Zur Rentenreform im Bundestag- vbw fordert Kurskorrektur

Rente mit 67, Foto: Stefan Groß

Angesichts der morgigen Beratungen des Rentenpakets im Bundestag kritisiert die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die geplante Rentenreform und fordert eine Kurskorrektur. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt mahnt: „Es ist höchste Zeit für eine ehrliche Diskussion in der Rentenpolitik, die auf den Fakten des demografischen Wandels beruht. Wir wissen, dass unsere Bevölkerung altert und immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentenempfängern gegenüberstehen werden. Angesichts dieser Entwicklung neue Rentenversprechen auszugeben ist unseriös, nicht nachhaltig und belastet die künftigen Generationen.“ Nach Schätzungen der Arbeitgeber werden die geplanten Leistungsausweitungen bis 2030 zu Mehrkosten in Höhe von 75 Milliarden Euro führen und damit höhere Beitragssätze und steigende Bundeszuschüsse zur Rentenversicherung nötig machen. „Beides ist abzulehnen: Steuererhöhungen und steigende Lohnzusatzkosten belasten die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts, wir riskieren so unsere Zukunftsfähigkeit“, so Brossardt.  

Die künftige Altersversorgung muss nach den Worten des vbw Hauptgeschäftsführers generationengerecht, verlässlich und bezahlbar sein: „Deshalb gilt es, auf das dreisäulige System der Alterssicherung insgesamt zu setzen. Wir dürfen nicht allein die gesetzliche Rente in den Blick nehmen, sondern müssen die Rahmenbedingungen für die private und betriebliche Vorsorge weiter verbessern und so die kapitalgedeckte Altersvorsorge stärken.“ Anstelle von Schnellschüssen in der Rentenpolitik gilt es zudem, zunächst die Ergebnisse der eingesetzten Rentenkommission abzuwarten.

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