Tausche Freiheit gegen Gesundheit

oder Gesundheit ist mehr als Virenfreiheit

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Gesundheit ist mehr als VirenfreiheitIch werde bedroht, weniger durch Viren als durch die Maßnahmen zu deren Eindämmung

Ist der Aufwand gerechtfertigt, den die Welt betreibt, um das Corona-Virus zu besiegen? Kann die Welt das Corona-Virus besiegen? Will die Welt das Corona-Virus besiegen? Missbrauchen Politiker die Pandemie, um die hart erstrittenen Menschenrechte samt Demokratie zu beseitigen?

Ohne Gegenmaßnahmen würde die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten. Dies soll eine Ernst zu nehmende Studie beweisen. Vor 100 Jahren sterben 25 bis 50 Millionen Menschen an der Spanischen Grippe. Vor 100 Jahren leben weltweit 2 Milliarden Menschen, heute sollen es 7 Milliarden sein. Rein rechnerisch müsste Deutschland auf der auf der Grundlage der Spanischen Grippe und der Imperial College-Studie ohne jegliche Therapie heute etwa 400.000 Tote beisteuern. Einige Tausende sind es bereits: in 6 – 8 Verdoppelungen hätten wir unser Soll auch ohne jegliche Maßnahmen erfüllt.

Um eine Epidemie erfolgreich zu bekämpfen, kann (muss) man gegen die erkrankten Träger vorgehen. Quarantäne ist ein beliebtes Vorgehen, das nicht nur das Virus, sondern zudem auch der Träger des Virus beseitigt wird. Wie viele alte Menschen gehen heute an der Quarantäne, an der Einsamkeit und an der Trauer zugrunde?

Wir Menschen verlieren im Kampf gegen das Virus nicht nur unseren Besitz, sondern auch unsere Freiheiten, die unsere Vorfahren über Jahrhunderte (Jahrtausende?) erkämpft haben. Die Politiker versprechen zwar, dass hinterher alles so schön und gut sein wird wie vorher. Doch darf man einem Politiker trauen, der an die absolute Macht geleckt hat? Gibt es zur Regierung noch eine nennenswerte Opposition? Oder sind wir bereits auf dem guten Weg zur Einheitsregierung/Einheitspartei?

Viele Politiker halten sich an vagen Voraussagen von Wissenschaftlern, die keine Politiker sind. Den politischen Wissenschaftlern, die an der Macht partizipieren, darf niemand trauen. Ein guter Wissenschaftler ist kein Politiker und ein anständiger Politiker ist kein Wissenschaftler.

Viele Vorschläge der Wissenschaftler, die von Politikern übernommen werden, verschärfen die gesellschaftliche Lage. Das Argument, dass es nur um den Erhalt des Lebens geht, trifft gewöhnlich nicht zu. Für Politiker zählt primär die politische Macht. Die schönste politische Macht ist die ohne Aufsicht und Opposition.

Unser Wirtschaftssystem, das in Deutschland auch den weniger Reichen ein gutes oder zufriedenstellendes Auskommen ermöglicht, wird bewusst mit seltsam unlogischen polizeilichen Verordnungen vernichtet.

Auch der kritische Künstler brandmarkt unnötige Einschränkungen der Freiheitsrechte. Es geht ihm nicht allein um das Überleben der Kulturszene in Deutschland.

Der wahre Künstler fühlt sich höchst alarmiert. Er fühlt sich aus der Gesellschaft ausgeschlossen, seiner gesellschaftlichen Funktion beraubt. Er fühlt sich weniger durch Viren bedroht als durch die Maßnahmen zu deren Eindämmung: durch die Abschaffung von Freiheitsrechten, durch Berufsverbote, durch Einschränkungen der Meinungsfreiheit und durch panische Reaktionen der Politik und anderer, die nicht fähig sind, in Ruhe nachzudenken, bevor sie sich äußert. Momentan gibt es dramatische Verwerfungen in der Gesellschaft, die nicht auf Vernunft beruhen.

Musiker werden mit einem Berufs- und Verdienstverbot belegt. Eine Katastrophe kommt auf die Künstler zu: sozial und wirtschaftlich. Alles liegt brach: kulturelle Tätigkeiten, soziale Einrichtungen, Gottesdienste. Großveranstaltungen können nicht organisiert werden. Das Leben verlangt gerade in schwierigen Zeiten nach sozialen Kontakten. In Zeiten voller Angst soll man füreinander da sein. Kulturschaffende sind nicht dazu da, Musik zu dudeln und dafür Geld zu nehmen. Ihre Funktion besteht darin, den Menschen die Sorgen zu nehmen und die Hoffnung zu geben. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Einsamkeit eine der Hauptgründe für Krankheit und Tod ist. Das, was jetzt auf unbestimmte Zeit geschieht, geschehen soll, ist kein Leben, sondern ein Dahinvegetieren.

Das Wichtigste ist, die Angst zu besiegen, mit der Angst klarzukommen. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Die Politik agiert aus Angst ohne Gefahren-Risiken-Abschätzung. Kunst und Religion können negativen Emotionen zum Positiven hin beeinflussen.

Abstandsregeln führen zu tiefem gegenseitigen Misstrauen. Wir sind soziale Wesen, wir leben von Empathie, von Kontakten. Dazu gehört auch Berührung. Das alles kategorisch zu verbieten, ist nicht nachvollziehen.

Wissenschaftler stellen Berechnungen auf, um die Zukunft zu beschreiben. Ob die Wissenschaftler richtig liegen oder nicht, wird eben diese Zukunft zeigen. Wissenschaftliche Berechnungen, ob wir bald unsere bürgerlichen Freiheiten verlieren, sind selten und nicht gerne gesehen oder gehört. Es rächt sich nun, dass wir einen starken staatlich alimentierten Fernseh- und Rundfunk haben. Erst stirbt die Freiheit, dann stirbt der Mensch.

Es gibt kaum Proteste gegen den Verlust der Freiheit. Demonstrationen sind verboten. Es ist  beunruhigend, wie selbstverständlich der Verlust der Freiheit hingenommen wird. Weite, ehemals demokratische Kreise fordern die umfassende Aussetzung von Grund- und Freiheitsrechten. Die Politik stützt sich auf solche undemokratischen Stimmungen. Doch Stimmungen sind keine Grundlagen für weitreichende Entscheidungen. Stimmungen wechseln schnell und schlagen um, weil eine freie Gesellschaft Unfreiheit auf unbestimmte Zeit nicht aushält. Jedoch: Wenn die Gesellschaft die Unfreiheit aushält, dann ist sie nicht frei!

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Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.