Es ist schon ein gewagtes Unterfangen, ein biografisches Buch über einen Autor zu schreiben, den man kennt, mehrmals getroffen hat und offensichtlich schätzt. Die Bewertungsskala verschiebt sich danach zugunsten dessen, über den man schreibt, und das entstehende Buch wird furchtbar langweilig. Erschwerend kommt in diesem Fall dazu, dass die Verfasserin keine Literaturwissenschaftlerin ist, sondern ausgebildete Psychologin, wenn auch mit Doktortitel. Was dabei herausgekommen ist, ist kein kritisch abwägendes Buch über einen politisch umstrittenen Autor und sein literarisches Werk, sondern eine Art von Gefälligkeitsgutachten im Umfang von 632 Seiten.
Linde Salber: Hermann-Kant
Finanzen
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