Khalil Gibrans: „Vom Reden“

Des Denkens muss ich inne werden – so dünn wie die Zeilen gehaucht, so windig ist mein Gemüt; kaum Widerstand, dass die Grapheme und mein Blick, einer am anderen nicht doch vorbeijagen, und später ich nicht mehr als einen Namen wisse. Neunzehn Verse nehmen die Gestalt einer Übung an, sind sie Lidschläge des Verweilens. Ich möchte etwas festhalten und wähle darum eine alte Technik: das Wiedersagen, den Abdruck der gelesenen Schrift in meinem Geiste betrachten, dann warten. Nicht lang, da versammeln sich die Worte und Phrasen, beginnen sie schon vor meinem Auge bildhaft zu kreisen.

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Über Zetlmeisl Georg 6 Artikel
Georg Zetlmeisl, geboren 1983, studierte Philosophie, Soziologie, Linguistik, Ethnologie und literarisches Schreiben und ist seit 2011 als Doktorand für Kulturphilosophie an der Universität Leipzig tätig. Weiterhin gibt er verschiedene Workshops an den Paracelsus Heilpraktiker Schulen, die sowohl der Vermittlung akademischen Wissens an ein breiteres Publikum dienen, als auch nach Möglichkeiten der praktischer Anwendung solchen Wissens im Rahmen einer Lebenskunst suchen.

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