Die Coronavirus-Infektion – was hilft wirklich?

welche sind die besten Therapien?

Bildquelle: Darko Stojanovic auf Pixaby. Freie kommerzielle Nutzung Kein Bildnachweis nötig

Auch wenn die meisten Staaten der Welt gegen die Coronavirus-Infektion ähnlich vorgehen, lassen sich je nach Temperament und Demokratieverständnis mehr oder weniger kleine und größere Unterschiede im politisch-therapeutischen Vorgehen erkennen. Diese Unterschiede werden hoffentlich nicht ausschlaggebend für den Ausgang der Therapie sein. Oder doch?

Lauterbach

Hier liest man die wissenschaftliche Auffassung eines anerkannten Universitätsprofessors mit einer sichere und gut dotierten Position. Nach deutschem Verständnis müsste diese seine Auffassung gewichtig sein. Seinem maßgeblichen medizinischen und wissenschaftlich fundierten Wissen nach hätten mit Coronavirus infizierte Patienten eine höhere Überlebenschance, wenn sich die Lokalpolitiker entscheiden, die Hälfte aller wenig tauglichen Krankenhäuser und Kliniken zu schließen!

Langsam und vorsichtig hört man im Land der Denker Stimmen, dass der Politik des verzögerten Ausbruches der Viruserkrankung die wissenschaftlich fundierte Basis fehlt. So manchem einfachem Arbeiter stößt es sauer auf, dass die jetzige staatliche Krankheitspolitik den lieb gewonnenen Kapitalismus am Gedeihen stört und er, der einfache Arbeiter, mit seiner Familie halbwegs gesund in 1-2 Jahren den Schlamassel überstehen wird. Jedoch zu welchem Preis? Die Arbeitslosigkeit mit dem Abrutschen in die Armut als Folge der Gesundheitspolitik ist ihm sicher.

Nun wird der Politiker einwenden, dass das Leben wertvoller ist als Geld, so man es hat. Dem wollen wir nicht widersprechen.

Wie wäre es also, den Ausbruch der individuellen Coronavirus-Infektion zu beschleunigen? Oder wie Prof. Lauterbach es vorschlägt, die Hälfte der Kliniken zu schließen, deren ethischer und medizinischer Sinn unter dem materiellen verdeckt ist? Spätestens wenn die künstliche Verzögerung des Ausbruches der Viruserkrankung sich wie in Italien als wirkungslos erweist, werden (sollten) die Politiker ihre Meinung ändern.

Wir verfügen momentan und für die nächste Zeit nicht über genügend Wissen, um die beste Therapie durchzusetzen. Wir verfügen jedoch über Interessen, die unser Denken und Handeln formen. Es sollte in einer Demokratie der EU-Staaten schon wundern, wenn eine Diskussion über die Behandlung von 70% der Bevölkerung, von denen man sicher annimmt, dass sie erkranken wird, nicht öffentlich zugelassen, nicht gefördert wird. Glücklicherweise sind die Zahlen, auf die die Therapie der Coronavirus-Infektion ruht, nicht gesichert. Die wissenschaftliche Meinung verlangt danach, dass 70% der Gesamtbevölkerung infiziert sein wird und etwa 1% der Infizierten an der Erkrankung sterben werden. Dies ist (momentan) nicht der Fall und für die nächste Zukunft unrealistisch. Das medizinisch-wirtschaftliche Vorgehen zum Bekämpfen und Besiegen der weltweiten Coronavirus-Infektion basiert jedoch auf beide Annahmen.

Da vor allem alte, polymorbide, gleichzeitig an mehreren Krankheiten leidenden Menschen nach einer Coronavirus-Infektion den Tod befürchten müssen, hingegen Kinder und Jugendliche durch eine Coronavirus-Infektion immunisiert werden, sollte man Kranke und Alte in Quarantäne stecken und die Jungen durch gewollte Ansteckung gegen die Coronavirus-Infektion immunisieren. Auch besteht kein vernünftiger Grund, die Wirtschaft durch schwer passierbare Grenzen und Geschäftsschließungen zu schädigen. Karl Lauterbachs Vorschlag, die Qualität der deutschen Medizin statt deren Quantität zu erhöhen, ist mutig und sollte zum Vorteil der Kranken befolgt werden.

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Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.