, dem deutschen Volk zu dienen, dürfte so ausgelastet sein, dass er jeder Nebentätigkeit zu entsagen hat. Jemand, der andere regieren will, hat sich zuvor in einem Berufsleben hervorheben müssen. Es kann nicht sein, dass uns Studienabbrecher, Schwätzer und Quacksalber regieren dürfen. Alle Abgeordneten dürfen nur durch direkte Wahlen, also nicht über irgendwelche Listen in die Parlamente kommen. Auch die Trennung zwischen Kirche und Staat hat endlich rigoros zu erfolgen. Ein vereintes Europa kann sinnvoll und human nur ein Europa der Vaterländer sein, keine abgekupferte EUdSSR.

Einer meiner verehrten Vorbilder neben Friedrich August von Hayek (1899-1992) ist Wilhelm Röpke (1899-1966), der als deutscher Sozialphilosoph und Ökonom zu den geistigen Vätern der erfolg-reichen „sozialen Marktwirtschaft“ zu rechnen ist. Er musste Deutschland sofort verlassen, als Hit-ler die Macht ergriff. Er lehrte dann in Istanbul und lernte dort die totalitäre Weltanschauung des Is-lam kennen, den er ebenso wie die roten und braunen Sozialismusformen konsequent ablehnte. Hier ein bezeichnendes Zitat von ihm: „Wenn der Liberalismus daher die Demokratie fordert, so nur un-ter der Voraussetzung, dass sie mit Begrenzungen und Sicherungen ausgestattet wird, die dafür sorgen, dass der Liberalismus nicht von der Demokratie verschlungen wird.“

Unsere modernen Möchtegern-Revolutionäre verachten zwar das Volk, verherrlichen jedoch noch heute die blutigsten Phasen der Französischen Revolution von 1789. Mit Robespierre glauben sie noch immer: „Terror ist nichts anderes als Gerechtigkeit, prompt, sicher und unbeugsam.“ Das Motiv des Terrors der Rechtsextremisten ist zumeist Rache, das der Linksextremisten bewusster Kampf für eine Utopie gegen das bestehende System und ihrer Verteidiger. Das lässt sich auch schön weichgespült ausdrücken, etwa so wie es Habeck versteht, der vorübergehende Politikstar der Grünen: „Wer uns will, weiß und will, dass sich damit Gravierendes ändert.“

Von ihrem hochverehrten Karl Marx, den der ehemalige Marxismus-Professor an der Humboldt-Universität Hermann von Berg nach gründlicher Überprüfung nur noch als Karl Murks zu bezeichnen wusste und den zuvor schon der Jurist und Politologe Konrad Löw in seine fragilen Einzelteile zerlegt hatte, gäbe es noch viele weitere martialische Sätze regelrechter Gewaltorgien hinzuzufügen. Doch das Lager der weltweit verbreiteten Marxisten hat viele Facetten und reicht von den RAF-Terroristen bis zu denen, die als Kulturmarxisten Marx kaum ausführlich im Original gelesen hatten, sondern mehr von Freud, Horkheimer, Adorno, H. Marcuse, Bloch, Habermas und jenen Studenten abstammen, die den theoretischen Marxismus in seinen widersprüchlichen Auslegungen in die Praxis umsetzen wollten: Dutschke, Cohn-Bendit, Teufel, Krahl, Fischer, Trittin, die sich alle klar und deutlich gegen die parlamentarische Demokratie ausgesprochen haben. Mit ihrem „Marsch durch die Institutionen“ haben sie sich nicht nur bis an die Regierungsspitzen durchgeboxt, denn sie beherrschen mittlerweile auch die Gerichte, die meisten Ministerien, fast alle Schultypen und Kirchen, die Kult- und Kulturstätten ohnehin, und jetzt sogar den Verfassungsschutz. Das bürgerliche Lager war durch Schuldkomplexe wegen des Nazi-Regimes geschwächt. So gelangten kindsköpfige Utopisten und verbissene Gutmenschen an fast alle Schalthebel der Gesellschaft.

Die gegenwärtigen Krypto-Marxisten in der Melonenpartei haben sich grün getarnt, also außen grün, innen rot mit braunen Kernen. Ihre Vertreter sprechen es zum Glück noch deutlich genug aus, was sie wirklich wollen:

„Die Leute werden endlich Abschied nehmen von der Illusion, Deutschland gehöre den Deutschen.“ (Cigdem Akkaya).

„Deutschland muss außen eingehegt und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.“ („Joschka“ Fischer)

„Es geht um Recht oder Unrecht in der Einwanderungsdebatte, uns geht es zuerst um die Zurückdrängung des deutschen Bevölkerungsanteils in diesem Land. (Jürgen Trittin)

„Ich wollte, dass Frankreich bis zur Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt.“ (Sieglinde Frieß)

„Es ist gut, dass wir Deutsche bald in der Minderheit sind.“ (Stefanie von Berg)

„Wir, die Grünen, müssen dafür sorgen, so viel Ausländer wie möglich nach Deutschland zu holen. Wenn sie in Deutschland sind, müssen wir für ihr Wahlrecht kämpfen. Wenn wir das erreicht haben, werden wir den Stimmenanteil haben, den wir brauchen, um diese Republik zu verändern.“ (Daniel Cohn-Bendit)

„Integration fängt damit an, dass Sie als Deutscher mal türkisch lernen.“ (Renate Künast)

„Natürlich gehört der Islam zu Deutschland, und natürlich gehören die Muslime zu Deutsch- land. Und ich finde, darüber können wir ganz schön froh sein. Es wäre sehr langweilig, wenn wir nur mit uns zu tun hätten.“ (Katrin Göring-Eckardt)

„Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht.“ (Robert Habeck)

Wie kann solches Denken und Wollen noch mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Einklang gehalten werden, Herr Präsident Haldenwang? Doch wer sich die Deutungshoheit erobert hat, hat immer recht. Das ist ebenfalls eine fundamentalistisch-religiöse Anmaßung, die jedoch schon einige Paradigmenwechsel überdauern konnte. Das östliche Imperium mit der Hauptstadt Moskau hatte schon ihre atomar bestückten SS-20-Raketen auf Deutschland gerichtet, doch das ängstigte unsere fortschrittlichen Friedensfreunde keinesfalls. Sah etwa nur SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt das „Gleichgewicht des Schreckens“ ins Wanken geraten, als er mit dem NATO-Doppelbeschluss seine Karriere beenden musste? Die größten Massendemonstrationen in der Geschichte der Bundesrepublik begannen zu Beginn der 80er Jahre. Die ach so friedliche „DDR“-Regierung hatte unter der einzigen Ministerin – Erichs Ehefrau Margot Honecker – bereits schon 1978 den Wehrkundeunterricht für Schulkinder eingeführt. Vier Jahre darauf verabschiedete die „Volkskammer der DDR“ ein Gesetz, das die Einbeziehung von Frauen in die allgemeine Wehr-pflicht vorsah. Jetzt setzte endlich Protest ein. Mutige Frauen wie Bärbel Bohley, Katja Havemann, Almut Ilsen, Irena Kukutz, Ulrike Poppe, Bettina Rathenow und Karin Teichert formulierten eine Eingabe und schickten diese, unterschrieben von ca. 130 weiteren Frauen, im Oktober 1982 an Partei- und Staatschef Honecker.

Doch im Westen galt die USA unter den fortschrittlichen Feministinnen als Kriegstreiber, die öst-lich-sozialistische Seite kam viel besser weg. Dort regierten doch die Antifaschisten, während der amerikanische Präsident Ronald Reagan gehasst wurde von den intellektuellen Friedensfreunden und Israelfeinden, die bald massenhaft mit Palästinenser-Tüchern herumliefen. Die SED-Bonzen lachten sich ins Fäustchen. Ihre Propaganda von der Sicherung des Weltfriedens fruchtete, obwohl sie regelrechte Kriegsvorbereitungen trafen. „Auch die Methoden“, so Schlomann, „waren ja hemmungslos: Menschenraub, Auftragsmord, Terrorismus und Attentate inbegriffen. Auch die westlichen Dienste waren anfangs aggressiv, aber die Stasi verhielt sich unabhängig von ihrem Gegner aggressiv. Das Aggressionspotential der Stasi orientierte sich nicht am Gegner oder der Lage. Die Stasi folgte stets nur rücksichtslos der eigenen Ideologie.“ Dem ist noch hinzuzufügen, dass die Stasi nur „Schild und Schwert“ der moskauhörigen SED-Führung war, also keiner eigenen Stasi-Ideologie folgte, sondern der allgemein im ganzen Ostblock vorgegebenen, die sich eindeutig auf die aggressive Ideologie Marxismus-Leninismus bezog.

Eigenartiger Weise sind jene Westler, die sich einst dem Sozialismus im Osten zuneigten, ohne dort leben zu wollen, wieder dieselben, die sich heute mit ihren Jüngern dem real existierenden Islam zuneigen, ohne ihn zu praktizieren oder in eins der arabischen Länder übersiedeln zu wollen. Eine Ausnahme bildete lediglich der Schriftsteller Paul-Gerhard Hübsch (1946-2011), der als ehemals linker Revoluzzer, Mitglied der Kommune 1 und Drogenabhängiger mit fortbestehenden Wahrnehmungsstörungen zum Islam konvertierte und den Vornamen Hadayatullah annahm. Was leider den Verdacht nährte, dass es sich bei vielen dieser zu dieser mittelalterlichen Religionsideologie über-gelaufenen Europäern um nicht mehr ganz zurechnungsfähige Persönlichkeiten handeln könnte.

Welch ein Gegensatz dazu der damals von Linken und Moslems gehasste und spöttisch verlachte Schauspieler Ronald Reagan, der jedoch als erfolgreicher USA-Präsident vorausplanend wusste, was er tat, als er ein SDI-Programm installieren ließ, denn damit war die Sowjetunion, die wirtschaftlich schon an ihr Ende gelangt war, nicht mehr in der Lage mitzuhalten. Was half noch ihre Panzer-Überlegenheit gegenüber dem neuen System der Neutronenwaffen? Reagan wusste, dass er mit diesem Wettrüsten die gefährlichste Diktatur der damaligen Welt in die Knie zwingen konnte. Und? Der junge Gorbatschow, der nach dem Absterben zweier Altkader vorzeitig an die Macht kam, wollte zwar mit waghalsigen Reformen sein Imperium retten, verzichtete dabei auf Gewaltanwendung, doch es half alles nichts mehr. Das kommunistische Experiment auf Kosten seiner armen Einwohner wird nur noch in kleinen Ländern weitergeführt, während das riesige China noch ziemlich erfolgreich das Experiment wagt, eine kommunistische Diktatur mit kapitalistischer Produktionsweise versöhnen zu wollen. Rotiert Marx jetzt in seinem Londoner Grab? Oder lacht er sich nur seinen Größenwahn ab, wenn er erfährt, dass das langsam aber sicher ärmer werdende Deutschland neben den Milliardenzahlungen an die EU auch die drittgrößte Wirtschaftsweltmacht China noch immer mit über 600 Millionen Euro „Entwicklungshilfe“ jährlich unterstützt?

„Das Ende der Geschichte“, wie es sich Naivlinge mit dem amerikanischen Politikwissenschaftler Francis Fukuyama vor allem nach dem Fall der Berliner Mauer und des „Eisernen Vorhangs“ aus-malten, nun endlich in eine friedlich-paradiesische Welt ohne grundsätzliche Gegensätze hinein-wachsen zu können, wie sie in Hegels „Phänomenologie des Geistes“ schon als Setzung eines Endpunktes der Geschichte gedeutet werden konnte, entpuppt sich immer wieder nur als ein ständig wiederkehrendes Sehnsuchtsgespinst und reiht sich damit auch ein in die Träumerei von der „klassenlosen Gesellschaft“, also dem Paradies auf Erden. Oder sollte damit gar die US-amerikanische Staatswirklichkeit als Höhe- und als Endpunkt der Geschichte legitimiert werden?

Zugegeben, noch immer kommen, und das schon seit Jahrzehnten, die meisten soziokulturellen Impulse, selbst für die kulturmarxistischen USA-Hasser, aus den Vereinigten Staaten. Fast alle neuen Moden – woher kommen sie denn? Wer lief denn von den 68ern nicht hauptsächlich in Blue-Jeans herum? Wer las damals keinen Henry Miller, Vladimir Nabokov, Jerome D. Salinger,Charles Bukowski oder später noch die Erica Jong? Wer konnte den Einfluss der bildenden Kunst übersehen? Abstrakter Expressionismus, Action Painting, Land Art, Pop Art, Minimal Art oder Neo-Dada bezeichnen einige der avantgardistischen Kunstrichtungen der letzten fünf Jahrzehnte, die alle ihren Ursprung in den USA haben. Und Schauspieler? Da käme neben Charlie Chaplin eine lange Liste zusammen, ebenso bei den Musikern. Denken wir nur an „Satchmo“ und Ella Fitzgerald, an Elvis, Harry Belafonte, Charlie Parker, Frank Sinatra, Leonard Bernstein, George Gershwin, Glenn Miller, Benny Goodman, Ray Charles, Bessie Smith, Jimi Hendrix, Johnny Cash, Frank Zappa, Janis Joplin, Tina Turner, Michael Jackson bis hin zu Leonard Cohen, Joan Beaz, Bob Dylan oder Lady Gaga.

Was haben die sozialistischen Staaten hervorgebracht? Fast nur Künstler oder Wissenschaftler, die irgendwann gegen das Regime aufbegehrten wie der Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow, die in KZ-Lagern landeten wie die späteren Literatur-Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn und Joseph Brodsky, die gar dort verreckten wie Ossip Mandelstam oder gleich wie Nikolai Gumiljow erschossen wurden. Dann die Unzählbaren, die aus ihrer Heimat flüchteten oder herausgedrängt wurden wie Iwan Bunin, Marc Chagall, Wassily Kandinsky, Milan Kundera, Kasimir Malewitsch, Vladimir Maximow, Czesław Miłosz, Marina Zwetajewa oder die deutschen Künstler Georg Baselitz, Horst Bienek, Wolf Biermann, Jürgen Fuchs, Wolfgang Hilbig, Walter Kempowski, Freya Klier, Rainer Kunze, Stephan Krawczyk, Manfred Krug, Erich Loest, Armin Müller-Stahl, A. R. Penck, Gerhard Richter oder wie viele Hunderte auch, die noch aufzuzählen wären. Darunter auch viele unbekanntere Künstler und Wissenschaftler, die aus den Gefängnissen der „DDR“ wie Sklaven in den Westen verkauft wurden. Aus der SBZ und „DDR“ verließen allein über 650 bildende Künstler das Regime. Und das alles nach den furchtbaren Erfahrungen im Nationalsozialismus!

Die Geschichte der Verleihung von Nobelpreisen weist nach, dass nur ganz wenige Preise davon in die Ostblockstaaten gingen, nicht weil die Leute dort dümmer waren, sondern weil jede Weltverbes-serungs-Diktatur die Freiheit rigoros einschränkt und damit auch die Kreativität blockiert. Unser Land segelt mit Volldampf in diese Richtung. Ich hoffe sehr, das falsch zu sehen…

Wünsche, Gedanken, Hoffnungen, Erwartungen – alles gut und menschlich, aber realistisch? Der Mensch denkt, doch Gott lenkt. Die Welt ist kein bisschen friedlicher geworden. Wie auch, wenn der Mensch immer unvollkommen bleiben wird, selbst wenn Mediziner und Techniker neuerdings glauben, den vollkommenen und ewig lebenden Menschen programmieren und per 3D-Drucker erzeugen zu können. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.

Der marxistische Totalitarismus von der Gleichheit ist in vielen Köpfen von Wohlstandskindern noch immer nicht verschwunden, im Gegenteil, er schwillt an wie ein Krebsgeschwür, da taucht schon ein neuer alter Totalitarismus unter dem Mantel einer friedlichen Religion wieder auf, denn der Islam birgt trotz seiner verschiedenen Varianten eine kriegerische Unterwerfungsideologie, die ja jeder selber aus dem Koran herauslesen kann. Auch hier gilt das Diktum: alle Menschen haben Allah anzuerkennen. Im Koran gibt es einfach viel zu viele Passagen, die vor allem die Religionsfreiheit anderer Glaubensrichtungen nicht nur einschränken, sondern regelrecht bekämpfen und zum Heiligen Krieg, also zur Gewalt aufrufen. Das alles steht im schroffen Gegensatz zu abendländischen Traditionen, zur Aufklärung und dem, was wir unter Bildung, Rechtsstaatlichkeit und Humanität verstehen. Der Koran ist eine kaum verschleierte Kriegspropaganda gegen die übrige Menschheit, also eine immer sich stärker ausbreitende Gefahr, die freilich auch die sanfte Art der Verbreitung kennt und nutzt, wie es ebenfalls im Koran steht. Am schlimmsten ist es jedoch, dass Islamwissenschaftler wie leitende Kirchenvertreter des Christentums den Islam fast noch mehr verharmlosen als die Moslems selber. Wenn man seine Feinde schon lieben will, dann sollte man sie zuvor wenigstens kennen und durchschauen.

Schon Goethe wusste: „Glauben und Unglauben teilen sich in ein Oberes und Unteres; Himmel und Hölle sind den Bekennern und Leugnern zugedacht. Nähere Bestimmung des Gebotenen und Verbotenen, fabelhafte Geschichten jüdischer und christlicher Religion, Amplifikationen aller Art, grenzenlose Tautologien und Wiederholungen bilden den Körper dieses heiligen Buches, das uns, sooft wir auch darangehen, immer von neuem anwidert, dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt.“ Die letzte Schlussfolgerung kann ich freilich nicht teilen, denn jeder die persönliche Freiheit beschränkenden Ideologie widersetze ich mich, koste es, was es wolle. Denn: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“ (GAL 5,1)

Doch in einer dekadenten Willkürherrschaft ohne Ehrfurcht vor dem Schöpfer des Universums, die durch Merkels ewiges Hin- und Hergesülze zur Höchstform aufstieg, nützen auch die besten Grund-gesetze kaum noch etwas. Denn die zur Zeit staatlich sanktionierte „Denunziation ‚rechtsradikal‘ zu sein“, so der jüdische Schriftsteller Chaim Noll, „kann einen Alt-Linken treffen, ein Jude kann beschuldigt werden, sich mit Nazis einzulassen, eine lesbische Aktivistin kann in Verdacht geraten, die strikten Gebote der ‚Gender Equality‘ zu missachten, ein Energiesparender Öko-Freak, der gegen Schuleschwänzen ist, nicht entschlossen genug ‚gegen den Klimawandel‘ zu kämpfen. Die Vorwände können nichtig sein, entscheidend ist der Wille, die Abweichung zu bestrafen. Das Ende dieses Weges ist bekannt, er führt in die von Orwell beschriebene Gesellschaft des Schweigens, der Selbstunterdrückung und allgemeinen Angst.“

Mal ehrlich: Ist das etwa schon die wahrhafte Auflösung des Widerstreites zwischen dem Menschen mit der Natur und mit dem Menschen, also die wahre Auflösung des Streits zwischen Existenz und Wesen, zwischen Vergegenständlichung und Selbstbestätigung, zwischen Freiheit und Notwendigkeit, zwischen Individuum und Gattung? Ist das etwa das marxsche aufgelöste Rätsel der Geschichte, was sich als dessen Lösung weiß? Ich weiß es definitiv nicht, aber die SED-Politikerin Gesine Lötzsch, die uns als Bundestagsabgeordnete regieren darf, scheint das als geschulte Leninistin auch nicht ganz genau zu wissen, wenn sie so herumeiert: „Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren, ob in der Opposition oder in der Regierung. Auf jeden Fall wird es nicht den einen Weg geben, sondern sehr viele unterschiedliche Wege, die zum Ziel führen. (…) Wir müssen lernen, Sackgassen zu verlassen und sie nicht ambitioniert als Wege zum Kommunismus zu preisen. Egal, welcher Pfad zum Kommunismus führt, alle sind sich einig, dass es ein sehr langer und steiniger sein wird.“

Obwohl ich nach Meinung „meiner“ Stasi-Offiziere, die sich mit mir beschäftigten, stets, wenn sich Wege kreuzten, den unbequemen Weg bevorzugt hätte, bekenne ich mich selbstverständlich auch heute ganz deutlich gegen dieses Wir solcher ungenießbaren Genossinnen und kann tatsächlich noch befreit lachen, nachdem ich den steinigen Kellergewölben des Zuchthauses Cottbus und ihren Erziehern entronnen bin, und das dank des solidarischen Einsatzes wirklicher Mitmenschen. Lachen, auch wenn es zum Weinen ist? Da tröste ich mich gern mit dem Dichter Joseph von Ei-chendorf: „Denn eine Zeit wird kommen, da macht der Herr ein End’/ Da wird den Falschen genommen ihr unrechtes Regiment.“

Wie lange dürfen wir, die wir die gegenwärtige Politik der gewählten Volksver… für unerträglich halten, noch warten und hoffen? Ich fühle mich nicht vertreten, sondern getreten! Was ist das für eine demokratische Politik, die es zulässt, dass diejenigen, die sich nicht mit im regierungskonformen Mainstream treiben lassen, moralisch sanktioniert werden und gar, wie es der „Spiegel“-Redakteur von Hammerstein versuchte, als psychisch Kranke hinzustellen? Oder – noch schlimmer – von journalistischen Lügnern und Fälschern wie Markus Decker, der sich den Beinamen Relotius verdient hat, wirtschaftlich ruiniert werden dürfen? Solche Informanten werden zwar hauptsächlich von mutigen Sachsen als Vertreter der „Lügenpresse“ durchschaut, doch die mit tausenden Infos täglich überlasteten Massen des Volkes, ziehen es zumeist vor, solange sie nicht selber betroffen sind, „behaglich in der Majorität des Irrtums zu leben“, wie es in seiner Zeit schon Goethe beobachten konnte. Muss ich damit aber auch jene entschuldigen, die uns regieren wollen?

Bundestagsabgeordnete aller Parteien haben es in 30 Jahren noch nicht einmal geschafft, den von den sowjetischen oder deutschen Stalinisten enteigneten Bauern ihre Felder, den rechtmäßigen Besitzern von Grund und Boden ihr Eigentum zurück zu geben. Dabei fordern die betroffenen Vertreter in der Aktionsgemeinschaft Recht und Eigentum (ARE) mit Graf von Schwerin nicht das zurück, was später Unwissende in gutem Glauben gekauft haben, sondern nur das, was der bundesdeutsche Rechtsstaat sich gewissermaßen als Hehler unter den Nagel gerissen hat: zigtausende Quadratkilometer und verfallende Gebäude! In der roten Stadt Göttingen gibt es sogar einen Verein, der sich „Göttinger Kreis – Studenten für den Rechtsstaat e.V.“nennt. Deren Mitglieder fordern Wiedergutmachung für Vertreibungen und Enteignungen, auch von Großgrundbesitzern, Agrariern und Industriellen infolge der sozialistischen Boden- und Industriereform in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone (SBZ).

Anstatt seine einmalige Lebenszeit auf Erden mit der grotesken, weil in der Praxis total gescheiterten Marx-Ideologie zu vergeuden, sollten Schüler und Studenten vielmehr auf die durch die Erfahrung erfolgreich bestätigten Bücher von Friedrich August von Hayek, Wilhelm Röpke, Ludwig von Mises, Walter Eucken oder Alfred Müller-Armack hingewiesen werden. Sogar die ehemalige Ulbricht- und Stalin-Verehrerin Sarah Wagenknecht hat sie studiert und ist seitdem tatsächlich bedeutend klüger geworden, auch wenn sie in einem „Spiegel“-Interview meinte, der erfolgreiche Umsetzer der ordoliberalen Ideen, Ludwig Erhard, wäre heute, wenn er noch leben würde, in der SED-Nachfolgepartei. Das ist dann wieder zum Lachen. Aber Lachen soll ja gesund sein.

Was jeder begreifen sollte, nur Sahra noch nicht begriffen hat: Jeder Sozialismus mit einer zentralisierten Planwirtschaft funktioniert nicht nur nicht, sondern führt automatisch zu einer äußersten Beschneidung persönlicher Freiheiten, also zur Versklavung seiner Untertanen. Keine Variante des Sozialismus kommt mit einer Gesellschaft freier und individuell unterschiedlicher Menschen zu-recht. Weder ihre Berufswünsche, Arbeitsleistungen und Bedürfnisse sind vorausberechenbar, noch die Zukunft aller. Also muss die sozialistische Staatsobrigkeit den „neuen Menschen“ erziehen, den berechenbaren, abgerichteten Einheitsmenschen, wie er heute am deutlichsten in Nordkorea zu er-kennen ist. Das sollten jene studieren, die uns heute andauernd mit „sozialer Gleichheit“ in den Ohren liegen, aber die Gleichheit vor dem Gesetz gern hintenanstellen. Wer mir nicht glauben will, sollte wenigstens Aristoteles lesen, der schon wusste: „Die übelste Art der Ungerechtigkeit ist der Versuch, Ungleiches gleich zu machen.“

Walter Eucken, der Vordenker der sozialen Marktwirtschaft, brachte das Leitbild des Ordoliberalismus auf die Formel: „Staatliche Planung der Formen – ja; staatliche Planung und Lenkung des Wirtschaftsprozesses – nein.“ Hat der Ordoliberalismus ein Ziel? Ja, er möchte das Leistungsprinzip mit einer sozialen Einstellung und den Ordnungsauftrag mit dem Dezentralismus in ein Gleichgewicht bringen, also miteinander aussöhnen. Jeder Unternehmer (Kapitalist) muss selbstverständlich Gewinn (Profit) machen, muss sich gegen Konkurrenz behaupten, aber in welchem Ordnungsrahmen, das hat ein starker Staat mit unbestechlichen Staatsdienern zu bestimmen.

Und zum Schluss noch ein paar Worte zur sogenannten Gerechtigkeit. 2007, also 17 Jahre nach dem Mauerfall, bequemten sich die Volksvertreter im Bundestag den ehemaligen Stasi-Häftlingen eine knappe Sonderpension von zuerst 250 €, viele Jahre später auf 300 € aufgestockt, zukommen zu lassen, freilich nur, wenn sie 180 Tage eingesessen haben, rehabilitiert worden sind und ein allein-stehender Berechtigter nicht über 1.272,00 € verdient. Oder er ist Rentner ohne zusätzliches Ein-kommen, dann bekommt er heute die 300 € als „Opferrente“, wie es unter den Betroffenen genannt wird. Man musste gewissermaßen arm oder alt sein, um diese „Opferrente“ bekommen zu dürfen. Dazu sollte man jedoch wissen, um den Lebensabend einstiger „DDR“-Funktionäre zu finanzieren, die verantwortlich waren für das Leid ihrer Opfer, gibt der freiheitliche Rechtsstaat Milliarden aus, während die Entschädigungspensionen an die Opfer jährlich lediglich 48 Millionen Euro kosten.

„Die Täter werden belohnt, die Opfer benachteiligt“, kritisierte zurecht Hubertus Knabe, der durch bösartige Intrigen abgeschossene Direktor der Berliner Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen: „Wer sich angepasst hat, profitiert. Die Leidtragenden des Systems haben das Nachsehen.“ Dazu fehlen den Gutmenschen freilich die Einsichten und Rücksichten. NS-Opfern standen im Osten Deutschlands weitaus höhere und sogar vererbbare Pensionsgelder zu: Nämlich gut 700 Euro, also weit über das Doppelte, was Stasi-Opfer erhalten. Zu allem Überfluss werden die Renten für NS-Opfer unabhängig von der Bedürftigkeit gezahlt – also genau so, wie es sich Knabe auch für die Leidtragenden des „DDR“-Systems wünscht. Er warf den Politikern vor, SED- und NS-Opfer gegeneinander auszuspielen: „Für die Opfer ist es egal, durch welches System sie verfolgt wurden. Deswegen sollten sie auch bei den Entschädigungsregelungen gleich behandelt werden.“

Die Pensionen für „DDR“-Funktionäre kommen Staat und Steuerzahler indes immer teurer zu stehen: In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der Rentenbezieher kontinuierlich an, da immer mehr SED-Parteisekretäre, Ex-Spitzel, Knastwärter und Zuchthaus-Erzieher (wie sich die Offiziere dort nannten) in Pension gehen. Ein sächsischer Kommunist unter dem Decknamen Rolf Markert (eigentlich Helmut Thiemann) vom Jahrgang 1914 bekam bis zu seinem Tod 1995 noch fünf Jahre vom Klassenfeind seine fette Pension als Generalmajor ausgezahlt. Dieser Mann gehörte bis zum Untergang der „DDR“ der SED-Bezirksleitung Dresden an. Ab 1948 leitete er das Dezernat der politischen Polizei, bis er bald zum Leiter der Stasi-Bezirksverwaltung in Dresden aufstieg. 1964 durfte er geheimdienstlicher Berater in Sansibar spielen, bevor der 1975 mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold Geehrte 1981 in den Ruhestand ging. Das könnte man ihm ja gönnen, denn er war als Kommunist und Gegner der Nazis von 1938 bis zum bitteren Ende im KZ Buchenwald ein-gesperrt. Dort gehörte er jedoch der illegalen KPD-Leitung an und war als Pfleger im Krankenbau und zudem im kommunistischen Abwehrapparat tätig. Solche Häftlinge durften im KZ auch das Bordell besuchen. Seine Zusatzrente von bis zu 700 Mark bekam er als Verfolgter des Nazi-Regimes auch im Westen weitergezahlt.

Doch nach der Befreiung aus dem KZ gab er in einem internen Bericht zu: „Im Lager hatten wir eine Zeit lang circa tausend freiwillige Wlassow-Leute. Die russischen Genossen verlangten von uns die Beseitigung derselben. Wir konnten ungefähr 176 Mann vernichten.“ Um nicht im Dachauer Buchenwald-Prozess angeklagt werden zu können, wurde Thiemann als verstorben gemeldet, damit der Massenmörder als Rolf Markert mit einem anderen Geburtsdatum seine neue Karriere in der 2. deutschen Diktatur starten konnte.

Ich kenne ehemalige Häftlinge, die wegen „staatsfeindlicher Hetze“ eingesperrt waren, weil sie schlicht ihre Menschenrechte forderten und sich auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte oder die Helsinki-Schlussakte beriefen oder wegen politischer Witze einsaßen. Als Diktator Honecker und Bundeskanzler Schmidt in Helsinki 1975 entspannt nebeneinander saßen, liefen politische Häftlinge z. B. im Zuchthaus Cottbus oder im Frauenzuchthaus Hoheneck monatelang in kalten und feuchten Kellerzellen herum, bis sie posttraumatisch belastet an den Klassenfeind verkauft wurden. Manche davon hatten zuvor ihr Studium abbrechen müssen oder bekamen wie der Schriftsteller und Psychologe Jürgen Fuchs den bestandenen Abschluss verweigert – ebenfalls aus politischen Gründen. Da sie keinen akademischen Abschluss besaßen, wurden einige von ihnen auch im Westen insofern benachteiligt, dass die zumeist Traumatisierten geringere Löhne oder Honorare bekamen und kaum eine Chance auf ein stabiles Berufsleben haben.

Eins steht fest: diese Widerständler hatten unter den Volksvertretern der Altparteien wenig echte Freunde, nur bei Festreden wurden sie mal lobend erwähnt. Manche bekamen sogar das Bundes-verdienstkreuz angeheftet, aber nur, wenn sie nicht allzu kritisch das Versagen der politischen Kaste gegenüber den Opfern und Widerständlern der SED-Diktatur thematisierten. Unter den über 700 Bundestagsabgeordneten gibt es meines Wissens lediglich einen einzigen Abgeordneten aus Sachsen, der ein halbes Jahr wegen Wehrdienstverweigerung einsitzen musste: Arnold Vaatz. Doch was konnte er schon gegen die Masse der anderen Abgeordneten durchsetzen, die ständig mit grünen und roten Themen und zudem mit einer Unmenge von Verordnungen aus Brüssel überschüttet bzw. an der Nase herum geführt werden?

Etwas hatte die sozialistische Erziehung in den Zuchthäusern immerhin bei vielen Freigekauften bewirkt: Wir sind bescheiden und saudankbar gegenüber den Almosen, mit denen uns die Regierenden beschenken. Hauptsache, unseren Peinigern gegenüber wurde Großzügigkeit gezeigt!

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Über Siegmar Faust 37 Artikel
Siegmar Faust, geboren 1944, studierte Kunsterziehung und Geschichte in Leipzig. Seit Ende der 1980er Jahre ist Faust Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), heute als Kuratoriums-Mitglied. Von 1987 bis 1990 war er Chefredakteur der von der IGFM herausgegebenen Zeitschrift „DDR heute“ sowie Mitherausgeber der Zeitschrift des Brüsewitz-Zentrums, „Christen drüben“. Faust war zeitweise Geschäftsführer des Menschenrechtszentrums Cottbus e. V. und arbeitete dort auch als Besucherreferent, ebenso in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Er ist aus dem Vorstand des Menschenrechtszentrums ausgetreten und gehört nur noch der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik und der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft an.