Sarrazin und die Frage nachder menschlichen Existenz

Eine überzeugende Antwort auf die fundamentalethische Frage, warum überhaupt Menschen hervorgebracht werden sollen, kennt Sarrazin ebenso wenig wie die Philosophie seit der griechischen Antike: „Es gibt schließlich keine rationale Begründung dafür, weshalb sich Individuen, Familien, ein Stamm, ein Volk überhaupt fortpflanzen. […] Jeder muss selber entscheiden, ob er es für wertvoll erachtet, Nachkommen zu haben, dass seine Familie sich fortpflanzt und sein Volk in seiner kulturellen und physischen Eigenart eine Zukunft hat.“

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Über Karim Akerma 54 Artikel
Dr. Karim Akerma, 1965 in Hamburg geboren, dort Studium u.a. der Philosophie, 1988–1990 Stipendiat des Svenska Institutet und Gastforscher in Göteborg, Lehraufträge an den Universitäten Hamburg und Leipzig, Tätigkeit als Übersetzer aus dem Englischen, aus skandinavischen und romanischen Sprachen. Wichtigste Publikationen: „Verebben der Menschheit?“ (2000) sowie „Lebensende und Lebensbeginn“ (2006).

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