Wolf Biermann: Wenn das „Neue Deutschland“ plötzlich Reue zeigt
Kurz vor dem 50. Jahrestag der Ausbürgerung Wolf Biermanns übt das „Neue Deutschland“ späte Selbstkritik. Doch die Entschuldigung kommt ein halbes Jahrhundert zu spät. […]
Kurz vor dem 50. Jahrestag der Ausbürgerung Wolf Biermanns übt das „Neue Deutschland“ späte Selbstkritik. Doch die Entschuldigung kommt ein halbes Jahrhundert zu spät. […]
Nachdem die amerikanischen Truppen am 10. April 1945 die Stadt Rodach erobert hatten, kamen in der Bevölkerung Ängste auf, die „Rote Armee“ könnte in einigen Wochen auch den Landkreis Coburg besetzen. […]
Am 23. August 1974 stieg die damals 26jährige Biologin Carmen Rohrbach aus Halle mit ihrem Freund Jürgen bei Nienhagen ins Wasser der Ostsee und schwamm mit ihm ununterbrochen 28 Stunden in Richtung der dänischen Inseln. […]
Die Geschichte des Plattenbaus ist die Geschichte einer Architektur, die stets mehr war als Beton in Serienform: ein Spiegel der Hoffnungen, Zumutungen und Brüche eines Jahrhunderts, das seine Zukunft in Normen zu fassen suchte […]
Seit Jahrzehnten begeistert er sein Publikum mit eingängigen Melodien und gefühlvollen Texten: Frank Schöbel, einer der bekanntesten Schlagersänger Ostdeutschlands, kommt nach Gera.a […]
Als der 1930 in Oberschlesien geborene Manfred Smolka, Oberleutnant der DDR-Grenzpolizei, am 12. Juli 1960 in Leipzig unter dem Fallbeil starb, war ich 23 Jahre alt. […]
Die Kunstsammlung der Stadt Jena ist eine vergleichsweise junge Sammlung und fußt auf dem materiellen und ideellen Erbe des früheren Jenaer Kunstvereins, der sich 1903 konstituierte und am Vorabend des Ersten Weltkrieges eine Sammlung moderner Kunst angelegt hat. […]
Im ehemaligen Atelier von Werner Tübke eröffnet der Tübke Atelier e.V. am 21. Juni um 15 Uhr eine außergewöhnliche Sonderausstellung: Im Mittelpunkt stehen die Studien, Skizzen und Entwürfe zu Tübkes monumentalem Wandbild „Arbeiterklasse und Intelligenz“, das mit über 100 Einzelfiguren zu den größten und bedeutendsten Bildern des Künstlers zählt. Es ist zugleich sein politischstes Bild. […]
Diesen Artikel über Florian Geyer habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen, weil die Geschichtskenntnisse des Verfassers dürftig sind. So schreibt er schon in der ersten Spalte „Der 1945 gegründete selbsternannte Arbeiter- und Bauernstaat“. […]
Bei allem Ungemach. In der DDR wäre ich zu ihnen nicht eingeladen worden und falls doch, über die ersten Sätze nicht hinausgekommen. Stichwort MfS. Heute habe ich für diese Rede nichts zu befürchten. […]
In Summe steht Katherina Reiche für einen fundamentalen Richtungswechsel im Wirtschaftsministerium – weg von ökologisch geprägter Transformationspolitik, hin zu einem Kurs, der marktwirtschaftliche Vernunft, Energiesicherheit und industrielle Substanz wieder in den Mittelpunkt rückt. Das ist kein Stilwechsel, sondern eine politische Neubestimmung. […]
Die nächste Gelegenheit (nach Christi Himmelfahrt, hierzulande genutzt als „Vatertag“) zum Feiern (oder Urlauben) bieten zehn Tage nach Himmelfahrt die Pfingsten. Auch hier erinnern sich nur noch die wenigsten and den christlichen Ursprung und die neutestamentlich griechische Bedeutung des Wortes. Aber jedermann (w/m/d) weiß den Freizeitwert der beiden Feiertage zu schätzen. […]
A uch im letzten Band seiner dreibändigen Autobiografie verschweigt der ehemalige SED-Generalsekretär und rechtskräftig verurteilte Totschläger Egon Krenz beharrlich das Schicksal der Christen, die in der DDR systematisch ausgegrenzt worden sind. […]
Anbei ein Bericht über die erste und einzige freie Wahl in der DDR, am 18. März 1990, also nach dem heißen Spätherbst der friedlichen Revolution und vor der Vereinigung am 3. Oktober. […]
Der Tag des Kriegsendes am 8. Mai 1945 gilt heute als „Tag der Befreiung“, als Chiffre für den Beginn unserer Demokratie. Doch die „Stunde Null“ ist auch Beginn des kollektiven Verdrängens und Vergessens der Verbrechen des Nationalsozialismus – und der stillschweigenden Integration der Täter in der Nachkriegszeit […]
Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow zu Besuch in Coburg: Vieles, was Bodo Ramelow beim Kamingespräch sage, war bedenkenswert. […]
Am 10. Mai 1974 wurde der oppositionelle DDR-Schriftsteller Siegmar Faust in der Papierfabrik von Heidenau bei Dresden von der „Staatssicherheit“ verhaftet und am 24.September vom Bezirksgericht Dresden wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu viereinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. […]
Es hätte auch anders kommen können – Der Landkreis Coburg im DDR-Bezirk Suhl. […]
Kommentar von Gunter Weißgerber: „Heute weiß ich, spätestens mit Merkel ab 2005 lief der Fluss der alten Bundesrepublik in die Geisteswelt der DDR“. […]
1989 brachten DDR-Bürger den Mut auf, für Freiheit und Recht auf die Straße zu gehen, trotz der Angst, von der SED verhaftet oder erschossen zu werden. […]
Inge Müller (1925-1966) war eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen der DDR. Die Grande-Dame der DDR-Literatur Christa Wolf stellte sie in eine Reihe mit Brigitte Reimann (1933-1973), Maxie Wander (1933-1977) und Irmtraud Morgner (1933-1990). […]
Im Gespräch mit dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff sprach Stefan Groß-Lobkowicz über die Säkularisierung in den neuen Bundesländern und über das christliche Werte- und Menschenbild. […]
Seit 2011 regiert der CDU-Politiker Reiner Erich Haseloff das Bundesland Land Sachsen-Anhalt. Der dienstälteste Ministerpräsident kennt nicht nur die Biografien seiner Bürger, sondern ist auch einer der wenigen bekennenden Katholiken im Osten der Republik für den das C kein Anhängsel ist. […]
Am 22. November feiert Rudolf Groß seinen 90. Geburtstag. Groß, studierte Philosophie und katholische Theologie in Madgeburg und Erfurt. […]
Die Reise, die der Dortmunder Journalist Kurt Lichtenstein (1911-1961) am 9. Oktober 1961 in Lübeck angetreten hatte, endete drei Tage später mit seinem Tod an der innerdeutschen Grenze. […]
In drei Bänden hat der kurzzeitige SED-Generalsekretär Egon Krenz sein Leben aufgeschrieben – leider weitgehend vorbei an jenen, die in seinem Staat leben mussten. […]
Er hat der AfD den sicheren Sieg bei der Landtagswahl am 22. September 2024 auf den Schlussmetern aus den Händen genommen. Dietmar Woidke setzte alles auf eine Karte, auf Woidke selbst – und er hat gewonnen. […]
Am 27. September 1990 vereinigten sich die SPD der alten Bundesrepublik und die SPD der DDR zur heutigen gesamtdeutschen Sozialdemokratischen Partei. Die DDR-SPD gründete sich am 7. Oktober 1989 als SDP und nannte sich am 13. Januar 1990 in SPD um. […]
Als morgens um 4.00 Uhr am 14. August 1964, einem Freitag, unsere Zelle im Zuchthaus Waldheim aufgeschlossen wurde, sagte der Schließer von der „Volkspolizei“ zu mir: „Strafgefangener Bilke, Sie gehen heute nicht arbeiten!“ […]
Für Ostdeutsche fühlt sich das so an: Von der „Sozialistischen Demokratie“ (bis 1989) über die Demokratie (1989 bis 2022) zur „Klimademokratie“ (ab 2022). Ergo: Kommunisten geben halt niemals auf, klappt es nicht in Rot, wird es in Grün erneut probiert. […]
„Die DDR ist nicht untergegangen. Sie lebt in den Köpfen vieler Menschen weiter, denn die Folgen einer Diktatur sind unauslöschbar. Eine Veränderung kann ich heute bei mir feststellen: Mein Interesse, andere Menschen kennenzulernen, hält sich in Grenzen. Der Schauspieler Michael Degen beantwortete in einer Talkshow die Frage, ob er sich nach dem Schreiben seines Buches „Nicht alle waren Mörder“ besser fühle, mit nein. Ich habe für mich die gleiche Erfahrung gemacht.“ […]
Drei Abiturienten aus der DDR, Thomas von Fritsch, Thomas Röthig und Hans-Bernd Herzog, 19 bis 21 Jahre alt, hatten den Sozialismus gründlich satt. Sie wollten raus aus der Diktatur. Das war vor heute genau 50 Jahren. […]
Eigentlich gibt es keinen Wahlkampf um sachliche Themen. Über allem würgt die Hatz auf die AfD. Eine Partei, für die ich Null Sympathien hege. Doch ich sehe den Wahlkampf aus demokratietheoretischer Sicht vor dem Hintergrund psychologischer Betrachtungen. Die blinde Kampagne gegen die AfD schadet der AfD nicht sehr. Auf die sachlichen Argumente der AfD wird nicht eingegangen. Würde die AfD für morgen schönes Wetter wünschen, würde aus SPD, Grünen, FDP, Linken, CDU/CSU der Ruf nach schlechtem Wetter kommen. […]
Was wäre, wenn die Mauer 1989 nicht gefallen wäre und die DDR heute noch bestünde? Dieser Frage geht der Autor Holger Kreymeier in seinem neuen Roman nach. […]
Egon Krenz hat dieses Buch keineswegs, wie er behauptet, geschrieben, um seiner „Chronistenpflicht“ nachzukommen, sondern nur deshalb, um in 33 Kurzkapiteln, den Absturz dieses merkwürdigen Staatsgebildes schönzureden, in der Hoffnung, 34 Jahre danach wären alle Zeitzeugen verstorben, die ihn hätten widerlegen können. […]
Jens Kirsten, ein Sohn des Dichters, blickt auf die gewaltige Bibliothek seines Vaters. Wenigstens die legendäre Lyriksammlung Wulf Kirstens, 65 geschätzte Regalmeter, kann erhalten bleiben: Sie wird in der Anna-Amalia-Bibliothek aufgestellt. Hier war Wulf Kirsten 57 Jahre lang der wohl treueste Leser. […]
Am 25. August 1964 wurden wir, aus mehreren DDR-Zuchthäusern freigekaufte Häftlinge, in zwei Bussen mit Hanauer Kennzeichen über den Grenzübergang Wartha/Herleshausen nach Hessen gefahren, fuhren noch einige Stunden durch die Dunkelheit und verbrachten die erste Nacht in Freiheit im Schloss Büdesheim, von wo wir am nächsten Morgen entlassen wurden. Wir waren im Sommer 1964 rund 800 politische DDR-Häftlinge, für die die Bundesregierung in Bonn 32 Millionen Westmark gezahlt hatte. […]
George Orwell bleibt verboten – Immer mehr Kubaner wehren sich gegen das kommunistische Unrecht in ihrem Land. […]
In der nächsten Woche jährt sich zum 33. Mal der Tag, an dem die deutsche Einheit vollzogen wurde: der 3. Oktober. Wir werden den Tag wie in jedem Jahr feiern, in diesem Jahr in Hamburg. […]
Nächste Woche feiern wir zum 34. Mal den Tag der Deutschen Einheit. Die Geschichte der Deutschen Einheit zeigt: Die SED-Diktatur und der Sozialismus sind als Unrechtsregime politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich gescheitert. Sozialistische Utopien sind kein […]
Ein Mensch wird geboren, und wenn man sich im Alter nach ihm umschaut, muss man ihn wieder zusammensetzen. Auch wenn bei einem noch alles am rechten Fleck ist, wuchsen einst die noch winzigen Extremitäten und […]
Putins Ukrainekrieg hat nicht nur im Verhältnis zu Russland eine „Zeitenwende“ (dixit SPD-Bundeskanzler Scholz) herbeigeführt, sondern eine Debatte über die Konsequenzen der in der sozialliberalen Ära initiierte „neue Ostpolitik“ ausgelöst. Ins Visier der Kritik ist […]
Ein solches Buch wie diese Biografie der DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann (1933-1973) konnte nur ein DDR-Germanist schreiben wie der 1955 in Güstrow/Mecklenburg geborene Carsten Gansel. Nur er brachte die Voraussetzungen mit, die ihn befähigten, dem Leben […]
Im kommenden Jahr wäre der in Stettin geborene DDR-Rechtsanwalt Wolfgang Schnur 80 Jahre alt geworden – einer, der sich jahrelang in der evangelischen Kirche engagiert hatte, heimlich für die Staatssicherheit arbeitete und am Ende Ministerpräsident […]
Am Samstag jährt sich der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR zum 70. Mal. Es war ein Aufstand für Einheit, Recht und Freiheit, der blutig durch das sowjetische Militär niedergeschlagen wurde. Die Erinnerung […]
Um das Jahr 1968 ranken sich mannigfaltige Legenden. Als der Ayatollah vom Starnberger See, Jürgen Habermas, gefragt wurde, was von diesem glorreichen Jahr geblieben sei, antwortete er ironisch: „Frau Süssmuth.“ Doch diese Dame ist schon […]
Institutionen, Individuen und Politik – in diesem Beziehungsdreieck bewegt sich die interdisziplinäre wissenschaftliche Tagung, die die Klassik Stiftung Weimar vom 31. Mai bis 2. Juni veranstaltet. Im Mittelpunkt steht die Erforschung von Kultur- und Forschungsinstitutionen […]
Im thüringischen Eichsfeld widersetzten sich Katholiken oft erfolgreich Vereinnahmungsversuchen der SED – so das Ergebnis einer als Buch veröffentlichten Doktorarbeit. Von Benedikt Vallendar. Es ist das Jahr 1945. Ganz Ostdeutschland ist von Kommunisten besetzt. Ganz […]
Es gab Themen in der DDR-Literatur, die von westdeutschen Lesern kaum verstanden wurden. Eins davon war die seit 1954 unter Strafandrohung gestellte „Republikflucht“, wonach es DDR-Bürgern ohne Einwilligung der Behörden nicht erlaubt war, den ungeliebten […]
Das Sozialismus-Ziel in der Verfassung der DDR und der Klima-Vorbehalt gemäß Bundesverfassungsgericht unterscheiden sich in der Sache, in der Reduzierung des Gemeinwesens auf ein scheinbar übergeordnetes höheres Ziel bei Beschneidung grundsätzlicher Freiheiten unterscheiden sich beide […]
„Der rechte Rand der DDR-Aufarbeitung“, Hrsg von Klaus Bästlein, EnricoHeitzer und Anetta Kahane, Metropol Verlag Berlin, 2022. Gleich vorweg: Das ist ein auf Steuerkosten entstandenes Buch von Anti-Demokraten! Schon auf der hinteren Umschlagseite bekennen die […]
Der Berliner Lyriker Gottfried Benn (1886-1956), der die Jahre 1935/45 als Arzt in der „Wehrmacht“ überstand und mit seinen späten Gedichten in den Nachkriegsjahren zu unerhörtem Ruhm fand, blieb DDR-Lesern mehr als zwei Jahrzehnte unbekannt. […]
Das Dorf Burträsk hat nur 1575 Einwohner und liegt im waldreichen Norden Schwedens nahe der Ostseeküste. Dort wohnte seit 1995 der 1944 in Wien geborene Alexander Radler , der früher in der DDR gelebt und […]
Im Spätsommer 1962 wurde ich von Leipzig ins berüchtigte Zuchthaus Waldheim im Kreis Döbeln verbracht. In dieser von Kurfürst August dem Starken 1716 errichteten Strafanstalt waren schon im 19. Jahrhundert Aufständische der gescheiterten Revolution von […]
Roberto Yáñez ist ein deutsch-chilenischer Neosurrealist und Enkelsohn des früheren SED-Generalsekretärs Erich Honecker. Seine Familie lebt heute auf verschiedenen Kontinenten. Von Benedikt Vallendar. Zwei Kinder hat Roberto Yáñez, ein Mädchen und einen Sohn. Sich selbst […]
Die damals in Thüringen lebende DDR-Schriftstellerin Inge von Wangenheim (1912-1993) veröffentlichte 1980 den an der Erweiterten Oberschule in Pößneck spielenden Roman „Die Entgleisung“, der ungeheures Aufsehen erregte. Beschrieben wird dort, wie am 31. August eines […]
„Keine Zukunft hat, wer ohne Vergangenheit kommt.“ (Gerlach) „Die Paläste dem Volk…“ Als Gerlachs erstes Prosawerk in der „Edition Neue Texte“ erschien, war der 1940 geborene Autor bereits 36 Jahre alt. Der […]
Als der Eiserne Vorhang zusammenbrach und ein unverstellter Blick auf die Zustände in den sozialistischen Ländern möglich wurde, wollten vor allem diejenigen, die immer der Meinung waren, die DDR sei das bessere Deutschland, auch wenn […]
Weltbekannt ist Steven Spielbergs Dokumentation von Zeitzeugenberichten des Holocaust. Überlebende der Shoah berichteten in Videos über ihre persönlichen Erfahrungen. Von 1994 bis 1999 zeichnete die Organisation ca. 52.000 Interviews in 56 Ländern und 32 Sprachen […]
Offiziell war die DDR-Literatur Teil des ideologischen Überbaus der sozialistischen Gesellschaftsordnung, dem die ökonomische Basis, die der Planwirtschaft unterworfen war, gegenüberstand. Durch die von sozialistischen Schriftstellern produzierte Literatur sollten die „Werktätigen“ erzogen und zu höheren […]
Die Handlung des neuen Werkes von Jakob Hein spielt einem kleinen Dorf in der DDR in den frühen 1980er Jahren im märkischen Oderland. Dies war die Zeitspanne, wo die Akzeptanz des Staatssozialismus innerhalb der Bevölkerung zu sinken begann und sich Proteststimmung breitmachte. Das Leben in dem Dorf wird zunächst als das genaue Gegenteil geschildert. Dort kennt jeder jeden, die Zeit scheint stillzustehen, in der Provinz ist wenig geboten bis auf das Sichten von Kranichen und eine reizvolle Natur. […]
Der Tod des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 in West-Berlin stellte die junge Bundesrepublik auf eine harte Belastungsprobe. […]
Manfred May wurde für seine Verdienste bei der Aufarbeitung des DDR-Unrechts und insbesondere bei dem sensiblen Thema der DDR-Heimerziehung 2022 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt. […]
Man erinnert sich noch an das vor Glück strahlende Gesicht des SED-Funktionärs Egon Krenz, wals der SED-Chef wurde. […]
Ellen Thiemann ist eine von uns! Als ehemalige Insassin des berüchtigten Frauenzuchthauses Hoheneck im erzgebirgischen Stollberg weiß sie nur zu gut, wovon sie schreibt, wenn sie unerbittlich über DDR-Verhältnisse aufklärt. Sie wurde 1937 in der […]
Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall versucht nun der SED-Rentner, der heute zurückgezogen in Dierhagen an der Ostsee lebt, sein politisches Wirken zu rechtfertigen […]
Der unbelehrbare Altkommunist Egon Krenz, geboren 1937 in Kolberg/Hinterpommern, der im Januar 1990 von Gregor Gysi aus der SED/PDS ausgeschlossen wurde und der in seinem autobiografischen Buch „Aufbruch und Aufstieg“ (erschienen am 27. Juni) den […]
Die für Ostdeutschland so typischen Spätverkaufsläden – „Spätis“ – sind ein Treffpunkt für Nachtschwärmer und Menschen, die der Anonymität der Großstadt entfliehen möchten. Von Benedikt Vallendar. DDR-Nostalgie Sie stammen aus DDR-Zeiten, und es gibt sie zwischen […]
Das Deutschland, wenn es ein Dach hätte, eine geschlossene Anstalt wäre, hat Henryk Broder schon vor Jahren gesagt, zu einer Zeit, in der es aus heutiger Sicht noch halbwegs normal zuging. Inzwischen prägt Irrationalität in […]
Ihre Stellungnahme dazu: So, das habe ich nun davon. Nach 26jähriger Parteizugehörigkeit beschloss der „weise“ Rat (oder sollte ich besser schreiben “Rat der alten weißen Männer“) der CDU-Neukölln, mir, der ehemaligen DDR-Bürgerrechtlerin, ein Parteiausschlussverfahren anzuhängen. […]
Vor 55 Jahren gelang einem westdeutschen Insassen der einzig belegte Ausbruch aus dem berüchtigten Stasi-Gefängnis Bautzen II in Sachsen. Von Benedikt Vallendar. Bautzen – Ganze neun Tage war Dieter Hötger in Freiheit. Bis ihn […]
Am kommenden Sonntag, 19.06.2022, sind Besucherinnen und Besucher herzlich eingeladen die Museen der Klassik Stiftung Weimar, wie jeden dritten Sonntag im Monat, ab 14 Uhr kostenfrei zu besuchen. Wir empfehlen, zusätzlich an einer unserer öffentlich […]
Nach dem Durchbruch vom Oktober 89 in Plauen, Dresden und Leipzig sollte am Donnerstag, dem 30. November, der Gegenschlag eigeleitet werden, ganz nach alter Manier: Die gleichen Leute, die immer für das vollzählige Erscheinen der […]
Das ist die Geschichte dreier Frauen aus Rostock, deren Leben durch eine Zwangsadoption zu DDR-Zeiten untrennbar miteinander verbunden war, auch wenn sie es zu Beginn der Handlung noch nicht wussten. Von der 1985 geborenen Autorin […]
Welche Bedeutung hat Helmut Kohl für Sie? Für mich war und ist Helmut Kohl der Kanzler der Einheit und wird es immer bleiben. Dabei kommt einem natürlich als erstes in den Sinn: Die Wiedervereinigung der […]
Der russische TV-Kanal „Ost-West“ berichtet unabhängig und weltweit aus Berlin – vor allem für Menschen, die nicht an Putins Propaganda glauben. Von Benedikt Vallendar. Immerhin, 300.000 feste Abonnenten. Per Kabelempfang und teilweise auch per Streamingdienst […]
Im Sommer 1982 war für Israel die rote Linie überschritten. Nach einer erneuten Serie palästinensisch-muslimischer Terroranschläge, entschloss sich der damalige Ministerpräsident Menachem Begin zum harten Durchgreifen im Libanon, um Angriffe aus dem Norden auf sein […]
Das 70. „Frankfurter Buntbuch“ ist – nüchtern betrachtet – gar kein Buch, sondern ein 32-Seiten Heft – aber was für eines! Diese „Buntbücher“ werden vom Kleist-Museum Frankfurt/Oder herausgegeben. Federführend agieren Anette Handke und Wolfgang de […]
Der Berliner Diplom-Ingenieur Philipp Schünemann hat sich auf die Instandsetzung historischen Spielzeugs spezialisiert – wovon vor allem kinderreiche Familien mit kleinem Geldbeutel profitieren Von Benedikt Vallendar. Ob er die Grünen wähle? Philipp Schünemann, „Onkel Philipp“, […]
Die Diskussion um die sogenannte „NATO-Osterweiterung“ bleibt erhalten. Diskussionen lassen sich nicht abwürgen. Für die Beteiligten steht allenfalls die Frage, ob die weitere Beteiligung daran Sinn macht. Das muss auch jeder für sich entscheiden. Ich […]
Von Gunter Weißgerber/Annette Heinisch Ostdeutsches Schulterklopfen Bis 1989 wendeten sich immer mehr Ostdeutsche angewidert von „Aktueller Kamera“ und „Schwarzem Kanal“ weg. Belügen konnten sie sich selbst, dazu brauchten sie nicht die Leitmedien von KGB und […]
Der Literaturhistoriker Rudolf Haym (1821-1901) aus Schlesien ist heute nur noch Fachleuten ein Begriff, obwohl er im 19. Jahrhundert auch im politischen Leben des in zahlreiche Kleinstaaten, wenn man von Preußen, Bayern und Sachsen absieht, […]
Im Herbst 1985 veranstaltete die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung eine Tagung zum 40. Jahrestag der Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED am 21./22. April 1946. Im Eröffnungsreferat warnte der Ex-Kommunist Wolfgang Leonhard, Autor des Buches „Die […]
Freya Klier: Unter mysteriösen Umständen, Berlin (Herder) 2021, 304 Seiten (Gunter Weißgerber) »Sehr lange schon habe ich die Namen der Dissidenten, Pfarrer, Schriftsteller der DDR zusammengetragen, bei denen ich keinen natürlichen Tod vermutete. Es sind […]
Meine Verhaftung am 9. September 1961 – Vor 60 Jahren auf dem Karl-Marx-Platz in Leipzig Meine Verhaftung am 9. September 1961 Vor 60 Jahren auf dem Karl-Marx-Platz in Leipzig Am 6. September 1961 reiste ich […]
hatte ich gegen Ende des zweiten Semesters 1966 in der Eigenschaft als Vorsitzender des FDJ-Studentenklubs unseres Instituts für Kunsterziehung auf zwei Plakaten einen Lyrikabend unter dem ironischen Titel WIR BIN DIE ZUKUNFT angezettelt. Diese Überschrift […]
Der Theologe Richter, ein philosophischer Nachfahre des deutschen Idealismus, verstand sich als Hegelianer. Ihm ging es um die Vermittlung des transzendent gedachten Geistes (Gottes) mit der immanenten Wirklichkeit des endlichen Menschen und des Menschengeistes. In […]
Es liest sich wie DDR. Es schmeckt wie DDR (allerdings noch mit Bananen). Es riecht wie DDR. Wenn das nicht DDR ist, was ist es dann? Im Jahr siebenundfünfzig nach Klaus Renfts erstem Verbot 1965, […]
Liebe ungarische Leser, ich weiß nicht, wie gut Sie die Diskussionen in Deutschland beobachten oder kennen. Manches von dem, was ich ihnen heute schreibe, könnte für Sie wie aus einer anderen sehr irrealen Welt klingen. […]
faktisch nur derjenige leben, der durch zwei Bürgen im Schriftstellerverband aufgenommen worden war, ansonsten konnte jeder nach § 249 wegen asozialer Beeinträchtigung der öffent-lichen Ordnung und Sicherheit bestraft werden, wenn sich jemand „aus Arbeitsscheu einer […]
Meiner Frau mal zu sagen: „Ich liebe dich“, nein, das kam mir immer zu kitschig vor. Wir standen oder lagen uns gefühlsmäßig so nahe, dass es für Worte zwischen uns keinen Platz mehr gab, nur für […]
„Statt den Ungarn zu danken, werden sie beschimpft“ Seit 1978 bereise ich das wunderschöne Ungarn. In Eger, im Tal der schönen Frau, am Balaton, an vielen Orten lernte ich Land und Leute kennen und lieben. […]
Detlef Jablonski, von dem in diesem Buch erzählt wird, ist heute 65 Jahre alt, lebt noch in Berlin, wo er aufgewachsen ist, und hält Vorträge als Zeitzeuge über den 1989 untergegangenen SED-Staat. Dieser Staat hat […]
Zwei sowjetische Kampfpiloten sollen vor 55 Jahren nahe dem sächsischen Dorf Syhra ihr Leben für die Bewohner hingegeben haben, indem sie auf den Schleudersitz verzichteten – eine rührselige Geschichte mit christlichem Unterton, die die Linkspartei […]
Nach 1990 haben sich in den neuen Bundesländern auch neue Kulturlandschaften und alternative Formen des Zusammenlebens entwickelt – zu Besuch bei der Malerin Heike Wolff im Mansfelder Land, wo einst die Reformation begann. Noch immer […]
Wie in Ostdeutschland vor 30 Jahren aus den „Oberschulen“ der untergegangenen DDR wieder grundständige Gymnasien wurden. Erfurt / Dresden – Gerade hatte das Erfurter Gymnasium „Johann Gutenberg“ sein erstes Jubiläum gefeiert, da geriet es unrühmlich […]
Ohne Stefan Heyms gleichnamigen Roman wäre die „Republik Schwarzenberg“ im Erzgebirge wohl nur eine Anekdote geblieben. In der DDR war das Buch verboten. Es konnte daher nur im Westen erscheinen und wurde 1988 im ZDF […]
Eberhard Aurich, einst 1. Sekretär des FDJ-Zentralrats und Vertrauter Erich Honeckers, zieht eine kritische Bilanz über die DDR. Im Umfeld einer katholischen Gemeinde in Berlin kümmert sich der gelernte Lehrer heute um Randgruppen Heute sind […]
Als ich am 25. August 1964 aus dem Zuchthaus Waldheim freigekauft wurde, hatte ich mir vorgenommen, immer und überall aufzuklären in Westdeutschland über die politischen Zustände im SED-Staat. Als ich im Sommersemester 1965 mein Studium […]
Die 1968 gegründete „Deutsche Kommunistische Partei“ hatte laut „Verfassungsschutzbericht 2019“ im Jahr zuvor 2850 Mitglieder. Ehrenvorsitzender ist der vor Jahrzehnten verstorbene Altkommunist Max Reimann (1898-1977). Das „Zentralorgan“ ist das wöchentlich in Essen erscheinende Parteiblatt „Unsere […]
Die größte Buchhandelskette Deutschlands heißt „Thalia“. Diese verkauft gerne und gewinnbringend Attilas Bücher, die aus welchen Gründen auch immer oft gekauft und gelesen werden. Eine Verehrerin des Grünen Politikers fordert die Buchhandelskette Thalia auf, keine Attila-Hildmann-Bücher mehr zu vertreiben, da die Gefahr besteht, dass er seinen Worten Taten folgen lässt und somit ein Gewaltverbrecher werden kann. In Deutschland werden bekanntlich keine Gewaltverbrecher mehr – seit 1945 (BRD) / seit 1990 (DDR) – verherrlicht (mit Ausnahme von mindestens einem türkischen Politiker). […]
Hitler? Schon wieder Hitler? Was soll es Neues geben, fünfundsiebzig Jahre nach seinem viel zu späten Tod? Alles ist bekannt, wird regelmäßig in vielen Medien besprochen und hat dennoch nicht das Ergebnis, dass es keine […]
Vom Marktplatz der Stadt Rodach in Oberfranken, in der ich aufgewachsen bin, führten bis 1945 zwei Straßen nach Thüringen, nach Heldburg und nach Hildburghausen. Während des Krieges bin ich mit meiner Mutter auf dem Fahrrad […]
Für britische Soldaten ist nach dem Krieg (zunächst?) die Fraternisierung verpönt. Sie wird von Teilen der Bevölkerung als Kränkung verstanden, von den Nazis jedoch gerne akzeptiert.
Alliierte Zwangsdemokratie = Diktatur der Demokratie
Politik ist ein schmutziges Geschäft. Die Taten der Nazis werden nie gesühnt, schon gar nicht mit Hilfe der deutschen Justiz. […]
Als Vatl mit seiner Kaufmannslehre fertig war, wurde er sofort eingezogen und war mit seinen 19 Jahren einer der Jüngsten in seiner ihm zugeteilten Landser-Kompanie. Er kam in russische Gefangenschaft, überlebte und kam auch mit […]
Es stellt sich die Frage, ob in Deutschland wirklich 52 öffentliche Plätze, mehr als 500 Straßen und sogar mehrere Schulen weiterhin nach Karl Marx benannt werden sollen. In Trier steht sogar ein Riesendenkmal aus Bronze, das kürzlich die Volksrepublik China verschenkt hat. Ist die Kolossal-Statue eines der wirkmächtigsten Antisemiten und Rassisten, gesponsert von der größten Diktatur der Welt, nicht peinlich für eine sich liberal nennende Demokratie, die offiziell jeden Rassismus ablehnt? Bürgerrechtler der ehemaligen DDR verweisen zudem darauf hin, dass Karl Marx obendrein auch ein geistiger Brandstifter für ideologischen Totalitarismus gewesen ist, der zu vielen Millionen Toten als Opfer des Kommunismus geführt hat. […]
Nachdem die amerikanischen Truppen am 10. April 1945 Rodach erobert hatten, kamen in der Bevölkerung Ängste auf, die „Rote Armee“ könnte in einigen Wochen auch den Landkreis Coburg besetzen, weil sie alte Karten aus der […]
Den palästinensischen Leidtragenden wird erklärt, dass erst die Juden aus dem Nahen Osten verschwinden müssen, bevor Palästina entstehen darf. Nur Politiker und Bürger der EU sehnen einen Palästinenserstaat im Nahen Osten herbei: Das hängt mit ihrer unbewältigten Vergangenheit, die sie unfähig macht, zwischen Rassismus und Judenhass zu unterscheiden. […]
Ich lernte Wolfgang Schuller im Sommer 1989 auf einer Gesamtdeutschen Tagung im noch geteilten Berlin kennen. Was mir sofort auffiel, war sein umfangreiches DDR-Wissen, was ungewöhnlich war für einen Professor, der an der Universität Konstanz […]
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, lieber Herr Ramelow, nach der langwierigen Landtagswahl in Thüringen habe ich gewartet, bis für Sie alles überstanden war, um Ihnen heute diesen Brief zu schreiben. Hätte ich bei der Feier […]
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