Interview mit Erich Zuri, General Manager des Marriott Hotel München, über Stars, Glamour und Social Responsibility in der Hotelbranche

Herr Zuri, seit Januar diesen Jahres sind Sie General Manager des München Marriott Hotel in der Berliner Straße 93. Wie gefällt Ihnen Ihre neue Stelle?

München ist meine Lieblingsstadt in Europa und es ist der Traum jedes Hoteliers ein Haus wie dieses als General Manager zu führen.

Ihre Lieblingsstadt! Was macht München zu Ihrer Lieblingsstadt in Europa?

München ist eine Weltstadt, aber besitzt dennoch einen unheimlichen Charme. Als Österreicher fühle ich mich natürlich in der Nähe der Berge sehr wohl.

Haben Sie konkrete Projekte für das Marriott Hotel München, die sich speziell auf die Stadt München beziehen?

Unser Ziel ist es, über unsere Sportsbar hinaus den Bekanntheitsgrad des Hotels zu wahren und uns unsere Kompetenzen als Caterer in externen Locations auszubauen.

Was haben Sie generell für Vorhaben oder Pläne für das Marriott Hotel München?

Mein Ziel ist es die Bekanntheit des München Marriott Hotel zu wahren und weiter auszubauen und im Zuge der „Marriott Travel Brilliantly“ Kampagne den Ansprüchen der Generation X+Ygerecht zu werden und durch unseren Service zu übertreffen.

Was beinhaltet die Travel Brilliantly Kampagne?

Unter dieser Überschrift startet Marriott International eine weltweite Marketingkampagne für seine bekannteste Marke 'Marriott Hotels'. Das zukunftsweisende Konzept stellt das Reiseverhalten und die Erwartungen der nächsten Generation in den Mittelpunkt. Marriott besinnt sich auf seine Werte als „brillanter“ Gastgeber und legt den neuen Schwerpunkt auf ein globales Reiseerlebnis, das inspirieren und für frische Eindrücke sorgen soll. Die Kampagne greift daher Themen auf, die der nächsten Generation von Gästen wichtig sind: Gutes Essen, Design und vor allem Technologie. All dies steht sinnbildlich für das neue Marriott-Erlebnis. Marriott definiert die Zukunft des Reisens neu.

Sie sind ein sehr erfahrener und erfolgreicher Manager von glamourösen Hotels. Welche der Stationen Ihrer Karriere hat Ihnen besonders gefallen?

Ich war von 1999 bis 2005 als Asset Manager des Beverly Wilshire Hotel tätig und habe die Interessen der Besitzer gewahrt. Als Asset Manager hat man nichts mit dem operativen Geschäft zu tun, sondern kümmert sich um Investitionen, wie beispielsweise die Koordination eines Umbaus des Wellnessbereichs. Man findet Kompromisse zwischen den Besitzen und den Betreibern, also dem Four Seasons Hotel. Wer der Besitzer des Hotels war, darf ich leider nicht verraten.

Im Beverly Wilshire Hotel in Beverly Hills wurde der Film „Pretty Woman“ gedreht. Waren Sie während der Dreharbeiten vor Ort?

Dies war nachdem der Film gedreht worden war. Allerdings konnte man den Zauber von Julia Roberts noch immer spüren. Es verkehren viele internationale Stars im Beverly Wilshire Hotel. Was zeichnet ein Hotel aus, damit sich Weltstars dort zuhause fühlen können? Neben dem Erscheinungsbild spielen die Mitarbeiter die größte Rolle. Das Personal zeichnet sich mitunter dadurch aus, dass es zum einen sehr diskret ist und zum anderen die Bedürfnisse und Wünsche der Gäste erahnt bevor sie sie äußern

Halten Sie vergleichbare Standards auch im Marriott München für erstrebenswert und für realistisch?

Wir haben vielleicht nicht den Glamour den dieses Hotel ausstrahlt, aber wir haben Mitarbeiter, die bestrebt sind die Wünsche der Gäste zu erfüllen und, was noch viel wichtiger ist, die Bedürfnisse der Gäste zu erkennen und dem Haus eine Seele geben und dadurch den Unterschied machen.

Wie empfinden Sie die Tätigkeit als General Manager eines Hotels in München im Vergleich zu der gleichen Tätigkeit in den USA?

Das Ausbildungssystem in Deutschland ist ausgezeichnet. Dies beginnt bereits in frühen Jahren. In Deutschland gibt es exzellent geschultes und hoch professionelles Hotelpersonal. Unsere Auszubildenden zeigen bereits eine hohe Eigeninitiative und verfügen über solide Kenntnisse in den Bereichen ihres Ausbildungsberufs.

Die Marriott Hotels sind aktiv im Bereich Corporate Social Responsibility. Wie setzten Sie als General Manager der Marriott Hotels in München Corporate Social Responsibility um?

Corporate Social Responsibility heißt, daß ein wirtschaftliches Unternehmen sich fürsoziale Projekten engagiert. Wir haben in der Vergangenheit einige Projekte in Zusammenarbeit mit dem SOS Kinderdorf in Weilheim und der Kinderkrebs Station des Schwabinger Krankenhauses unterstützt. Wir unterstützen auch die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München, das AKM.

Gibt es bereits soziale Organisationen, für die Sie sich einsetzen und in welcher Form passiert das?

Unser Küchenteam hat letztes Jahr ein Lebkuchenhaus gebastelt und die Gäste und unsere Mitarbeiter hatten die Möglichkeit Geld zu spenden. Von den Einnahmen haben wir Geschenke für die Kinder gekauft. Es war ein großer Erfolg.

Welche Veranstaltungen und Events finden in nächster Zeit im Marriott München statt?

Ein After-Work Event als Charity Veranstaltung für die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München am 30.10.2014. in unserer Champions Sportsbar um 18 Uhr. Des Weiteren organisieren wir unser traditionelles Thanksgiving Dinner am 27. November um 19 Uhr im grill93 und während der Vorweihnachtszeit bieten wir jeden Sonntagmittag Advents- und Weihnachtsbrunches an. Den Abschluss bildet unsere „Glamorous“ Silvester Gala, die das Haus ganz im Stil der 20er Jahre erstrahlen lässt.

Das Gespräch führte Sophie Adell

Sophie Adell
Über Sophie Adell 26 Artikel
Sophie Adell ist eine deutsche Schauspielerin, Moderatorin und Red Carpet Reporterin. In London geboren, lebte sie fortan in Belgien, Griechenland, USA, den Niederlanden, Argentinien und Ungarn. Sie hat in über 20 Fernseh- und Filmproduktionen mitgewirkt, wie beispielsweise in "Bernds Hexe", "Die Superbullen" und "Tatort". Seit 2018 ist sie stellvertretende Chefredakteurin.

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