Die Edition „Flammarion“ in Paris teilte mit, daß sie die Plagiatsvorwürfe gegen Bestsellerautor Michel Houellebecq nicht gelten lassen will. Wie aus der Metropole an der Seine zu hören war, verwendet Houellebecq in seinem neuen Roman „La carte et le territoire“ zwar Auszüge aus Internetseiten als literarisches Rohmaterial, doch könnte dabei von einem Plagiat nicht gesprochen werden, da der Autor die Vorlagen künstlerisch bearbeite. „Flammarion“ reagierte damit auf einen kritischen Artikel in der französischen Ausgabe des Online-Magazins „Slate“. Darin wurden Passagen aus dem Roman Houellebecqs und Auszüge aus bestimmten Artikeln der Internet-Enzyklopädie „Wikipedia“ über Künstler einander gegenübergestellt. Dabei waren auffällige wörtliche Parallelen zu erkennen. „La carte et le territoire“ erscheint am 8. September.
Michel Houellebecq und der Vorwurf des Plagiats
6. September 2010 Stefan Groß-Lobkowicz Allgemein, Feuilleton 0
Finanzen
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