„Ich werde da sein, wenn du stirbst“

Marie-Sophie Lobkowicz, Ich werde da sein, wenn du stirbst, Eine Liebesgeschichte, Pattloch Verlag, München 2008, ISBN 978-3-629-02174-8

In ihrem Buch „Ich werde da sein, wenn du stirbst, Eine Liebesgeschichte“ erzählt die junge Autorin ein kurze, aber wunderbare authentische Liebesgeschichte, die überschattet ist von der tödlichen Krankheit des von ihr geliebten Mannes. Sie spielt in Wien, eingebettet in das unbeschwerte Leben der damaligen Studentin. Auf einer kleinen Feier in der Wohngemeinschaft ihres Bruders lernt Isi den 29 jährigen Conte kennen, der zu einer Krebstherapie aus Deutschland nach Österreich gekommen ist. Zu diesem Zeitpunkt besteht schon keinerlei Aussicht mehr auf Heilung und obwohl Isi das weiß, verliebt sie sich ihn den charmanten jungen Deutschen. Doch beide haben Angst, sich ihre Gefühle einzugestehen. Er weiß, dass er sterben wird, und möchte die junge Frau nicht an eine Liebe binden, die ohne Zukunft ist. Doch ihr wird klar: Ihre Liebe ist stärker; sie muss gelebt werden, unabhängig davon, wohin sie führen und was ihr Preis sein wird. Von Anfang an steht das Leiden von Conte im Mittelpunkt der Beziehung: Schmerzen, eine spezielle Diät, um die schleichende Vergiftung des Körpers, hervorgerufen durch den Krebs in der Leber, aufzuhalten, Medikamente, ein ominöse Therapie tief unter der Erde sind ständiger Begleiter. Doch die Liebe der beiden wird stärker und schließlich verspricht sie ihm: „Ich werde da sein, wenn du stirbst!“ Und dann beginnt für beide ein ebenso süßes wie bitteres Miteinander – bis die Stunde des Abschieds gekommen ist.
Das Erinnerungsbuch von Marie-Sophie Lobkowicz, die ihren geliebten Freund bis zuletzt begleitet und ihn schließlich in die Hände Gottes gibt, ist eine eindrucksvolle Parabel von der Kraft der Liebe. Diese Liebesgeschichte ist keine große, schmalzige Literatur, im Gegenteil, sie beschreibt die schönen Momente und die des Kummers und der Angst aus einer natürlichen Selbstverständlichkeit, dass zwei Menschen füreinander da sind.
Das schlicht geschriebene 'Erinnerungsbuch' im Stil eines Tagebuches besticht durch seine Ehrlichkeit, eine Ehrlichkeit, die nicht nur eine beeindruckende Liebesgeschichte im Angesicht des Todes beschreibt, sondern auch vom festen Glauben und Gottvertrauen handelt, aus denen Isi und Conte immer wieder Hoffnung schöpfen. In ihren Gebeten findet die junge Studentin, die notwendige Kraft, das alltägliche Leid zu verkraften. Und sie ermöglichen auch eine Art Akzeptanz des unsäglichen Schmerzes, einen geliebten Menschen zu verlieren. Auf wunderbare Weise schildert sie die selbstlose Hilfsbereitschaft ihrer Familie und ihrer Freunde. Diese stehen beiden auch bei ihrem letzten gemeinsamen Weg bei, als Conte in den Armen von Isi stirbt.
Marie-Sophie Anna Kaspara Prinzessin Lobkowicz, wie ihr hergebrachter Adelsname lautet, entstammt einer traditionsreichen süddeutsch-böhmischen Familie. Nach ihrem Studium der Geschichte in Salzburg und Wien ist „Ich werde da sein, wenn du stirbst, Eine Liebesgeschichte“ ihr erstes Buch.

"Ich werde da sein, wenn du stirbst"

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