Robuster Juli-Arbeitsmarkt, aber mittelfristig Abschwung – Brossardt: „Sorge um aktuelle Lage der Unternehmen“

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„Der bayerische Arbeitsmarkt bleibt im Juli mit einer Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent robust – trotz eines leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit.“ So kommentiert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die heute vorgestellten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „Der bayerische Arbeitsmarkt bietet weiterhin sehr gute Beschäftigungschancen für alle Gruppen. Auch die Integration von erwerbsfähigen Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingt immer besser: Nach Erhebungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung gehen von den seit 2015 zu uns gekommenen Flüchtlingen bereits rund 35 Prozent einer Beschäftigung nach“, so Brossardt.

Die vbw geht aber davon aus, dass sich der konjunkturelle Abschwung mittelfristig auch auf dem Arbeitsmarkt niederschlagen wird. Brossardt: „Die Konjunktur trübt sich ein. Gründe dafür sind die politischen Unsicherheitsfaktoren wie die zunehmenden internationalen Handelskonflikte und schwächere Exporte durch die sich verlangsamende Weltkonjunktur. Auch dass Großbritannien mehr und mehr auf einen ungeregelten Brexit zusteuert, verunsichert die Unternehmen.“

Die vbw betont, dass die Anspannung auf dem Arbeitsmarkt wesentlich größer ist als man derzeit an den Statistiken ablesen kann. „Konjunkturelle Eintrübungen machen sich in den Zahlen erst später bemerkbar. Wir blicken mit Sorge auf die aktuelle Lage der Unternehmen: Arbeitszeitkonten werden abgebaut, die Zeitarbeit wird zurückgefahren, in vielen Unternehmen hat der Stellenabbau begonnen. Beunruhigend ist schon jetzt, dass die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) um rund 8.200 Personen bzw. 8,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Auch die Zahl der von Kurzarbeitsanzeigen betroffenen Personen in Bayern hat sich zwischen Juni 2018 und Juni 2019 mehr als vervierfacht“, sagte Brossardt.

Die vbw fordert eine Politik der Bundesregierung, die die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft in der derzeitigen Lage deutlich stärkt. Brossardt: „Dazu gehört eine Senkung der Unternehmenssteuern und eine Flexibilisierung des Arbeitsmarkts. In der Klimadiskussion brauchen wir einen Dreiklang aus Ökonomie, Ökologie und Sozialem“, so Brossardt.

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