Stefanie Zweig verstorben: Schriftstellerin aus Oberschlesien

In Frankfurt am Main verstarb am Freitag, 25. April, die Erfolgsschriftstellerin Stefanie Zweig, die 1995 mit ihrem autobiografischen Roman „Nirgendwo in Afrika“ berühmt wurde. Dieser Roman wurde 2001 von Caroline Link verfilmt, der Film 2003 mit einem „Oscar“ in der Kategorie „bester fremdsprachiger Film“ ausgezeichnet.
Stefanie Zweig wurde am 19. September 1932 im oberschlesischen Leobschütz geboren, sie war jüdischer Abstammung und floh mit ihren Elternim Jahr der „Reichskristallnacht“ 1938 nach Kenia, wo sie auf einer Farm aufwuchs. Zwei Jahre nach Kriegsende, 1947, kehrte sie mit ihren Eltern nach Deutschland zurück und legte 1953 in Frankfurt am Main das Abitur ab. Von 1959 an arbeitete sie als Kulturredakteurin bei der „Abendpost Nachtausgabe“ in Frankfurt, deren Feuilleton sie von 1963 bis 1988 leitete, danach begann sie hauptberuflichzu schreiben.
Der Afrika-Roman, der 1996 mit „Irgendwo in Deutschland“ eine Fortsetzung fand, wurde zum durchschlagenden Erfolg und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, im Jahr 1993 schon war der Autorin das Bundesverdienstkreuz verliehen worden. Ihr letztes Buch war die Autobiografie „Nirgendwo war Heimat. Mein Leben auf zwei Kontinenten“ (2012).

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Jörg Bernhard Bilke
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Dr. Jörg Bernhard Bilke, geboren 1937, studierte u.a. Klassische Philologie, Gemanistik und Geschichte in Berlin und wurde über das Frühwerk von Anna Seghers promoviert. Er war Kulturredakteur der Tageszeitung "Die Welt" und später Chefredakteur der Kulturpolitischen Korrespondenz in der Stiftung ostdeutscher Kulturrat.

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