Schillers „Malteser“-Fragment und zwei Wieland-Autographen für das Goethe- und Schiller-Archiv erworben | Freundesgesellschaft macht Erwerbung möglich

denkmal schiller deutschland skulptur kunst, Quelle: Praglady, Pixabay License Freie kommerzielle Nutzung Kein Bildnachweis nötig

Das Goethe- und Schiller-Archiv der Klassik Stiftung Weimar freut sich über den Erwerb dreier bedeutender Handschriften von Friedrich Schiller (1759–1805) und Christoph Martin Wieland (1733–1813). Möglich gemacht wurden die Erwerbungen durch die Unterstützung der Freundesgesellschaft des Goethe- und Schiller-Archivs.

Das eigenhändige Schiller-Manuskript ist ein äußerst rares Fragment seines unvollendet gebliebenen Dramas „Die Malteser“. Es bereichert die im Weimarer Literaturarchiv bereits vorhandenen Bestände des Dichters, die anhand Schillers Autographen Einblick gewähren in dessen Werkstatt. Die zweite Handschrift gehört zu den ebenfalls seltenen Werkmanuskripten Wielands und beinhaltet Erläuterungen zum 10. Buch seiner Übersetzung der Briefe des Cicero. Sie ergänzt die umfangreichen im Goethe- und Schiller-Archiv befindlichen Dokumente zu Wielands letztem großen Werk und führt die komplexe Arbeitsweise des unermüdlichen Textarbeiters eindrucksvoll vor Augen. Wielands bisher ungedruckter Brief an Johanna Schopenhauer vom 1. November 1807 enthält seine Antwort auf die vorangegangene Einladung zu dem geselligen Kreis, den Schopenhauer kurz nach ihrer Ankunft in Weimar gegründet hatte.

Die Freundesgesellschaft unterstützt das Archiv seit ihrer Gründung 2004. Der Verein finanziert die Handschriftenankäufe zum größten Teil aus Spendenmitteln. Zudem wirkt die Gesellschaft durch ein Programm aus Vorträgen und Veranstaltungen, darunter das jährlich stattfindende Sommerfest im Goethe- und Schiller-Archiv, sowie durch die Förderung wissenschaftlicher Publikationen und die Herausgabe der „Manuskripte“-Reihe, von denen vor kurzem Band 11 erschienen ist.

Finanzen