Gleichberechtigung ist wider die Natur

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Auf der Suche nach den tieferen Ursachen der dramatischen Fehlentwicklungen dieser Zeit hat sich bei mir eine Erkenntnis heraus gebildet, die mit der Unterschiedlichkeit der beiden Geschlechter zu tun hat. Deren Nichtbeachtung oder Ausschaltung führt zwangsläufig zu Fehlentwicklungen, weil wir eben in unserem Wesen vorgeprägte soziale Wesen sind und deshalb zwangsläufig die unterschiedlichen sozialen Eigenschaften von Mann und Frau das Zusammenleben der familiären oder Stammes-Gemeinschaften mitregulieren. Ergo: Eine gesetzliche Aufhebung der Unterschiedlichkeit der Geschlechter (Gleichberechtigung) ist wider die Natur und ist schädlich. So, die These.

Allein die Überschrift ist natürlich in heutigen Zeiten unmöglich. Sie stellt sich gegen das heilige Mantra der Gleichberechtigung, gegen die unwidersprochene, herrschende Meinung, gegen den inneren Frieden, den Mann und Frau nach Jahrhunderten der Auflehnung und des Kampfes gemacht haben. Die Gleichberechtigung ist heute das heilige Mantra gegen die Unterdrückung der Frau. Der Macho wurde endlich besiegt, das Wahlrecht wurde erkämpft, erst das aktive, dann das passive. Frauen erklimmen aus eigener Kraft Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft. Endgültig besiegt ist der Macho erst dann, wenn sich die Quote durchgesetzt hat, wenn Frauen und Männer in gleicher Zahl die entscheidenden Positionen besetzen.

Scheinbar eine Frage der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist: Gleichbehandlung, Gleichbehandlung ist gerecht. Wer will was dagegen sagen? Schließlich handelt es sich um ein Menschenrecht. Es steht in der Verfassung. Ein Dieb ist ein Dieb, egal ob weiblich oder männlich. Das Strafrecht kennt keinen Unterschied. Auch nicht beim Verkehrsdelikt oder beim Mietrecht. Sonderrechte genießen allenfalls junge Mütter oder Schwangere. Gerechtigkeit ist eine zivilisatorische Errungenschaft und selbstverständlich dürfen Frauen daran unterschiedslos teilhaben. Sonderrechte für Schwangere sind gerecht, weil Ungleiches ungleich behandelt werden muss. Das sagt der Rechtsstaat.

Doch, wie kommt es dennoch zu dieser Überschrift? Gleichberechtigung ist wider die Natur? Wieso das denn, wo wir doch weiterhin Gerechtigkeit walten lassen wollen?

Aber wir müssen Ungleiches auch ungleich behandeln, d. h. die Regeln müssen in ihrer Ausformung eben auch Ungleiches berücksichtigen! Wer im öffentlichen Raum Toiletten einrichtet, muss immer (mindestens) zwei anbieten, wobei jede selbstverständlich das jeweils andere Geschlecht ausschließt. Es gibt Bereiche, wo das nicht geht, weil eine Vermischung nicht zu verhindern ist, z. B. separate Verkehrssysteme (Straßen/Schienen) für die Geschlechter sind nicht machbar. Wären sie machbar, könnte es auch unterschiedliche Regeln geben, zum Beispiel hier: In den Einstellungsrichtlinien für Juristen in NRW ist die unterschiedliche Behandlung machbar. Die Durchschnittsnoten weiblicher Juristen in den staatlichen Examina sind viel besser als die der Männer. Wenn es nach den bindenden Einstellungsvorschrift ginge, also nur nach den Noten, würde in NRW kein Mann mehr Richter. Deshalb gibt es jetzt hier die Männer-Quote: 30 Prozent.

Wer Bonelli[1] gelesen hat, (und nicht nur er) weiß, „dass Frauen emotionaler sind“, dass sie über „viel mehr Empathie“ verfügen, bis hin zur „Selbstaufgabe“, dass sie nach „Gemeinsamkeit“ streben und „großen Wert auf Harmonie, Wohlwollen und Freundlichkeit“ legen. Man könnte jetzt natürlich den Mann dagegen stellen und abwägen. Aber darum geht es nicht. Die Frage ist doch, wieso ist das weibliche Geschlecht so in seinem Wesen so, wie es ist? Natürlich hängt es mit den häuslichen Aufgaben zusammen, das es seit Menschen Gedenken geprägt hat. Geht man davon aus, dass es schon immer so war, dass der Mann der Stärkere war, dass die Mann auf die Jagd und in den Krieg gezogen ist, dann kann man auch davon ausgehen, die „Brut“ und ihre Versorgung genau so lange die Kernaufgabe der Frau war. Und natürlich wurde sie von ihr geprägt.

Aber es gibt einen weiteren Aspekt, den Bonelli „vergessen“ hat, wenn er ihn überhaupt kannte. Er betrifft das Verhältnis der Stämme untereinander. Als man die Knochenfunde aus Gräbern verschiedener antiker Kulturen untersuchte, stellte man fest, dass das weibliche Erbgut häufig mit dem Erbgut der übrigen Stammesmitglieder nichts zu tun hatte. Die Archäologen nennen es das Phänomen der „fremden Frau“. Ein Grund mag gewesen sein, dass Frauen häufig als „Kriegsbeute“ mit nachhause genommen wurden. Es kann auch sein, dass einfacher Mangel an Frauen dazu verführte, sie aus anderen Stämmen zu rauben oder sie von Menschenhändlern zu kaufen. Schließlich war Frauensterblichkeit im vormedizinischen Zeitalter im Zuge der zahlreichen Geburten weit höher als heute, weshalb Frauenraub oder „exogame Heiraten“ nichts Ungewöhnliches waren. Die Beispiele aus der Antike sind bekannt: Der Rau der Sabinerinnen durch die Römer oder die entführte Helena und Europa.

Jede dieser „Transfers“ von Frauen in andere soziale Umstände, ja in andere Kulturen, erforderte zum einen eine hohe Anpassungsfähigkeit, aber nicht nur das. Denn normalerweise war die neue Kultur in keinster Weise bereit, sich zu ändern und schon gar nicht bereit, die „importierte“ Kultur anzunehmen. Die Anpassung war stets verbunden mit Selbstaufgabe, denn für die freiwillig oder zwangsweise „Importierten“ war ein Weiterleben (und Fortpflanzen) in der neuen Kultur ohne Selbstaufgabe der eigenen Kultur nicht möglich. Die Selbstaufgabe manifestierte sich äußerlich, indem man „großen Wert auf Harmonie, Wohlwollen und Freundlichkeit“ legte, siehe oben. Man legt sich mit der neuen Kultur nicht an, sondern begrüßte sie und verinnerlichte sie.

Und damit sind wir beim heutigen Phänomen der „Willkommenskultur“. Fremde Kulturen werden freudig begrüßt als „bunter“ Neuerwerb. Das moderne Stichwort „Toleranz“ überstrahlt das Verhalten der Welcome-Protagonisten, die nicht sehen, dass die eigene Kultur untergeht, wenn sich die Fremden nicht ihrer eigenen Kultur entledigen. Der Import fremder Kulturen führt über die Offenheit, die Toleranz, zwangsläufig zur Selbstaufgabe. Dass kulturelle Auffrischungen in verträglichen Portionen zu begrüßen sind, widerspricht dem nicht, denn so eine „Auffrischung“ ist mit einem Verschmelzen mit dem Eigenen ohne Verlust der eigenen Identität verbunden. 

Und damit sind wir beim Einfluss der weiblichen Offenheit („Harmonie, Wohlwollen und Freundlichkeit“) für fremde Kulturen bei der großen Politik. Das Ausschalten der männlichen Abwehrhaltung oder auch Unterdrückung importierter Kulturen geschah durch die Durchsetzung der Gleichberechtigung, d. h. die natürlichen Abwehrkräfte der Familie, des Stammes, des Landes, wurden mit der Gleichberechtigung per Gesetz außer Kraft gesetzt. Das weibliche „bunt“, also Selbstaufgabe wurde zum Programm. Wenn man dann primitive außereuropäische Kulturen importiert, ist der Untergang vorprogrammiert. Und auf diesem Weg sind wir.


[1]Raphael M. Bonelli: „Manner brauchen Frauen (und umgekehrt)“, 2. Aufl. 2018, S. 293 ff

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