Corona: Zenit der Infektionswelle wahrscheinlich erreicht

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Das RKI schreibt auf seiner Webseite zu den Coronazahlen:

„In der 12. Meldewoche (MW) 2022 sank die bundesweite 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche um 2 %. Der Gipfel der Welle ist wahrscheinlich erreicht, der Infektionsdruck bleibt aber mit mehr als 1,5 Millionen innerhalb einer Woche an das RKI übermittelten COVID-19-Fällen weiterhin sehr hoch.

Die Gesamtzahl akuter Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung in KW 12 wird auf ca. fünf Millionen geschätzt. In der virologischen Surveillance werden seit KW 10/2022 neben den dominant zirkulierenden SARS-CoV-2 der VOC Omikron auch humane saisonale Coronaviren, humane Metapneumoviren (insbesondere bei 0- bis 4-jährigen Kindern) und Rhinoviren nachgewiesen. Der Anteil der Influenzainfektionen hat sich im Vergleich zur Vorwoche nicht weiter erhöht. Eine Grippewelle auf Bevölkerungsebene hat bisher nicht begonnen.

Während die Inzidenz in den jüngeren Altersgruppen zwischen 15 und 34 Jahren um bis zu 10% (20-24-Jährige) im Vergleich zur Vorwoche sank, stiegen die Inzidenzen jedoch in den Altersgruppen der 60-84-Jährigen erneut an. Die Zahl der übermittelten aktiven Ausbrüche in medizinischen Behandlungseinrichtungen sank gegenüber letzter Woche, während die Zahl der übermittelten aktiven Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen weiterhin leicht zunahm.

Die Zahl der durchgeführten PCR-Laboruntersuchungen ist von der 11. zur 12. KW leicht zurückgegangen. Der Anteil positiver Testergebnisse blieb mit über 55 % hoch. Die Omikron-Variante ist in Deutschland die dominierende SARS-CoV-2-Variante. Der Anteil aller anderen Varianten inkl. Delta liegt unter 1 %. Der Anteil der Omikron-Sublinie BA.2 ist in KW 11 auf über 80 % angestiegen.

Für die Lagebewertung in der aktuellen Situation der Pandemie ist die Entwicklung der Anzahl und Schwere der Erkrankungen wichtig. Dabei zeigte sich in den Systemen der syndromischen Surveillance akuter Atemwegserkrankungen in den ersten vier COVID-19-Wellen eine hohe Zahl an schweren Krankheitsverläufen im stationären und intensivmedizinischen Bereich. In der aktuellen fünften (Omikron-)Welle ist die Zahl der schweren Krankheitsverläufe, bei gleichzeitig hohen Infektionszahlen, deutlich niedriger. Die Belastung der Kapazitäten des Gesundheitsversorgungssystems, insbesondere im stationären und intensivmedizinischen Bereich, ist bei mäßiger Belastung durch behandlungsbedürftige Patienten auch durch die eingeschränkte Verfügbarkeit des medizinischen Personals wegen infektionsbedingter Ausfälle, sowohl wegen Erkrankung als auch durch Quarantäne, nach wie vor hoch. Mit 2.332 auf einer Intensivstation behandelten Personen mit COVID-19-Diagnose ist die Zahl im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben.

Die Anzahl der mit Omikron assoziierten Todesfälle bleibt im Verhältnis zu den Neuinfektionen bisher auf einem niedrigeren Niveau als in den früheren Wellen, ist aber absolut gesehen mit täglich etwa 200 Todesfällen weiterhin erheblich. Der geringere Anteil schwerer Erkrankungen ist zurückzuführen auf den zunehmenden Aufbau einer gegen schwere Erkrankungen schützenden Immunität in der Bevölkerung, insbesondere aufgrund der sehr gut wirksamen Impfung, in Kombination mit einem grundsätzlich geringeren Anteil schwerer Erkrankungen bei Infektionen durch die Omikron-Variante.

Bis zum 29.03.2022 waren ca. 77 % der Bevölkerung mindestens einmal und 76 % vollständig geimpft; 59 % der Bevölkerung erhielten bereits eine Auffrischimpfung. Aber weiterhin sind hochgerechnet rund 7,6 Millionen Bürgerinnen und Bürger in der Altersgruppe 18-59 Jahre und rund 2,2 Millionen in der Altersgruppe ab 60 Jahre noch nicht geimpft.“

Zum vollständigen Bericht des RKI: LINK