Gender-Theorie, Klimawandel und Gottesbild

Grüne Wiese, Foto: Stefan Groß

Es hat Jahrtausende gedauert bis der Mensch imstande gewesen ist, sich vom Menschen gemachten Gott zu lösen. Der Glaube an Gott ist auf dem Planeten Erde jedoch nicht verschwunden: Die meisten Menschen glauben weiterhin, dass Gott den Menschen erschaffen hat und nicht umgekehrt.

Seit Kurzem glaubt ein Teil der weißen progressiven, insbesondere der jüngeren unerfahrenen Menschheit an den vom Menschen gemachten Klimawandel. Nach kurzer Überlegung beschließt die Katholische Kirche, an diesem Glauben zu partizipieren, in der Hoffnung die Zahl der jungen Mitglieder in Westeuropa zu steigern. Einen gravierenden Widerspruch zwischen dem vom Menschen gemachten Klimawandel und dem Glauben an Gott kann die Katholische Kirche aus Einfalt oder Unwissenheit nicht erkennen. Denn die Katholische Kirche glaubt nicht an dem vom Menschen gemachten Gott. Der vom Menschen gemachte Klimawandel scheint keine unangenehme Berührungspunkte mit dem katholischen Gott zu haben.

Die Katholische Kirche wird zudem von einer relativ neuen von Menschen erfundenen Ideologie eingeholt, der Gender-Theorie. Diese besagt, dass die Unterschiede zwischen Mann und Frau als historisch-kulturelle Konditionierung zu verstehen sind. Nach Meinung der Katholischen Kirche zielt die Gender-Theorie darauf ab, eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede zu (er)schaffen und eliminiert damit die katholische Grundlage der Familie. Das durch die Gender-Ideologie propagierte Menschenbild widerspricht dem katholischen Glauben, der katholischen Vernunft und der katholischen Natur.

Das diesbezügliche Dokument der Katholischen Kongregation trägt den Titel:

Als Mann und Frau schuf er sie. (Genesis 1:27)

Die Anhänger des Gender-Ideologie bestehen darauf, dass das von Gesellschaft und Kultur bestimmte soziale Geschlecht (Gender) nicht durch sichtbare Äußerlichkeiten (Sex) bestimmt bestimmt wird. Für die Genderisten bleibt der Vatikan im Mittelalter behaftet, fördert die falsche Lehre und stützt sich auf Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten. Der unauflösbare Widerspruch zwischen Katholiken und Genderisten besteht darin, dass für Katholiken Gott den Menschen erschaffen hat, für Genderisten der Mensch den Menschen ständig erschafft. Für Katholiken ist dies eine Gotteslästerung. Eine Übereinkunft oder gar eine Zusammenarbeit mit Genderisten wird von der Katholischen Kirche bis auf Weiteres ausgeschlossen.

Zwischen Gender- und Klima-Ideologen gibt es große Überschneidungen, wo sie sich gegenseitig stützen. Allem voran ist es der Glaube, dass der Mensch fähig ist, die Natur zu zähmen. Sowohl Klima als auch Mensch sind Menschen gemacht. Letztendlich ist es für Gender- und Klima-Ideologen konsequent, an den vom Menschen gemachten Gott zu glauben:

Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde – nach dem Bilde des Menschen schuf er ihn.

Wird die Katholische Kirche ihren gefährlichen Irrtum einsehen bevor es zu spät ist? Werden Gender- und Klima-Ideologien das Ende der Katholischen Kirche einläuten? Bekanntlich halten sich unbeweisbare Ideologien länger als naturwissenschaftlich fundierte Lehrsätze. Doch die Feinde des Katholizismus sind ebenfalls Ideologen!

Nachtrag:

Der Angriff der Genderisten auf den Vatikan ist unverständlich. Schließlich sind es katholische Priester, vom Dorfpfarrer bis zum Papst, die bis heute Frauenkleider tragen, welche das Zeichen der Macht sind. Denn Frauen verfügen über das Leben.

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Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.