Fehlverhalten von Banken und regulatorische Risiken

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Nachfolgend finden Sie eine kurze Zusammenfassung der neuen Studie der
Business School (ehemals Cass Business School) [1], City, University of
London.

DAS CENTRE FOR BANKING RESEARCH VERÖFFENTLICHT EINEN BERICHT ÜBER FEHLVERHALTEN VON BANKEN UND REGULATORISCHE RISIKEN

Das Centre for Banking Research (CBR [2]) an der Business School
(ehemals Cass) [1] der City, University of London, hat das CBR Conduct Costs Project ins Leben gerufen _, _das die Ursachen, das Ausmaß und
die Kosten von Fehlverhalten für 20 der weltweit führenden Banken
untersucht.

Die Leitung des Projekts, das 2012 an der LSE und ab 2014 bei der CCP
Research Foundation begann, wurde im vergangenen Jahr an die CBR
übertragen [3]. Das von der Euro-Mediterranean Economists Association
4 mitfinanzierte Projekt zielt darauf ab, die Transparenz der
Finanzaktivitäten zu fördern, die Höhe der Verhaltenskosten und des
Verhaltensrisikos als Analyseinstrument für Banken und ihre Stakeholder
zu bewerten.

Das Projekt bietet auch wertvolle Einblicke in die Kultur, das
Verhalten, die Kompetenz und die regulatorischen Risiken von Banken.

Auf der Grundlage von Daten, die zwischen Januar 2008 und Dezember 2018 bei 20 der weltweit größten Banken erhoben wurden, zeigt der neueste Bericht die Gesamtkosten des Fehlverhaltens von Banken für einzelne Banken, geografische Regionen und die gesamte Branche als Folge von Vergehen wie Fehlverkäufe, Geldwäsche und Marktmissbrauch auf.

Hier sind die wichtigsten Ergebnissen des jüngsten Berichts:

  • Insgesamt haben die 20 Banken während der Datenerhebungsperiode
    Verhaltenskosten in Höhe von über 377 Milliarden GBP bezahlt. Dies
    umfasst alles von Geldstrafen, Urteilen und Vergleichen gegen die Bank
    über Gewinnausschüttungen, Kosten für den Rückkauf von Wertpapieren
    zum Nennwert bis hin zu privaten Handlungen, die sich auf Fehlverhalten
    beziehen.
  • Auf die US-Banken entfielen 202,5 Milliarden GBP – etwa 55 Prozent –
    dieser Kosten. Britische Banken zahlten 86,09 Milliarden GBP, mehr als
    doppelt so viel wie Banken der Eurozone (41,31 Milliarden GBP) und
    Schweizer Banken (40,19 Milliarden).
  • Nahezu 60 Prozent des Gesamtbetrags von 377 Milliarden GBP entfielen
    auf regulatorisch gelenkte Rechtsbehelfe, wobei die Banken Ausgaben
    tätigen, um frühere Diskretionen zu beheben oder die Vorschriften
    besser einzuhalten.
  • Verhaltenskosten traten am häufigsten durch Verstöße gegen die
    Integrität des Unternehmens – ein Verhalten, das das Vertrauen in die
    Bank untergräbt – oder durch Versäumnisse im Unternehmensverhalten
    auf.

Professor Barbara Casu [5], Direktorin des Zentrums für Bankenforschung
und Professorin für Finanzen an der Business School (ehemals Cass) [1],
erklärte:

„Banken stehen an der Spitze der globalen Wirtschaft und Gesellschaft, daher ist es wichtig, dass sie sich positiv in ethischer und rechtlicher Hinsicht engagieren.

Das „Conduct Costs“-Projekt versucht, historische Daten zu nutzen, um Unzulänglichkeiten in der Branche aufzudecken, und bietet einen Rahmen für bewährte Verfahren im gesamten Bankensektor.

Unser Hauptaugenmerk wird in naher Zukunft auf den europäischen Banken liegen, und wir hoffen, dass dies als Blaupause dient, um den Banken zu helfen, Kosten zu senken, die Transparenz zu verbessern und das Vertrauen der Stakeholder zu stärken.“

Professor Rym Ayadi, Präsident der EMEA und Honorar-Gastprofessor an
der Business School (ehemals Cass), sagte:

„Der Bericht versucht, den Stakeholdern einen besseren Einblick in die Kultur, das Verhalten, die Kompetenz und das regulatorische Risiko einer Bank zu vermitteln.

Da wir vor einer weiteren Periode politischer und wirtschaftlicher Instabilität stehen, werden die Banken wieder verstärkt ins Rampenlicht rücken – wie bereits 2008. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der Sektor in Zeiten der Unsicherheit ein gewisses Maß an Compliance und das Vertrauen der Stakeholder aufrechterhält.

Das CBR Conduct Costs Project zeigt auf, wo Banken gegen die Vorschriften verstoßen, und kann auf diese Weise dazu beitragen, das Risiko – und die damit verbundenen Kosten – der Nichteinhaltung von Standards zu verringern.“

Erfahren Sie mehr über das CBR Conduct Costs Project [6]und laden Sie
eine Kopie des vollständigen Berichts herunter [7].

Links:
——
[1] https://www.cass.city.ac.uk/
[2] https://www.cass.city.ac.uk/faculties-and-research/centres/cbr
[3]
https://www.cass.city.ac.uk/news-and-events/news/2019/may/conduct-costs-project-transfers-to-cass-business-school
[4] https://euromed-economists.org/
[5]
https://www.cass.city.ac.uk/faculties-and-research/experts/barbara-casu
[6]
https://www.cass.city.ac.uk/faculties-and-research/centres/cbr/research/conduct-costs-project
[7] https://city.tfaforms.net/4723208


Ida JUNKER
international consultant

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