Allah für alle

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Wer die von Muslimen beanspruchte Alleingültigkeit des Islam öffentlich infrage stellt, lebt gefährlich – mitunter auch hierzulande

Deutschland 2020. Das Recht auf freie Religionsausübung nehmen Muslime gerne für sich in Anspruch. Denn schließlich gilt das Grundgesetz für alle. Doch wird das Thema in Bezug auf ihre Herkunftsländer angesprochen, verstummen Blicke, Gesten und Freundlichkeiten oft sehr schnell. Der sonst so nette Nachbar und Kollege aus dem Iran, Tunesien oder Syrien versteigt sich meist auf schlagartiges Schweigen, wenn es um freie Religionswahl geht. „Wohl auch, weil ein Muslim in sich die Überzeugung trägt, dem einzig wahren Glauben zu huldigen“, sagt die Berliner Autorin Zana Ramadani, die mit ihrem Buch „Die verschleierte Gefahr“ 2017 einen Bestseller hingelegt hat. Einen Glauben, der keinen Platz hat für andere Religionen, diese ausgrenzt und aktiv bekämpft, ob in Frankreich 2015 wegen ein paar albernen Karikaturen oder 2016 auf dem Berliner Breitscheidplatz mit einem gekaperten 40-Tonner, durch den zwölf Menschen starben.  

Gewalt als Normalzustand

Um das Gewaltpotential des Islam zu verstehen, genügt ein Blick in den Koran. Dort wird in Sure 51 Kapitel 5 empfohlen, „keine Freundschaften mit Christen und Juden“ einzugehen. An anderen Stellen setzen die Autoren Christen und Juden gar mit „Hunden“ gleich. Was auffällt: Der Koran ist übersät mit Vergleichen, die im Grundtenor Hitlers „Mein Kampf“ recht nahekommen. Allein der Satz „Die Ungläubigen werden der Hölle Bewohner sein“ in Sure 57, 20 hat das Bild vom Islam hinreichend geprägt. Bis heute wohl traurigster Höhepunkt war der Anschlag auf das World Tradecenter in New York im September 2001, bei dem knapp 3.000 Menschen starben. „Belegt sind im Koran 204 Verse, die Nichtmuslime mit Folter und Tod bedrohen“, sagt der Erfurter Theologe Matthias Wanitschke. Sie erklären, warum es aus Sicht des Islam gerechtfertigt ist, mit Gewalt gegen Andersglaubende vorzugehen, worunter vor allem Christen zu leiden haben.

Schikanen im Alltag

Doch wann können wir eigentlich von „Christenverfolgung“ sprechen? Für die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt am Main, die sich weltweit für verfolgte Christen einsetzt, herrscht Verfolgung nicht nur dann, wenn der Staat Christen wegen ihres Glaubens einsperrt, verletzt, foltert oder tötet, sondern auch, wenn sie aufgrund ihres Glaubens Arbeit oder Lebensgrundlage verlieren, wenn Kinder aufgrund des Glaubens ihrer Eltern keine oder nur eine schlechte Schulbildung bekommen und aufgrund ihres Glaubens aus angestammten Wohngebieten vertrieben werden. „Ebenso verhält es sich, wenn Christen keine Kirchen bauen und sich privat nicht versammeln dürfen, und wenn die Registrierung einer christlichen Gemeinde oder Organisation nur unter schikanösen Bedingungen möglich ist“, sagt Pressesprecher Martin Lessenthin. Zurzeit setzt sich die IGFM für die im Iran inhaftierte Juristin Nasrin Sotoudeh ein. Wiederholt hatte sich die Aktivistin für eine Abschaffung des Kopftuchtragens für Frauen eingesetzt, einem Zeichen der Selbstaus- und -abgrenzung schlechthin. 

Von jeher leben Christen in muslimisch geprägten Ländern unter Bedrohung. „Sie sind in ihren Gemeinschaften isoliert, werden im öffentlichen Leben ausgegrenzt und müssen nicht selten um ihr Leben fürchten“, sagt Gottfried Curio, Berliner Hochschullehrer, Kirchenmusiker und profilierter Kritiker wachsender Islamisierungstendenzen in Deutschland und der Welt. Wiederholt hat sich der habilitierte Physiker für ein Kopftuchverbot an deutschen Schulen und Universitäten eingesetzt und das islamische Recht, die Scharia als Repressionsinstrument kritisiert.

Nähe zu Hitler

Indes kommt die enge Verknüpfung von Islam, Gewalt und Intoleranz nicht von irgendwoher. Sie ist historisch tief in ihm verwurzelt und hat auch kriminelle Organisationen, wie Boko Haram in Nigeria, den Islamischen Staat (IS) und die Hamas im Libanon auf den Plan gerufen. 1943 verfügte Hitler mit der 13. SS-Waffen-Gebirgs-Division gar die Aufstellung einer Kampfeinheit, die nur aus Muslimen bestand. Sein Reichsführer-SS Heinrich Himmler hatte wiederholt die „weltanschauliche Verbundenheit“ zwischen Nationalsozialismus und Islam betont und für eine Zusammenarbeit mit dem Dritten Reich geworben. Muslimische Glaubenseckpunkte deckten sich, so Himmler, in vielem mit denen der Nationalsozialisten – insbesondere bei der „Judenfrage“. So wurde nach einem Besuch des Jerusalemer Großmufti Mohammed Amin al-Husseini bei Hitler in Berlin angeordnet, in Publikationen das Wort „Antisemitismus“ künftig zu vermeiden, da zu den „Semiten“ auch Araber zählten, die man nicht mit Juden gleichstellen wollte.

Orwell lässt grüßen

Vor allem in Afrika, speziell in Nigeria und Somalia, münden wirtschaftliche Not und mangelnde Bildung von muslimischer Seite oft in Gewaltakte gegen Christen, deren relativer Wohlstand Neider produziert, sagt Islamkritiker Curio. Viele neideten den Christen ihre modernen Gotteshäuser, Schulen oder auch nur schöneren Vorgärten. Das Gefährliche am Islam sei sein Absolutheitsanspruch, sagt Curio. Das Tragische: Die Angst vor einer Aufweichung eingefahrener Machtstrukturen bekommen in muslimischen Ländern Christen auch deshalb zu spüren, weil sie traditionell besser vernetzt sind; so etwa auf der indonesischen Insel Flores, wo die katholischen Steyler Missionare in mehreren Jahrzehnten eine Bildungs-, Medien- und Gesundheitsstruktur aus dem Boden gestampft haben, die für den muslimisch geprägten Inselstaat vorbildhaft ist. „Auch Politiker schicken ihre Kinder auf unsere Schulen“, sagt nicht ohne Stolz Pater Helmut Thometzki SVD, der dort 17 Jahre als Seelsorger gewirkt hat. „Muslime zeigen sich tolerant, solange sie in der Minderheit sind oder von Andersgläubigen profitieren“, gibt Thometzki, der heute im Saarland lebt, zu bedenken. Auf Flores leben fast nur Katholiken, ein Sonderfall in Indonesien. Mit Sorge beobachtet der Steyler Missionar, wie die Bundesrepublik mit der Flüchtlingswelle von 2015 insgesamt muslimischer geworden ist. Ein Umstand, den Thometzki, im Gegensatz zu manch anderen Kirchenvertretern, „nicht als Bereicherung“ betrachtet.

Ein mögliches Szenario, wohin der Zuzug von Muslimen hierzulande langfristig führen könnte, lieferte vor wenigen Jahren der Roman „Unterwerfung“ des französischen Erfolgsautors Michel Houellebecq. Darin schildert der Autor, wie Muslime nach einer gewonnenen Präsidentschaftswahl in Frankreich das Land in ihrem Sinne umgestalten. Ein Horrorszenario, bei dem westliche Werte auf der Strecke bleiben. Und in dem die Bürger am Ende, analog zu George Orwells Roman „1984“ nicht den Großen Bruder, sondern den alle glückselig machenden Allah lieben müssen.

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Benedikt Vallendar
Über Benedikt Vallendar 11 Artikel
Dr. Benedikt Vallendar wurde 1969 im Rheinland geboren. Er studierte in Bonn, Madrid und an der FU Berlin, wo er 2004 im Fach Geschichte promovierte. Vallendar ist Berichterstatter der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt am Main und unterrichtet an einem Wirtschaftsgymnasium in Sachsen.