Kunstausstellung „Meine Ukraine – Schmerz und Hoffnung“ in der Hanns-Seidel-Stiftung

Ursula Männle, HSS-Vorsitzende und Künstlerin Zirka Savka (rechts, Foto ©Witte, HSS)
Hanns-Seidel-Stiftung fördert Kunstprojekt in der Ukraine Ausstellung der Werke ab 26. bis 29. August 2019 täglich von 10 bis 17 Uhr (29.8. bis 12 Uhr) in der Lazarettstraße 33, 80636 München zu besichtigen
München/Kiew – 2018 hat die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) ein Projekt in der Ukraine zur Kunst im vorpolitischen Raum durchgeführt. 16 junge ukrainische Künstlerinnen und Künstler waren eingeladen, in einem einwöchigen Workshop Werke zum Thema „Meine Ukraine – Schmerz und Hoffnung“ zu schaffen. Die Wahrnehmung junger Künstlerinnen und Künstler zur neuen Ukraine – unabhängig, pro-europäisch, aber mit einem kriegerischen Konflikt im Osten des Landes und jeder Menge weiterer Probleme konfrontiert – sollte so festgehalten werden. Die Künstlerinnen und Künstler brachten ihre persönliche Geschichte, ihre Prägungen, Erinnerungen und Erfahrungen der postsowjetischen Vergangenheit ein, verarbeiteten aber auch aktuelle westliche Impulse. Gleichzeitig sind ihre Arbeiten von zahlreichen Brüchen im Land und ihren eigenen Biografien geprägt. Daneben war Ziel des Projekts, einen Zugang zur Identitäts- und Wertediskussion unter Jugendlichen zu schaffen.Mit den so entstandenen Werken sind bereits mehrere Ausstellungen in der Ukraine erfolgt, eine Dauerausstellung schmückt das zentrale Bürger-Dienstleistungs-Büro in Kiew. Während der Ausstellung der Werke in der Port-Creative-Hub Galerie in Kiew entstanden Film- und Bilddokumentationen und ein Ausstellungsverzeichnis. Das Video steht mit englischen Untertiteln unter https://www.youtube.com/watch?v=R1-oS4-Hr_g&t=602s bereit.Auf Grundlage der Ausstellung wurde ein methodisches Handbuch zur Arbeit mit jungen Menschen entwickelt, das Anregungen zu interaktiver Arbeit in Seminaren, Jugendlagern und Sommerschulen enthält. Ziel ist es, die in den Werken ausgedrückten grundlegenden Werte des gesellschaftlichen und sozialen Miteinanders mit den aktuellen Reformen der Ukraine in Beziehung zu setzen und individuelle Handlungsoptionen zu entwickeln.„Ungewöhnlich“ nannte die Stiftungsvorsitzende Prof. Ursula Männle dann auch Projekt und Ausstellung bei der gestrigen Vernissage von Reproduktionen der Werke. „Unsere politischen Berichte und Analysen, Konferenzen und Delegationen sind voller Fakten und Informationen. Allerdings fehlt hier das Gefühl, was es heißt, in einem Land zu leben, das einerseits seine demokratische Wende feiert, anderseits aber mit dem Konflikt um die Krim belastet ist. Um auch dieses Gefühl einer emotionalen Ambivalenz zu vermitteln, sich diesem über die Kunst zu nähern, haben wir dieses Projekt gemacht und wollen Sie gerne daran teilhaben lassen – Schmerz und Hoffnung zugleich. Wir brauchen diese Werke, um über sie Zugang zur Wertediskussion in der Ukraine zu finden.“Der ukrainische Generalkonsul, Yuriy Yarmilko, bezeichnete das Projekt als „Kulturdiplomatie“, das die Beschäftigung mit seinem Land über ein neues Format ermögliche. Künstlerin Marichka Yurchak definierte das Kunstprojekt als „Mittel zur Untersuchung unseres heutigen Lebens“ und „Möglichkeit der Therapie, die heutige Welt mit anderen Augen wahrzunehmen“. Künstler Roman Khrushch hob das soziale Element des Zusammenwirkens hervor und Künstlerin Maryana Kosyka dankte der Stiftung für das Projekt, das ambitionierte und talentierte junge Künstlerinnen und Künstler zusammengebracht habe. Daniel Seiberling, HSS-Projektleiter in der Ukraine, sagte, dass das Projekt als Austausch-Medium sein wichtigstes Ziel schon erreicht habe: miteinander zu reden, statt übereinander.Die emotionale Intensität der Werke beeindruckt ebenso wie die technische Virtuosität, die Bandbreite der Wahrnehmung und die Schwerpunktsetzung. 

Die Kunstwerke sind von Montag, 26. August bis Donnerstag, 29. August 2019, jeweils in der Zeit von 10 bis 17 Uhr, am Donnerstag, 29. August 2019 von 10 bis 12 Uhr in der HSS, Lazarettsteraße 33, 80636 München zu besichtigen. Eintritt frei! Für einen entsprechenden Hinweis sind wir dankbar.

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