Die neuen Europäer

Wetterhahn, Foto: Stefan Groß

Václav Klaus, der frühere tschechische Präsident, ist ein Mahner in der Wüste. Er ist ein Euroskeptiker, ein Klimaleugner und ein Anhänger der freien Marktwirtschaft. Außerdem ist er Demokrat, Rationalist, kein Anhänger der neuen Naturreligion und folgt keinen Narrativen. Und er ist ein leidenschaftlicher Gegner der Masseneinwanderung.

Seiner Meinung nach ist der Nationalstaat wert, verteidigt zu werden. Wer an den Nationalstaat glaubt, wird ihn verteidigen müssen. Wer an den Nationalstaat glaubt, wird den selbstsüchtigen Ehrgeiz der Berufseuropäer kritisch beäugen. Wer an den Nationalstaat glaubt, glaubt nicht an die Propaganda der höheren Ziele der EU, darunter die Erschaffung des Homo Europaeus. Einzig der Nationalstaat sichert die Demokratie. Demokratie gibt es nicht auf einer höheren Ebene als den Nationalstaat, nicht als Kontinent und nicht als Planet. Das ist geschichtlich nachprüfbar. Eine Demokratie in einem supranationalen Staat ist ein Narrativ, ein Trugbild. Wer daran glaubt, glaubt auch an Pferde, die zum Himmel fliegen. Deshalb muss man zur Rettung der Demokratie den Nationalstaat verteidigen und dem supra-europäischen kulturellen Einheitsbrei widerstehen.

Dazu gehört, die Masseneinwanderung nach Europa überaus kritisch zu begleiten. Masseneinwanderung entsteht nicht spontan, sie wird von den politischen Eliten der EU vorbereitet. Wer die politischen Eliten der EU kennt, wird wissen, dass es sich hierbei keineswegs um Verschwörungstheorien handelt. Die politischen Eliten der EU sind sehr mächtig, stark vernetzt und nicht demokratisch kontrolliert.

Es gibt große Unterschiede zwischen Masseneinwanderung und individueller Einwanderung. Masseneinwanderung schafft kulturelle, soziale und politische Konflikte, Erschütterungen und Spannungen. Die Masseneinwanderung zerstört Gesellschaftsstrukturen, die sich über Jahrhunderte und Jahrtausende an die Menschen und die Umwelt angepasst haben.

Die individuelle Einwanderung ist Zeichen des individuellen Mutes und des Hangs zum Abenteuer. Die individuelle Einwanderung wird über eine längere Zeit vom Einzelnen oder einer Familie geplant. Für das Individuum heißt es, dass es die kulturelle, die zivilisatorische, die religiöse, die geografische, die klimatische Heimat in vollem Bewusstsein gegen eine fremde Umgebung eintauscht. Die neue Umgebung wird ihm anfänglich fremd sein, an die er sich gewöhnen, in die er sich eingewöhnen und integrieren muss.

Masseneinwanderung ist etwas ganz anderes. Wie bei einer Herde liegt es in der Natur der Masseneinwanderung, dass weit weniger Entscheidungen des Einzelnen notwendig sind als bei einer individuellen Einwanderung. Masseneinwanderung stärkt den Mut des Einzelnen, der für das Gelingen des riskanten Unternehmens notwendig ist. Masseneinwanderung bestimmt die Ziele der Einwanderer. Das Ziel ist nicht mehr die Integration in die neue Welt, sondern die Fortführung und die Stärkung der bisherigen Lebensweise. Neu bei den Masseneinwanderungen ist das Phänomen, dass die Einwanderer von möglichst vielen Vorteilen profitieren wollen, die für sie verfügbar sind. Selbst am Arbeitsplatz versuchen sie, ihre heimatlichen Gewohnheiten auf das Gastland zu übertragen. Sie streben danach, dass das Verhalten des Aufnahmelandes sich an ihren mitgebrachten Traditionen orientiert und stetig anpasst. Solche Transformationen liegen nicht in der Absicht eines jeden Einwanderers. Solche Transformationen stärken und vermehren politische und religiöse Radikale, nicht nur unter den Einwanderern.

Die Massenzuwanderer verbreiten genau die politischen, kulturellen und religiösen Verhältnisse im Aufnahmeland, die sie zur Flucht aus ihrer Heimat bewegt haben. Die nächsten Flüchtlinge, die das Aufnahmeland verlassen werden, werden nicht sie, sondern die Einheimischen sein, die Massenzuwanderer aufgenommen haben.

Die Zuwanderung, der wir heute ausgesetzt sind, ist nicht individuell. Mitleid mit dem individuellen Leid des Einwanderers ist nur bei individueller Einwanderung sinnvoll. Massen verlangen andere Vorgehensweisen. Man darf nicht die einzelnen Einwanderer bekämpfen. Vorgehen muss man gegen die politischen Eliten der EU, die uns schaden, und deren Namen geläufig sind. Das sind unsere Widersacher, unsere Feinde und die der verführten Massenzuwanderer.

Der arme Mann aus Somalia oder Syrien ist nicht unser Feind. Er ist ein Opfer! Nicht nur ein Opfer der tragischen Situation in seiner Heimat, sondern auch das Opfer falscher Versprechen und Vorstellungen der elitären europäischen Multikulturalisten, die die Masseneinwanderung nach Europa zulassen, organisieren, fördern und fordern. Die Nachfrage nach Masseneinwanderung kommt nicht vom einfachen Europäer, sondern von Europas Mächtigen. Die Masseneinwanderung wird von den Einwanderern gestillt. Die Masseneinwanderung sorgt dafür, dass die Strukturen der europäische Gesellschaft sich grundlegend verändern und zerbrechen.

Das Ziel der europäischen Eliten liegt nicht darin, den Islam oder den islamischen Terror in Europa zu verbreiten. Das Ziel ist die Erschaffung des neuen Europäers! Den europäischen Eliten ist es bewusst, dass sie nicht fähig sind, den neuen Europäer aus dem vorhandenen Menschenmaterial zu formen. Gewöhnliche Leute wie du und ich sind nicht das brauchbare Material, aus dem der neue Europäer kreiert werden soll.

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Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.