Politische Ethik zu Zeiten der Corona

Bild von torstensimon auf Pixabay

AstraZeneca produziert ein preisgünstiges, vulgo billiges Mittel gegen Corona. Aus schwer nachvollziehbaren Gründen behaupten nun viele Menschen, die nach einer Impfung gegen Corona verlangen, dass das preisgünstige AstraZeneca-Mittel weniger Wirkung und dafür mehr Nebenwirkungen habe. Diese Menschen lehnen das AstraZeneca-Mittel ab und wünschen ein anderes, besseres Medikament.

Nun hat der Staat beschlossen, dass der Mensch als Patient, der nach einem kostenlosen Mittel gegen Corona verlangt, nicht berechtigt ist, einen Medikamentenwunsch zu stellen. Er kann das zur Verfügung gestellte Mittel akzeptieren oder ablehnen – tertium non datur. Denn der Staat behauptet fest, dass dieses billige Mittel genauso gut und wirksam sei wie die übrigen. So kommt es, dass in einem unbekannten Ort 1/3 der Medikamente nicht verbraucht wird und dieses billige Drittel deshalb entsorgt wird.

Nun ist es schade, ein Medikament wegzuwerfen, welches nach Ansicht der demokratisch gewählten Regierung wirksam ist. Andrerseits kann in Deutschland niemand gezwungen werden, ein bestimmtes Mittel einzunehmen, auch nicht als Spritze. Da das AstraZeneca-Mittel nach Ansicht des Staates ein qualitativ hohes Medikament ist (sein soll), sollte man, statt es zu entsorgen, anderen Menschen zur Verfügung stellen, die keine allzu hochtrabenden Wünsche bei der Corona-Behandlung haben. Diese Menschen würden sehr gerne das gute und billige AstraZeneca-Mittel erhalten. Zu dieser Gruppe gehören u.a. Obdachlose und Flüchtlinge.

Wer hier meint, etwas unethisches zu erblicken, misstraut dem Staat, dass er nur das Beste für Deutschlands Bewohnern im Auge hat.

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Die Logik und selbst die Statistik gibt es vor: Je älter der Mensch wird, desto eher wird er sterben. Somit darf man davon ausgehen, dass die mittlere Lebenserwartung eines 30-Jährigen höher ist als die eines 80-Jährigen. Im Notfall, wenn bestimmte Medikamente nicht ausreichend zur Verfügung stehen, muss somit zuerst der 30-Jährige behandelt werden und nicht der 80-Jährige!

Warum? Weil jedes Leben gleichwertig und altersabhängig ist! Zum Leben gehört eng verbunden die Lebenszeit. Der 30-Jährige mag statistisch noch 50 Jahre leben; beim 80-Jährigen schrumpft der Zeitraum auf 10 Jahre zusammen. In unserem Fall beträgt das zukünftige Leben jedes 30-Jährigen statistisch das 5-fache des 80-Jährigen! Niemand, auch kein Arzt, darf das Leben eines gesunden 30-Jährigen opfern, um das Leben eines kranken 80-Jährigen zu retten! In einer Überflussgesellschaft sieht es anders aus: hier können beide, sowohl der gesunde 30-Jährige, als auch der kranke 80-Jährige behandelt und gerettet werden. Doch solange die Anzahl der Medikamente begrenzt ist, gelten andere ethische Regeln. Etwas anders sähe es aus, wenn alte Menschen mehr vom nicht ausreichenden zur Verfügung stehenden Medikament profitieren würden als junge Menschen. Doch danach sieht es nicht aus. Im Gegenteil: Der AstraZeneca-Impfstoff soll nur den unter 65-Jährigen gegeben werden, da sich die Berichte häufen, dass der Impfstoff bei Menschen über 65 Jahren kaum eine Wirkung zeigt.

Von einer Pandemie kann jeder betroffen sein, ob alt oder jung. Die alten Patienten sterben trotz der Medikamente sehr viel eher als die jungen, eben weil sie älter sind. Wenn nicht ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen, müssen die Jungen, nicht die Alten, bevorzugt werden! Diese offensichtliche Ethik hat sich in Deutschland und wohl auch in der EU nicht herumgesprochen.

Viele alte Patienten, die wegen Corona geimpft werden, überleben die Impfung nur eine begrenzte Zeit: Stunden bis zu wenigen Tage. Sehr viele alte Menschen sterben bevor die Medikation wirkt. Gibt es eine ausreichende Medikation für alle, so muss bedacht werden, dass die alten Menschen trotzdem in einer weit kürzeren Zeitspanne sterben werden, da sie die Nebenwirkung der Medikation schlechter als junge Menschen vertragen. Allgemein gilt: Je älter der Patient, desto geringer die Wirkung vieler Medikationen und desto mehr Nebenwirkung, die zu einer Zunahme der Mortalität führen.

Offiziell wird gegen besseren Wissen behauptet, dass die Patienten, die zeitlich nahe nach der Gabe der Medikation gestorben sind, nicht an der Medikation gestorben sind. Die alten Patienten seien eines „natürlichen“ Alterstodes gestorben. Das bedeutet, dass der das Corona-Mittel applizierende Arzt – falls es überhaupt ein Arzt gewesen ist – einen im Sterben liegenden Patienten geimpft hat. Es ist selbst in Deutschland nicht üblich, einen Sterbenden zu quälen, auch wenn es nur um einen unbedeutenden Stich geht. Somit widerspricht diese häufige Vorgehensweise der medizinisch-politischen Behauptung, dass dem Patient nicht geschadet wird. „Nil nocere“ (Niemals dem Patienten schaden!) lautet das höchste Gebot der Medizin seit Jahrtausenden und zuletzt mit bekannten Ausnahmen auch weltweit. Im dargelegten Fall wird der Hauptsatz der Medizinethik aus politischen (niedrigen) Gründen gebrochen! Denn der Arzt, der die Spritze gegeben hat, hat es unterlassen, den Zustand des Patienten ausreichend zu untersuchen.

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In Zeiten ansteckender Krankheiten greift der Staat ein, um die Menschen zu separieren. Die Absonderung erscheint notwendig, wenn es keine wirksamen Medikamente gibt. Sind wirksame Medikamente vorhanden, so wird die Absonderung gelockert und schließlich aufgehoben.

Betrachten wir die Corona-Viren, die nach zwei intramuskulären (i.m.) Injektionen in einem gewissen zeitlichen Abstand verlangen, über dessen zeitliche Länge bisher keine Übereinkunft existiert. Zudem bilden die Corona-Viren regelmäßig Mutanten, um die Menschen zu überlisten. On dit: Die Mutanten tolerieren die gegen sie gerichteten Medizin (Spritzen) besser; die Mutanten haben eine stärkere (schlimmere) Wirkung auf den befallenen Patienten; die Mutanten sind tödlicher oder haben keine anderen Eingenschaften als das ursprüngliche Virus, den Stammvater der viralen Erkrankung. Nicht bei jedem Menschen, der sich ansteckt, muss die Krankheit ausbrechen (50%?). Ob die Mutanten für den Menschen gefährlicher sind als das Originalvirus, ist erst im Nachhinein und nach einer gewissen Zeit erkennbar. Politische Taschenspieler nützen die Pandemie zu ihrem persönlichen Vorteil. Sie setzen Einschränkungen der „gesunden“ Bevölkerung durch, um als Retter in die Annalen der Geschichte einzugehen. Ob Menschen, die zum Friseur gehen, kürzer leben oder nicht, ist eine Glaubensfrage, weshalb die Friseure im Gegensatz zu anderen Dienstleistern bald öffnen dürfen. Dass Schüler ihre Lehrer genauso wie Kunden die Verkäuferinnen anstecken können, sollte allgemein bekannt sein. Schulen werden bald öffnen, Geschäfte, die Möbel, Schuhe oder Kleider verkaufen, bleiben geschlossen. Der Mantra hierzu lautet: Offene Schulen sind wichtiger als geöffnete Geschäfte – somit bald Lehrerinnen ein höheres Risiko als Verkäuferinnen haben, zu erkranken oder zu sterben. Doch es geht hier nicht um die Lehrer, sondern um die Schüler. Da die Schüler jünger als ihre Lehrer sind, ist es ethisch gerechtfertigt, die Lehrer in Gefahr zu bringen. Deshalb bleiben Geschäfte geschlossen. Deshalb dürfen Friseure bald arbeiten.

Nach beeindruckenden Hochrechnungen werden wir Menschen noch einige Jahre bis Jahrzehnte von mehr oder weniger tödlichen Corona-Viren begleitet werden. Hoffentlich halten die Schuhe durch.

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Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.