Bessere Zusammenarbeit von Mensch und Maschine

robonauten berühren die finger finger gruß freunde, Quelle: skeeze, Pixabay License Freie kommerzielle Nutzung Kein Bildnachweis nötig

Der Einsatz von klassischen, autonom funktionierenden Industrierobotern in der Produktion gehört heute zum Standard. Sie kommen bereits seit Jahren in der Automobil- und Elektronikindustrie zum Einsatz und übernehmen dort Aufgaben, die für die Mitarbeiter schon aufgrund ihrer körperlichen Kraft nicht leistbar wären. Sie führen alle Funktionen, für die sie eingesetzt werden, autonom durch, brauchen vergleichsweise viel Platz und müssen zum Schutz der Menschen mit einem Zaun umgeben werden.

Doch es ist mittlerweile ein Wandel zu erkennen, da heutzutage eine andere Art Roboter, die „Cobots“, in der industriellen Fertigung Einzug hält. Solche „Collaborative Robots“ (deutsch kollaborierende Roboter) sind Leichtbauroboter, die konkret für die Zusammenarbeit mit Menschen entwickelt wurden. In der Industrie können sie Montagearbeiten übernehmen, die eine hohe Genauigkeit erfordern, Routinetätigkeiten ausführen, aber auch die Arbeit des Menschen vereinfachen, beispielsweise, indem sie schwere Bauteile heben.

Anders als der Industrieroboter ist ein Cobot also darauf ausgelegt, den Menschen bei seiner Arbeit zu unterstützen. So ergänzen sie den Mitarbeiter in vielen Bereichen, beispielsweise bei der Fertigung von Produkten mit vielen Einzelteilen. Der Cobot übernimmt bei dieser Zusammenarbeit die Ausführung von einfachen, routinemäßigen Tätigkeiten, während der Mitarbeiter sich um die anspruchsvollen Tätigkeiten kümmern.

Cobots für eine effizientere Produktion

Der Einsatz kollaborierender Roboter hat ein hohes Potential, um den Herstellungsprozess von Produkten effizienter zu gestalten. Sie bieten vor allem kleineren Betrieben und Handwerkern ein großes Potential, die Cobots zur Montage, Bestückung von Maschinen und bei Montageprozessen anzuwenden. Außerdem ist ihre Programmierung vergleichsweise einfach, sodass keinerlei zusätzliches Wissen für den Betrieb erforderlich ist. Bei den Cobots steht das Thema Sicherheit ganz oben auf der Liste. Die Geräte sind alle mit hochsensiblen Sensoren ausgestattet, die bei einer ungewollten Berührung sofort zum Stillstand kommen und so mögliche Verletzungen verhindern.

Einer der Marktführer bei 6-armigen Cobots ist das dänische Unternehmen Universal Robots, das im Jahr 2015 gegründet wurde. Es hat für Cobots entwickelt, die in unterschiedlich großen Unternehmen und industriellen Fertigungsprozessen eingesetzt werden. Dabei bieten die Produkte die folgenden Vorteile:

  • Einfach zu programmieren

Selbst diejenigen, die kaum Erfahrung in der Programmierung haben, können das Gerät aufgrund der intuitiv gestalteten Bedienanleitung schnell für den gewünschten Zweck nutzen.

  • Schnell einzurichten

Kunden, die einen neuen Cobot bei sich einrichten, brauchen durch die Rüstzeiten nur noch wenige Stunden, um das Gerät bei sich aufzustellen.

  • Flexibel nutzbar

Die Cobots lassen sich in ganz unterschiedlichen Bereichen der Fertigung wie beispielsweise der Montage oder der Beschickung von Maschinen einsetzen.

  • ●      Mehr Sicherheit bei der Arbeit

Für Mitarbeiter, die bisher immer wieder Tätigkeiten durchführen mussten, die eine hohe Belastung für die Gesundheit mit sich brachten, beispielsweise gefährliche oder monotone Aufgaben, springt nun der Cobot ein.

  • Einfache Integration ins Produktionsumfeld

Durch ihre Beweglichkeit lassen sich die Cobots gut in ein bestehendes Arbeitsumfeld einbauen, auch wenn nur wenig Raum zur Verfügung steht.

Ein Cobot für alles – so oder so ähnlich ließe sich die Funktionsbreite eines kollaborierenden Roboters beschreiben. Unabhängig von der Unternehmensgröße kann er als Unterstützung bei der Montage von Produkten, bei technischen Arbeiten wie Fräs- oder Schweißarbeiten oder bei der Beschickung von Maschinen eingesetzt werden.

Cobots werden für Unternehmen immer wichtiger

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2017 hat gezeigt, dass auf 10.000 Beschäftigte bereits 290 Cobots  kommen, wobei der Trend klar nach oben zeigt. Dennoch brauchen sich Arbeitnehmer, die mit einem Cobot arbeiten, keine Sorgen zu machen, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren könnten, denn es geht darum, dass Mensch und Maschine zusammen am gleichen Ziel arbeiten.

Anders als ein Industrieroboter kann ein Cobot auch nicht vollständig autonom arbeiten. Um eine Tätigkeit auszuüben, benötigt er dafür eine Berührung durch den Menschen oder eine Eingabe in die Steuerung. Auf diese Art lässt sich das mögliche Verletzungsrisiko der Mitarbeiter gesenkt werden. Bewegt sich ein Cobot ohne direkte Anweisung eines Angestellten, muss die gemeinsame Tätigkeit stets überwacht werden.

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